Remich-Bous setzte sich mit 2-0 in Gasperich durch
Remich-Bous setzte sich mit 2-0 in Gasperich durch – Foto: Guy Braun

Pokal: zwei Drittdivisionäre in der nächsten Runde!

Perlé schaltet Fels aus +++ insgesamt vier Erfolge von Underdogs +++ Redingen siegt nur im Pokal

Die Überraschungen

Gleich vier Außenseitererfolge kamen am Wochenende in der "Coupe de Luxembourg" zustande.

Alles fing bereits am Freitag an, als Steinfort (D2) sich gegen Mertert-Wasserbillig behaupten konnte (D1). "Wir waren besser und hatten die klareren Torchancen. Wir hatten einen guten Tag erwischt und hätten sogar höher gewinnen können", erklärte uns der Steinforter Vorsitzende Guy Nilles am Telefon.

Ebenfalls gegen ein eine Liga höher spielenden Club gewann Küntzig (D2), das das Kunststück fertigbrachte, nach einem 0:3-Rückstand nach einer halben Stunde in den letzten zwanzig Minuten die Partie komplett auf den Kopf zu stellen.

„Man sah keinen Unterschied"

„Colmar-Berg war zu Beginn unheimlich effizient, denn eigentlich waren wir über das ganze Spiele gesehen besser, man sah keinen Unterschied von einer Liga“ erklärte uns der Küntziger Co-Trainer Majerus die verrückte Aufholjagd seines Teams. „In den letzten 25 Minuten stellten wir von vier auf drei Verteidiger um und brachten dafür einen zweiten Stürmer und von da an lief es und der Bann war schnell gebrochen.“

Einen verdienten Erfolg gegen ein Team aus der 1.Division feierte Echternach (D2), das die Alliance Äischdall ausschaltete. Auch wenn die Gäste in den letzten zwanzig Minuten zurückkamen, zeigte der Daring Club Moral und gewann durch zwei Tore in den Schlussminuten.

Einen zweifachen Rückstand konnte das in die 3.Division abgestiegene Perlé gegen das in die 2.Division aufgestiegene Fels drehen. Nachdem es nach dreißig Minuten bereits 2-2 stand, sicherte Meis den Gastgebern kurz nach der Pause das Weiterkommen (3-2, 49.‘), wo man zusammen mit Ulflingen, das im Ligaduell in Brouch gewann (s.u.), als einzige Drittdivisionäre auf große Lose hoffen kann.

Ligaduelle

Neben den beiden Drittdivisionären hatte die Auslosung vor allem zahlreiche Partien zwischen Teams aus dem 1.Bezirk der 1.Division hervorgebracht. Erpeldingen unterlag Feulen so z.B. mit 0-2, während Kehlen die Revanche für die Niederlage in der Meisterschaft gelang.

„Wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen"

„Wir sahen diese Partie selber nicht als Revanche, diese wollen wir in der Rückrunde in der Meisterschaft nehmen. Dennoch haben wir uns selber bewiesen, dass wir in der Liga mithalten können, auch wenn beide Teams nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Es war ein interessantes Spiel, das wir nur etwas früher hätten entscheiden müssen“ so der Kehlener Trainer Martino gegenüber FuPa.

Pratzerthal-Redingen kann in dieser Saison besser Pokal als Liga: noch ohne Zähler in der Meisterschaft, setzte man sich am Sonntag in der „Coupe de Luxembourg“ gegen Ligakonkurrent Hosingen mit 2-0 durch und konnte sich dabei sogar den Luxus erlauben, in der Schlussphase einen Elfmeter zu verschießen. Neben der „Coupe FLF“ ist man damit auch im „großen“ Pokal eine Runde weiter.

Nach nur einer Minute hatte Lopes Lintgen bei Ligarivale Bastendorf in Führung gebracht, dennoch sollte es für den FC Minerva nicht zum ersten Pflichtspielerfolg der Saison reichen. Nach dem Ausgleich kurz vor Schluss ging es beim Stand von 1-1 in die Verlängerung, in der sich die Gastgeber schließlich in Unterzahl (!) behaupten konnten.

„Das Ergebnis viel zu hoch aus"

Nach einem 6:2-Heimsieg im Duell der beiden Aufsteiger, Merl und Beles, sah es im „Stade Prince Jean“ nach 70 Minuten keineswegs aus. Wir haben nachgefragt, was danach los war.

„Beles hatte rotiert und auch wir hatten drei, vier Stammspieler nicht dabei. Beide Teams neutralisierten sich über weite Strecken, wir haben lange unsere Chancen nicht gut ausgespielt. In einem offenen Spiel hatten wir am Ende das nötige Glück auf unserer Seite. Auch wenn wir einige der Tore schön herausspielten, fiel das Ergebnis am Ende zu hoch aus“ erklärte uns der Merler Trainer Benny Reiter.

Enge Kisten

Koerich brachte das favorisierte Lorentzweiler durch einen Last-Minute-Ausgleich ins Wanken, hatte am Ende aber nach Elfmeterschießen dennoch das Nachsehen.

Ehnen lag gegen das zwei Ligen höher eingestufte Mertzig mit zwei Toren Vorsprung in Front, und gab bis kurz nach der Pause das Heft dennoch aus der Hand und schrammte so nur knapp an einer Überraschung vorbei.

Im Duell der Zweitdivisionäre Wintger und Biwer – deren Frauenteams sich am Wochenende übrigens ebenfalls im Pokal gegenüber standen – konnten die Gäste sich durch gleich zwei Tore kurz vor Ende des Spiels in die Verlängerung retten. Doch die liebe Mühe war umsonst, denn nach Elfmeterschießen gewann die Gastgeber dann doch noch.

Beggen (D1) musste als Favorit bei Luna (D2) ebenfalls Überstunden machen. Erst in der Verlängerung und in Überzahl machte man schließlich den Einzug in die nächste Runde klar.

Im Duell zweier Vereine aus der 1.Division konnte sich Cebra bei Berdorf-Consdorf erst im Elfmeterschießen durchsetzen. Nach 90 hatte es 0-0 gestanden, nach 120 Minuten 1-1. Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber dabei einen Elfmeter verschossen, ein Unterfangen, das ihnen ebenfalls im erwähnten Elfmeterschießen unterlief, was schließlich das Aus bedeutete.

Seinen ersten Pflichtspielerfolg ließ sich Norden fast noch abluchsen: nach einer halben Stunden lagen die Gastgeber mit 3-0 in Führung, bis zur 65.‘ kam Kayl-Tetingen aber wieder zurück bis auf 3-3. Joker Dirkes erlöste seine Farben schließlich gut zehn Minuten vor dem Ende (4-3, 79.‘).

Weitere Ergebnisse

Aufrufe: 012.9.2022, 16:40 Uhr
Paul KrierAutor