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Ligabericht

Plötzlich Aufstiegskandidat

Mannheimer Kreisligen +++ Lützelsachsen legt einen goldenen Herbst hin +++ Leutershausens Neustart überrascht positiv +++ Ladenburg im Abstiegskampf und Schriesheim jenseits von Gut und Böse

von red. · 26.12.2025, 12:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Marcel Eichholz

So ein Schlussspurt hinterlässt Eindruck. Die TSG Lützelsachsen geht mit sieben Siegen in Serie in die Winterpause. Dagegen hat der FV 03 Ladenburg schwer zu kämpfen. Der FV Leutershausen hat sich nach dem Zwangsabstieg gefangen. Für den SV Schriesheim ist schon jetzt eine weitere A-Klassen-Saison gesichert.

Mit Volldampf in die Pause

Trotz sieben Siegen in Serie zum Jahresabschluss ist Rick Hutter nicht unglücklich über den Beginn der Winterpause gewesen. "Irgendwann reißt doch jede Serie und deshalb sind wir glücklich unseren Lauf bis zum Ende durchgezogen zu haben", sagte der Trainer der TSG Lützlelsachsen vor dem letzten Spiel des Jahres gegen den FV Fortuna Heddesheim II, in dem seine Mannschaft die Gunst der Stunde zu einem 4:3-Erfolg nutzte.

Das Zwischenergebnis bedeutet Rang zwei mit zwei Zählern Rückstand zum Spitzenreiter SC Käfertal und sechs Punkten Vorsprung auf den Dritten. Zumindest die Aufstiegsrelegation liegt also zum Greifen nah. So schnell will Hutter aber nichts von der Landesliga hören. "Wenn wir nach den ersten sechs, sieben Spielen im neuen Jahr immer noch so dastehen, können wir über mehr reden", sagte er weiter.

Für Hutter wäre ein Aufstieg bereits der zweite als verantwortlicher TSG-Trainer. Nachdem er 2019 noch in der Aufstiegsrelegation mit Lützelsachsen scheiterte, folgte 2020 die Kreisliga-Meisterschaft.

Ladenburgs Motor stockt

Weniger als halb so viele Zähler hat der FV Ladenburg auf dem Konto. Beim Vorjahresfünften ist der Wurm drin. Dabei schien es nach drei Siegen in Serie Anfang November endlich besser zu laufen und der Weg Richtung gesichertes Kreisliga-Mittelfeld schien bereitet. Es folgte jedoch eine unglückliche 2:3-Niederlage gegen den Primus aus Käfertal und daraufhin drei weitere Pleiten.

"Ich glaube, dass man diese Runde 40 Punkte für den Klassenerhalt holen muss", meint FV-Trainer Markus Bonset. Somit hat er mit seiner Mannschaft einiges vor, wenn es Anfang März weitergeht. Laut seiner Rechnung müssen aus 14 Parten 23 Punkte her – das wird sportlich.

Bedenken schnell beiseitegeräumt

Kaum eine Mannschaft aus den Mannheimer Fußballligen ist im Sommer schwieriger einzuschätzen gewesen als der FV Leutershausen. Nach sieben Jahren in der Kreisliga brach die Mannschaft nahezu komplett auseinander, was die Verantwortlichen dazu veranlasste, freiwillig in die Kreisklasse A2 abzusteigen.

Unter den Neu-Trainern Dominik Sättele und Max Stephan hat sich der neu zusammengewürfelte rasch gefunden und kontinuierlich gepunktet. Etwaige Abstiegssorgen, die nach so einem Umbruch nicht ungewöhnlich wären, gibt es längst nicht mehr an der Bergstraße. "Diese Sorge ist gebannt, unser Blick richtet sich viel eher nach oben", sagte Sättele. Als Sechster überwintert Leutershausen im Verfolgerfeld.

Endlich mal ohne Sorgen

"Das ist mir aktuell gar nicht so präsent", sagte Enrique Cazorla angesprochen auf die in den vergangenen Jahren teils nervenaufreibenden Saisonverläufe mit Abstiegssorgen. Davon ist der SV Schriesheim als Neunter mit einem beachtlichen Vorsprung auf die Abstiegsränge diese Runde sehr weit entfernt. Der Trainer sagte deshalb auch: "Wir haben andere Ziele."

Und das Potenzial für mehr scheint gegeben. "Eine Vorrunde mit derart vielen personellen Ausfällen habe ich noch nie erlebt", verriet Cazorla, der sich dementsprechend mehr erhofft für seine zweite Halbserie in "Schriese", nachdem er die Mannschaft erst im Sommer übernommen hat.