2026-04-03T19:57:16.526Z

Pokal

Pokalfight bis zur letzten Minute: Wörpetal besiegt Zeven mit 1:0

Rotenburger Kreispokal: Viktoria Oldendorf, SG Oste und TSV Bevern weiter

von Zevener Zeitung/Wenzel · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Thies Meyer

Tabellenführer FC Wörpetal setzte sich in Zeven knapp durch und steht nach dem 1:0 im Halbfinale des Kreispokals. Nach einer torlosen ersten Hälfte wurde es hitziger, Chancen blieben liegen und erst ein Nachsetzen brachte den Treffer des Tages.


Dass es im Viertelfinale des DFB-Kreispokals zwischen dem TuS Zeven und dem FC Wörpetal auf dem Zevener Ahe-Sportplatz zur Sache gehen wird, war im Vorfeld der Partie klar. Immerhin wollten sich beide Teams für das Halbfinale um die Trophäe qualifizieren.

Zeven mit dünnem Kader auf eigenem Rasen

Allerdings fiel schnell die dünn besetzte Ersatzbank der Gastgeber auf. Viele Spieler seien im Urlaub oder verletzt, erklärte Zevens Teammanager Jens Hinrichs den kleinen TuS-Kader mit lediglich vier Ersatzspielern. Der FC Wörpetal dagegen ist mit „voller Kappelle“, wie FC-Trainer Andre Petersen nach der Partie sagt, nach Zeven gereist und so tummelten sich zahlreiche Wörpetaler Auswechselspieler neben und auf der Gästebank.

Die erste Halbzeit verlief zwischen dem TuS, der in der Kreisligatabelle Platz acht belegt, und dem Tabellenführer Wörpetal weitestgehend auf Augenhöhe. Beide Teams starteten gut in die Partie, doch die Führung sicherte sich keine der beiden Mannschaften.

„In den ersten 20 Minuten hätten wir in Führung gehen müssen“, meint FC-Trainer Dennis Bargemann rückblickend. Ungenutzte Möglichkeiten und der starke Zevener Torwart Maurice Meyer verhinderten das erste FC-Tor mehrmals. Stattdessen machten die Gäste es den Platzherren durch Ungenauigkeiten möglich, Druck auf das eigene Tor auszuüben. Doch auch beim TuS blieben wirklich gefährliche Torchancen und damit ein Treffer aus und so ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause.

TuS-Fans machen Frust über Schiedsrichterentscheidungen Luft

Die Zevener Fans schienen während der ersten Spielhälfte mit der Leistung und den Entscheidungen des Schiedsrichters nicht zufrieden zu sein und machten mit immer lauter werdende und teils unqualifizierte Bemerkungen ihrem Unmut Luft. Darum bat der Zevener Stadionsprecher das Publikum kurz vor Wiederanpfiff der Partie darum, nicht jede Entscheidung des Unparteiischen zu kommentieren und appellierte an Respekt und Fairness.

Die Ansage wirkte und so beobachteten die Zuschauer eine zweite Hälfte, in der beide Teams merklich einen Gang hoch geschaltet hatten. „In der zweiten Halbzeit kamen mehr Fouls ins Spiel. Beide Teams haben ein bisschen die Ordnung verloren“, sagt FC-Coach Andre Petersen. „Wir waren viel zu hektisch und viel zu schnell“, so Wörpetals Trainer weiter.

Die Gäste schafften es, sich immer mehr Torschüsse zu erarbeiten. Sie blieben zwar zunächst erfolglos, doch der erste FC-Treffer drängte sich auf. So war es Bent-Niklas Otten, der nach einem Fehlversuch von Omke Brase nachsetzte und das 1:0 für den FC erzielte.

Zevens Torwart hält Elfmeter und verhindert zweites FC-Tor

Die Zevener wollten sich aber nicht geschlagen geben und legten noch einmal eine Schippe drauf, doch das Spielglück war in diesem Viertelfinale offensichtlich nicht auf ihrer Seite. Zahlreiche gute Torchancen blieben von den Gastgebern ungenutzt. So landeten gefährliche Torschüsse am Pfosten des FC-Tores, gingen über den Kasten hinaus oder blieben in den Händen des Wörpetaler Keepers Clas Schröder, der zum ersten Mal in diesem Jahr wieder zwischen den Pfosten stand.

Das Pech auf dem Spielfeld machte den Zevener sichtlich zu schaffen. Die Launen der TuS-Spieler und des Trainers Sören Haß gingen hörbar in den Keller, nicht zuletzt als der Schiedsrichter kurz vor Ende der Partie nach einem Foul an dem Wörpetaler Fynn Eickhoff einen Elfmeter für die Gäste anzeigte. Doch Zevens Torwart zeigte Nervenstärke und verhinderte mit einer starken Parade das 2:0 für die Gäste, und so blieb es bis zum Schlusspfiff beim 1:0 für den FC.

Sören Haß trotz Niederlage stolz auf seine Zevener Mannschaft

TuS-Trainer Sören Haß ist trotz der Niederlage stolz auf seine Mannschaft. „Meine Jungs haben dem hohen Favoriten einen großartigen Pokalfight geliefert. Wir nehmen mit, dass wir mit der herausragenden Kreisligamannschaft in dieser Saison komplett mitgehalten haben.“

Die beiden FC-Coaches freuen sich über den Einzug ins Halbfinale und sind sich einig, dass die Fortune bei diesem Sieg eine zentrale Rolle gespielt hat. „In Summe ist der Sieg nicht ganz unverdient, auch wenn wir am Ende etwas Glück hatten, dass Zeven die Chancen nicht genutzt hat“, so Dennis Bargemann. „Verdient, aber auch glücklich, was am Ende zustande gekommen ist. Jetzt sind wir unter den letzten Vieren und sind gespannt, was uns als Nächstes erwartet“, sagt Andre Petersen.

Ebenfalls in das Halbfinale um den Kreispokal eingezogen sind SV Viktoria Oldendorf (4:2 gegen SG Unterstedt II), TSV Bevern (4:0 gegen FC Nordheide) und SG Oste (6:5 gegen MTV Jedding).