2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Pöhler rettet Backnang binnen vier Minuten: TSG atmet kräftig auf

Im Abstiegskampf der Oberliga siegten die Backnanger in Singen mit 2:1.

von Timo Babic · Gestern, 21:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Nico Schoch

Die TSG Backnang hat auf den Fehlstart nach der Winterpause eine unmittelbare Reaktion gezeigt. Auf das 0:5 (0:1) gegen den Karlsruher SC II im ersten Pflichtspiel folgte nun ein 2:1-Auswärtssieg beim Türkischen SV Singen – ein Ergebnis, das in der Tabelle nicht alles heilt, aber ein wichtiges Zeichen setzt. Entscheidend war ein kurzes, konzentriertes Zeitfenster nach dem Rückstand, in dem Tim Pöhler die Partie mit einem Doppelschlag drehte. Nach 21 Spielen steht Backnang bei 25 Punkten und verschafft sich vor dem kommenden Heimspiel gegen den SSV Reutlingen zumindest wieder Handlungsspielraum.

Fehlstart korrigiert – Ausgangslage nach zwei Spielen
Der zweite Spieltag nach der Winterpause ist für Backnang bereits ein kleiner Wendepunkt. Der krachende Auftakt mit dem 0:5 (0:1) gegen den Karlsruher SC II hatte eine neue Drucklage erzeugt, weil in der Oberliga Baden-Württemberg zahlreiche Absteiger vorgesehen sind und das Feld im unteren Bereich eng bleibt. Mit dem Erfolg in Singen verhinderte die TSG, dass sich der Saisonstart 2026 zu einer negativen Serie auswächst. In der aktuellen Tabelle liegt Backnang mit 25 Punkten auf Rang 13 – punktgleich im erweiterten Mittelfeld, aber nur mit begrenzter Reserve nach unten. Die zentrale Botschaft dieses Auswärtssiegs lautet deshalb: Die Mannschaft kann reagieren und Spiele drehen, selbst wenn sie zunächst in Rückstand gerät.

Spielverlauf: Rückstand, Doppelschlag, Kontrolle
Vor 130 Zuschauern und unter der Leitung von Schiedsrichter Jürgen Schätzle (Schönwald) begann die entscheidende Phase unmittelbar nach der Pause. Dominik Emminger brachte den Türkischen SV Singen in der 49. Minute mit 1:0 in Führung. Backnang antwortete schnell, und vor allem konsequent: Tim Pöhler glich in der 54. Minute zum 1:1 aus und drehte die Partie vier Minuten später mit seinem zweiten Treffer zum 1:2 (58.). Die Chronologie ist damit ebenso schlicht wie aufschlussreich: Zwischen Rückstand und Führung lagen neun Minuten – der kürzeste Weg zu einem Ergebnis, das in der Tabelle zählt. Dass die TSG nach dem 2:1 keinen weiteren Treffer nachlegte, ändert nichts an der Kernaussage: Der Sieg basierte auf einer klaren Reaktion in einem engen Moment.

Bedeutung für die Tabelle: Punkte, aber keine Entwarnung
Mit dem 2:1 rückt Backnang auf 25 Punkte vor und hält Anschluss an einen breiten Block von Mannschaften, der sich von Platz neun bis dreizehn staffelt. Gleichzeitig bleibt die Gefahrenzone sichtbar: Reutlingen folgt mit 23 Punkten, Normannia Gmünd mit 22, Hollenbach mit 20 – und dahinter stehen Bietigheim-Bissingen (18) sowie Denzlingen (13). In einer Spielklasse, die vermutlich vier Teams direkt verliert, wird jeder Auswärtssieg gegen einen direkten Konkurrenten wertvoller, als es ein einzelner Dreier auf dem Papier zeigt. Der Erfolg in Singen verbessert nicht nur das Punktekonto, sondern auch die Ausgangslage für die kommenden Wochen, weil er das abrupte Gegengewicht zum 0:5 setzt.

Ausblick: Heimspiel gegen Reutlingen als nächste Standortbestimmung
Schon am 22. Spieltag folgt die nächste Aufgabe, wieder mit direktem Tabellenbezug: Am Sonntag (08.03.26, 13.00 Uhr) empfängt Backnang den SSV Reutlingen. Der Abstand beträgt nach dem aktuellen Spieltag zwei Punkte – damit ist die Partie faktisch ein Duell um Position und Luft nach unten. Nach dem Sieg in Singen kommt es darauf an, den Schwung in die Heimspiele zu übertragen und die eigenen Spielphasen so zu steuern, dass nicht erneut ein Bruch wie beim 0:5 entsteht. Das Ergebnis in Singen liefert dafür die einfache Blaupause: Rückschläge schnell korrigieren, Momente nutzen, Spiele über Effizienz entscheiden. Mehr fordert die Tabelle derzeit nicht – aber auch nicht weniger.