
Dieses Mal jedoch mit einer Niederlage zum Leidwesen der Kurstädter Mannschaft, welche sich erst in der letzten Sekunde in die Verlängerung gerettet hatte...
BERICHT von Markus Fromm // Preußen Bad Langensalza
Also unternahm das Team aus der Rosenstadt nach dem Seitenwechsel einen erneuten Versuch, die Führung zu erzielen und das klappte mit einem weiten Freistoß von Schack, der die Kugel aus 35 Metern von der Seitenlinie in den Strafraum brachte. Im Getümmel hatte wohl Aliyev noch den Fuß dran und der Aufsetzer schlug in der langen Ecke ein. Die erneute Führung hatte aber auch nicht lange Bestand, denn Schiedsrichter Götze entschied nach einem beherzten Einsteigen von Pawlak auf Strafstoß. Er klärte den Ball zwar ins Aus, räumte den Gegenspieler aber mit ab und so trat Beese vom Elfmeterpunkt an. Patzer hatte zwar die Finger dran, konnte das 2:2 aber nicht verhindern. Und es kam noch schlimmer für die Preußen. Die Gäste-Elf verlor im Vorwärtsgang den Ball, Ohratal spielte gleich steil auf Nagel, der einen Schlenker machte und den Schlenzer im Tor versenkte. Doch die Preußen gaben nicht auf und wurden von 70 Preußen Fans plus 20 Freunden von Lok Gotha unterstützt und nach vorn getrieben. Schließlich gelang mit der letzten Aktion doch noch der Ausgleich. Zunächst musste aber Linz gleich mehrfach den Ball vor dem leeren Tor retten, als Patzer bereits mit aufgerückt war. Beim letzten Angriff gab es noch einen Freistoß aus 20 Metern zentral vor dem Tor und diesen versenkte Schack gegen seinen Ex-Klub im Netz.
Somit gab es noch 30 Minuten Nachschlag, die Uhr zeigte nun bereits kurz nach 19 Uhr an und die Kraftreserven schienen zu schwinden. Eine Doppelchance von Weißenborn und Schleip brachte nichts ein, dafür trafen die Beiden im Elfmeterschießen gleich als erstes und Preußens Torhüter fischte Ohratals ersten Elfer raus. Bad Langensalzas Team schien also mit einem blauen Auge davon zu kommen, doch dann jagte Harbauer den Ball über das Tor und letzten Endes war Noak der Unglücksrabe, welcher flach auf die rechte Ecke zielte und der Ohrdrufer Keeper genau dorthin hechtete.
Kollektive Ernüchterung folgte bei der Truppe aus der Kur- und Rosenstadt, während die Hausherren den unerwarteten Erfolg natürlich entsprechend feierten.
Fazit: Für die Moral des FSVP war diese Niederlage wenig förderlich für die kommenden Aufgaben. Das frühe Ausscheiden ist zwar kein Weltuntergang, es hatten sich jedoch alle eine Trotzreaktion nach der ersten Niederlage in der Thüringenliga vorgestellt. Der kommende Gegner verlor ebenfalls seine Auftaktpartie und das Pokalspiel in Greiz, von daher zählt es nächstes Wochenende für beide Kontrahenten in Gera-Westvororte.