
Das Viertelfinale im Mittelrheinpokal hält ein echtes Highlight bereit: Fortuna Köln, Tabellenführer der Regionalliga West, trifft auf den Drittligisten Alemannia Aachen. Während die Fortuna mit sieben Punkten Vorsprung an der Spitze ihrer Liga steht, verschaffte sich die Alemannia am Wochenende mit einem wichtigen Heimsieg beim Top-Team SC Verl weiter Luft im Abstiegskampf – der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt inzwischen acht Punkte.
Die Kölner gehen ausgeruht in die Partie. Nach der kurzfristigen Absage des Regionalligaspiels gegen Fortuna Düsseldorf II hatte das Team von Trainer Matthias Mink am Wochenende spielfrei. Mink ordnete gegenüber Vereinsmedien die Situation nüchtern ein: „Die Spielabsage hat natürlich aufgrund der Berichterstattung rund um die Personalprobleme der Düsseldorfer einen faden Beigeschmack. Aber kein Problem, wir nehmen es wie es ist und konzentrieren uns ab morgen auf das Pokalspiel kommenden Donnerstag.“
Sportlich befindet sich die Fortuna in bestechender Form. Seit dem 17. Spieltag hat das Team jedes Regionalligaspiel gewonnen und reist mit entsprechendem Selbstvertrauen ins Duell mit dem Drittligisten.
Auch die Alemannia geht mit Rückenwind in das Pokalspiel. Seit fünf Pflichtspielen ist die Mannschaft von Cheftrainer Mersad Selimbegovic ungeschlagen, drei Siege und zwei Unentschieden stehen zu Buche. Der Pokal markiert zugleich den Auftakt in ein straffes Programm mit vier Spielen in zehn Tagen.
Selimbegovic deutet auf der Alemannia-Homepage personelle Anpassungen an: „Es kann schon sein, dass wir auf ein paar Positionen tauschen. Man muss bedenken, dass es nach dem Pokalspiel am Sonntag in der Liga direkt weitergeht – und das Spiel gegen Waldhof Mannheim ist zudem mit einer Reise verbunden.“ Eine Ausnahme bildet Faton Ademi, der im Ligaspiel seine fünfte Gelbe Karte sah und am Wochenende gesperrt ist. Im Pokal kann er somit ohne Rücksicht auf die Belastung auflaufen.
Der Aachener Trainer betont das gestiegene Niveau im Kader und verweist auf die Trainingsintensität der vergangenen Wochen sowie den überzeugenden Test gegen den niederländischen Zweitligisten FC Eindhoven. Entsprechend selbstbewusst formuliert er gegenüber Vereinsmedien das Ziel: „Wir haben den Anspruch, eine Runde weiterzukommen.“
Gleichzeitig zollt Selimbegovic dem Gegner Respekt. Die Fortuna stehe zurecht an der Spitze der Regionalliga West, sei offensiv äußerst effizient und verfüge mit Dejan Galjen sowie Hamadi Al-Ghaddioui über Spieler mit höherklassiger Erfahrung. Dennoch sieht der Coach Ansatzpunkte: „Wir wissen, was die Fortuna kann – und das ist einiges. Wir kennen aber auch ihre Schwächen und wollen diese ausnutzen. Ich kann nur davor warnen, auch nur mit einem Prozent weniger anzutreten. Wir müssen mit voller Energie ins Spiel gehen.“
Personell gibt es bei der Alemannia noch Fragezeichen. Ob Gideon Jung und Fotios Pseftis zum Kader gehören, ist offen. Pseftis laboriert noch an den Folgen eines Fouls im letzten Ligaspiel, Jung zog sich im Spielersatztraining einen Schlag zu. Lukas Scepanik wird die Partie verpassen, vieles deutet auf einen Muskelfaserriss hin. Im Tor soll dagegen Manuel Riemann stehen.