
Das Viertelfinale des Mecklenburg-Vorpommern-Pokals wurde am heutigen Sonntag abgeschlossen. Dabei setzte sich Regionalligist Greifswalder FC beim Oberligisten TSG Neustrelitz durch.
In dieser Begegnung erlebten die Zuschauer eine beeindruckende Leistungssteigerung der Hausherren, die in eine außergewöhnliche Tor-Gala eines einzelnen Akteurs mündete. Zunächst erwischte der FSV Bentwisch den deutlich besseren Start und ging bereits in der 14. Minute durch Tim Hermann in Führung. Dieser frühe Rückschlag schien den SV Pastow jedoch eher anzustacheln als zu lähmen. Die Mannschaft kämpfte sich leidenschaftlich zurück in die Partie und belohnte sich in der 31. Minute, als Tony-Glen Siegmund einen Foulelfmeter sicher zum Ausgleich verwandelte. Praktisch mit dem Pausenpfiff in der 45. Minute schlug Siegmund erneut zu und drehte die Begegnung noch vor dem Seitenwechsel komplett zugunsten der Heimelf.
Nach dem Wiederanpfiff blieb Pastow am Drücker und baute den Vorsprung in der 54. Minute durch Jan Rudlaff auf 3:1 aus. Was dann folgte, war die endgültige Entscheidung durch einen Mann, der an diesem Tag von der gegnerischen Hintermannschaft kaum zu bändigen war. Tony-Glen Siegmund krönte seine außergewöhnliche Leistung mit zwei weiteren Treffern in der 65. und 78. Minute. Mit insgesamt vier Toren besiegelte er den deutlichen Heimsieg fast im Alleingang und sorgte für hochemotionale Momente auf dem Rasen.
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Die Gäste aus Rostock erwischten einen Start nach Maß und gingen bereits in der 8. Minute durch Andreas Voglsammer in Führung. Neubrandenburg musste in der 30. Minute den zweiten Gegentreffer durch Lukas Wallner hinnehmen. Nach dem Seitenwechsel zeigten die Hausherren eine starke moralische Reaktion und kamen in der 50. Minute durch Daniel Nawotke zum Anschlusstreffer zum 1:2. Die Hoffnung auf eine Wende währte jedoch nur bis zur 66. Minute, als erneut Andreas Voglsammer zur Stelle war und den alten Abstand wieder herstellte.
In der Schlussphase spielte Rostock seine spielerische Überlegenheit konsequent aus und ließ den Gastgebern kaum noch Luft zum Atmen. Maximilian Krauß erhöhte in der 73. Minute auf 1:4, bevor Emil Holten in der 90. Minute den Schlusspunkt zum deutlichen 1:5-Endstand setzte.
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Vor 89 Zuschauern präsentierte sich der FC Anker Wismar in einer äußerst stabilen und treffsicheren Verfassung. Die Gäste suchten konsequent den Weg nach vorne. In der 22. Minute belohnten sie sich erstmals, als Evgeni Pataman einen Foulelfmeter sicher zur Führung verwandelte. Die Fans sahen eine konzentrierte Leistung der Wismarer, die kurz vor der Halbzeitpause in der 42. Minute durch Luis Billep auf 0:2 erhöhten. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel sorgten die Gäste für eine frühe Vorentscheidung und nahmen den Hausherren damit jegliche Hoffnung auf eine späte Wende. Eric Martin markierte in der 53. Minute das 0:3, bevor Evgeni Pataman nur sechzig Sekunden später in der 54. Minute mit seinem zweiten Treffer des Tages den 0:4-Endstand perfekt machte.
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In einem packenden Pokalduell zwischen dem Oberligisten TSG Neustrelitz und dem favorisierten Regionalligisten Greifswalder FC sahen die 811 Zuschauer eine Begegnung, die vor allem durch ihre hochemotionale Verlängerung in die Geschichte dieses Wettbewerbs eingehen wird. Nachdem die reguläre Spielzeit ohne Torerfolg verstrichen war, überschlugen sich die Ereignisse in der Verlängerung förmlich. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Verlängerung brachte Nils Röth in der 105.+4 Minute den Außenseiter aus Neustrelitz mit 1:0 in Führung.
Doch der klassenhöhere Greifswalder FC bewies im zweiten Abschnitt der Verlängerung eine enorme Nervenstärke und drehte die Partie innerhalb weniger Minuten komplett. Zunächst markierte Grace Bokake in der 108. Minute den Ausgleichstreffer, bevor Jean-Luca Beck nur zwei Minuten später in der 110. Minute die Führung für die Gäste erzielte. Diesem Doppelschlag hatte die TSG in der verbleibenden Zeit nichts mehr entgegenzusetzen. Kurz vor dem Ende der Verlängerung sorgte David Vogt in der 119. Minute für die endgültige Entscheidung und stellte den 1:3-Endstand her.
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