2025-12-03T05:51:34.672Z

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Keine Tore gab es im Derby zwischen dem SC Pöcking (l. Clemens Link) und dem TSV Erling (r. Gerardo Dörfler).
Keine Tore gab es im Derby zwischen dem SC Pöcking (l. Clemens Link) und dem TSV Erling (r. Gerardo Dörfler). – Foto: Photographer: Andrea Jaksch

Pöcking und Erling mit Derbyremis ‒ SG Starnberg gewinnt „Willensspiel“

Das Derby zwischen dem SCPP und TSV Erling endete mit einem ernüchternden 0:0. Die SG Söcking/Starnberg darf über einen knappen Sieg jubeln.

SC Pöcking-P. – TSV Erling-Andechs ⇥0:0

Der SC Pöcking-Possenhofen und der TSV Erling-Andechs sind beide schlecht in die Saison gestartet und hätten drei Punkte am Samstag dringend nötig gehabt. Das Kellerduell der Kreisklasse 3 endete jedoch ohne Tore und ohne Sieger. Hinterher waren sich beide Trainer weitgehend einig über die Bewertung der Partie. Das Derby in Pöcking sei definitiv ein Remis der schwächeren Sorte gewesen, das keinen so richtig weiterbringe. „Als Zuschauer sah es wahrscheinlich eher aus wie ein schlechtes B-Klassen-Spiel. Man hat gesehen, dass beide Mannschaften zurecht unten drinstehen“, sagte Erlings Spielertrainer Kevin Enzi. Auch der Trainer der Gastgeber, Daniel Flath, räumte ein: „Es war ein sehr chancenarmes Spiel.“ In der ersten Halbzeit waren die Gäste noch einen Tick gefährlicher, nach Standardsituationen klärten die Pöckinger zweimal in höchster Not. Im zweiten Durchgang verflachte die Partie dann zusehends. „Clemens Link hat zwar gespielt, ist aber noch angeschlagen. Das merkt man uns offensiv dann schon an“, sagte Flath. Immerhin defensiv sei die Partie aber ein Schritt nach vorne gewesen

Mit sechs Punkten aus neun Spielen bleibt der SCPP auf einem Abstiegsplatz. „Es sind immer wieder zu viele Spieler nicht da, wir haben jetzt schon 30 Leute eingesetzt“, lautet eine Erklärung des Pöckinger Übungsleiters für die bisher schwachen Ergebnisse. Schon bei der 0:3-Niederlage gegen den ESV Penzberg und auch nun im Derby hätten jedoch die Einstellung und der Zusammenhalt gestimmt. Dennoch weiß er: „Wir brauchen jetzt einfach Punkte.“ Sein Gegenüber Enzi hat vor allem für die Leistungsschwankungen seines Teams (zehn Punkte aus elf Spielen) bisher keine Erklärung gefunden. „Wir haben gegen stärkere Mannschaften gezeigt, dass wir es können, aber wir bringen die Konstanz nicht Woche für Woche rein. Woran das liegt, gilt es noch herauszufinden.“

TSV Benediktbeuern – SG Starnberg/Söcking⇥2:3 (1:2) Tore: 0:1 Markovic (16.), 1:1 Poelt (17.), 1:2, 1:3 V. Nitsch (34., 59.), 2:3 Guggemos (90.+2)

Als „reines Willensspiel“ bezeichnete SGSS-Co-Trainer Sascha Grießhammer das Duell in Benediktbeuern am Samstag. Auf schwierigem Geläuf blieben die Starnberger bis zum Schluss standhaft und entführten drei Punkte. Damit hat der Aufsteiger fünf der letzten sechs Begegnungen gewonnen und steuert tabellarisch langsam in sichere Fahrwasser. „Vor allem die jungen Spieler arbeiten sich aktuell immer besser rein“, lobt Grießhammer. Maurice Markovic brachte die SG nach einer Viertelstunde in Führung, Benediktbeuern glich jedoch im direkten Gegenzug per Distanzschuss aus – ein probates Mittel der Hausherren. „Der Platz ist für technisch starke Mannschaften wie uns schwer bespielbar. Dazu ist er sehr klein, gefühlt bist du hinter der Mittellinie sofort in Schussposition“, berichtete der Co-Trainer. Vincent Nitsch brachte die Elf von Chefcoach Radek Biernat dennoch per Doppelpack auf die Siegerstraße. Der 19-Jährige hatte bereits in der Vorwoche das goldene Tor erzielt. Grießhammer: „Wir wissen, was wir an ihm haben. Endlich macht er auch die Tore.“ Benediktbeuerns Anschlusstreffer in der Nachspielzeit kam zu spät.

SV Uffing – TSV Feldafing⇥7:2 (1:0) Tore: 1:0 Winkler (40.), 2:0 Müller (48.), 2:1 Jakob (56.), 3:1 Rathgeb (62.), 4:1 Hofmann (63.), 5:1 Müller (69.), 5:2 Dreesen (78.), 6:2 Reising (79.), 7:2 Müller (85.)

Wo ist nur die defensive Stabilität hin, für die die Kreisklassen-Fußballer des TSV Feldafing in den vergangenen Spielzeiten noch gefürchtet waren? „Wir bekommen derzeit viel zu viele leichte Gegentore“, konstatierte TSV-Coach Jürgen Mergner nach der Klatsche in Uffing. Feldspieler Adrijan Limoni, der diesmal das Tor hüten musste, war dabei noch die wenigste Schuld anzulasten. Bis zur 40. Minute konnten die Gäste noch mit Glück die Null halten. „Am Ende hat der Gegner auch in der Höhe verdient gewonnen“, bekannte Mergner. Sein Team hatte am Staffelsee nur eine kurze gute Phase rund um den Anschlusstreffer von Constantin Jakob (56.). „So wird es schwer werden, die Liga zu halten“, sprach Mergner nach der derben Abfuhr in Uffing Klartext.

SF Bichl – FSV Höhenrain⇥1:1 (0:0) Tore: 1:0 Deiser (52.), 1:1 K. Mühr (60.) – Zeitstrafe: Lutz/FSV (88., Foulspiel) – Rote Karte: Schwingen/Bichl (30., Notbremse)

„In der Vorwoche war es ein gutes Unentschieden für uns, diesmal ein schlechtes“, bewertete Christian Feirer, der den verhinderten Trainer Christian Sedlmeier auf der Höhenrainer Bank vertrat, das Remis in Bichl. Selbst die lange Überzahl nach einer harten Roten Karte gegen die Sportfreunde nutzte dem FSV nichts. „Hat uns irgendwie gar nicht gutgetan“, bedauerte Feirer. Die Gäste gerieten beim Abstiegskonkurrenten sogar in Rückstand (52.). Immerhin konnte Kilian Mühr nur acht Minuten später per Kopf ausgleichen. Großchancen boten sich auf beiden Seiten erst in der Schlussphase, wobei die Hausherren die ersten Hochkaräter verbuchten. „Daher war es auch ein verdientes Unentschieden“, resümierte Feirer. Für sein Team war es zwar die bereits sechste Partie in Folge ohne Niederlage. „Mit Unentschieden kommen wir aber nicht da hinten raus“, so Feirer.

Aufrufe: 013.10.2025, 07:28 Uhr
Tobias EmplAutor