
Sascha Balcerowski übernimmt zur neuen Spielzeit das Amt des Cheftrainers beim Thüringenligisten. Der 34-jährige Sportwissenschaftler kommt vom FC Union Erfurt, wo er in den vergangenen sieben Jahren an der Seitenlinie stand und unter anderem 2023 den Aufstieg in die Landesklasse feiern konnte.
Nick Walter - Sportlicher Leiter beim FC An der Fahner Höhe - beschreibt den neuen Mann an der Seitenlinie als „absolut ehrgeizigen, leidenschaftlichen und talentierten Trainer“, der „in seiner Trainerlaufbahn den nächsten Schritt machen möchte und muss“. In den Gesprächen habe man „recht schnell gemerkt, dass die Chemie stimmt und dass unser Weg, junge Spieler aus der Region zu integrieren und eine Top-Adresse im Erfurter Umland zu bleiben, perfekt zu ihm und seinen Vorstellungen passt“. Besonders erfreut zeigt sich der Verein darüber, dass sich Balcerowski trotz anderer Optionen für den FCFH entschieden hat. „Dass er sich trotz Anfragen aus der Thüringenliga für uns entschieden hat, stimmt uns absolut optimistisch und lässt uns zuversichtlich auf die neue Saison blicken“, so Walter.
Für Balcerowski selbst kam die Anfrage überraschend. „Eigentlich war ich mit Union schon in den Planungen für die neue Saison und habe für mich erst zur übernächsten Saison mit den Gedanken eines Tapetenwechsels gespielt“, erklärt der 34-Jährige. „Und dann hat ganz plötzlich Fahner Höhe angerufen und mir den Trainer-Posten bereits ein Jahr früher angeboten.“
Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen: „Ich habe es mir nicht leicht gemacht, weil ich bei Union eine tolle und ereignisreiche Zeit hatte und Union auch meine erste Station als Cheftrainer war. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Ausschlaggebend seien letztlich die Gespräche mit den Verantwortlichen des FCFH gewesen: „Ich hatte nach den Gesprächen mit Nick das Gefühl, dass ich das unbedingt machen möchte.“
Bevor Balcerowski im Sommer seine neue Aufgabe übernimmt, hat er mit Union Erfurt noch ein klares Ziel vor Augen: „Die Vorfreude auf den FCFH ist riesig und wenn es richtig gut läuft, kann ich mich bei Union sogar noch als Meister verabschieden."
Der FC An der Fahner Höhe sorgt damit frühzeitig für Klarheit auf der Trainerposition, nachdem der Verein erst Ende April den Abschied von Dimo Raffel zum Saisonende verkündet hatte. Mit der nun gefundenen Nachfolgelösung steht bereits wieder Planungssicherheit in der Gemeinde Dachwig-Döllstedt-Gräfentonna.

Dimo Raffel erklärte seinen Abschied gegenüber FuPa Thüringen wie folgt: „Mit der erfreulichen Nachricht, dass ich Papa eines Kindes werde, ereilten mich vermehrt Gedanken, wie die erste Zeit als kleine Familie sein soll. Schlussendlich werde ich in dieser neuen Phase des Lebens nicht die nötige Zeit, den Fokus und die Energie aufbringen können, um eine junge ambitionierte Mannschaft führen und entwickeln zu können. Ein Trainer muss etwas vorleben, die erwartbaren Fehlzeiten sind kein Garant für eine gute Trainerarbeit. So kam ich zu dem Entschluss, eine Elternzeit einzulegen, auch wenn es ein weinendes Auge hinterlässt. Das lachende Auge ist die neue wertvolle Zeit als Familie, das (Wieder-)Schnüren der Schuhe bei den alten Herren und das Durchatmen nach einer langen intensiven Fußballzeit. Darauf freue ich mich, auch wenn der Weg zurück irgendwann auch vorstellbar ist.“