
Der Bezirksligist bezwingt den Landesligisten TSV Dachau 1865. Ein verschossener Strafstoß sorgte für zusätzliche Spannung im Finale.
Weichs – Der ASV Dachau hat den Sparkassenpokal-Wettbewerb 2025/26 gewonnen. Vor rund 200 Zuschauern siegte der Fußball-Bezirksligist am Dienstagabend in Weichs gegen den Stadtrivalen TSV Dachau 1865 3:2 (1:1). Landesligist Dachau 1865 unterlag knapp, aber nicht unverdient.
Beiden Mannschaften boten sich eine Menge Möglichkeiten, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Doch es blieb bis zum Schluss hochspannend.
Die ASV-Kicker gewannen das Finale aber auch, weil sie den Sieg eben mehr wollten als der Stadtrivale TSV Dachau 1865. Die 65er schienen immer noch ein wenig auf Wolke sieben zu schweben nach dem 8:1-Halbfinal-Fest gegen den FC Pipinsried vor wenigen Tagen. Am Dienstag sind sie sehr unsanft von ihrer Wolke gestoßen worden.
Der favorisierte TSV erspielte sich vor allem im zweiten Abschnitt eine optische Überlegenheit. Aber immer wenn es brenzlig wurde, war noch ein Fuß oder ein Bein eines ASV-Spielers im Weg.

Das 1:0 für den ASV erzielte Sergen Retzep mit einem Freistoß aus 18 Metern in der 27. Minute. Hier half 1865-Keeper Valentin Kriegel allerdings unfreiwillig nach. Lorenz Knöferl glich bald darauf aus, in der 33. Minute traf er per Kopf.
Der ASV ging wieder in Führung. Sergen Retzep schloss einen Konter zum 2:1 ab (58.). Die beste Chance, das Spiel vielleicht schon zu entscheiden, hatte der ASV in der 69. Minute. Sven Kosel holte den ASV-Kollegen Leonardo Di Pasquale im Strafraum von den Füßen, der gut leitende Schiedsrichter Felix Schickinger zeigte folgerichtig auf den Punkt. Doch Cihan Öztürk jagte den Ball Richtung Fränking.
Als Niklas Kiermeier in der 89. Minute das 3:1 erzielte, ebenfalls nach einem Konter, schien das Spiel trotzdem gelaufen zu sein. Doch der TSV wachte noch mal auf, und Berkant Barin markierte in der 92. Minute das 2:3 aus Sicht des Landesligisten. Kurz darauf eine strittige Situation: Lorenz Knöferl wurde in den Augen einiger Zuschauer elfmeterreif gelegt. Doch Schiedsrichter Felix Schickinger, der gut stand, gab keinen Strafstoß.

„Sicherlich haben wir viele Druckphasen der 65er überstehen müssen, haben das aber Gott sei Dank ohne größere Patzer hingekriegt“, sagte ASV-Spielertrainer Matthias Koston nach dem Abpfiff. „Es war von uns eine super geschlossene Mannschaftsleistung, trotz vieler Ausfälle. Aber das macht den Geist des ASV Dachau aus, wir haben gearbeitet und gekämpft bis zum Schluss.“
Dachaus Trainer Christian Doll sprach von einer „verdienten Niederlage“. Man müsse in einem solchen Finale „von Anfang an im Kopf dabei sein und die richtige Einstellung auf den Platz kriegen". Das habe der ASV besser gemacht.