2026-05-06T12:44:31.715Z

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Plauen jagt den Primus, Heiligenstadt kämpft um den Klassenverbleib

NOFV-Oberliga Süd: Die Übersicht auf den 28. Spieltag.

von red · Heute, 17:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Laura Bornemann

Am drittletzten, dem 28. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd, liegt über dieser Liga eine eigentümliche Mischung aus Hoffnung, Druck und letzter Entschlossenheit. RSV Eintracht 1949 geht mit fünf Punkten Vorsprung als Tabellenführer in die letzten drei Spiele und steht dicht vor dem Aufstieg in die Regionalliga. Dahinter lauert vor allem VFC Plauen, das im direkten Duell beim Spitzenreiter noch einmal alles aufreißen will. Im Keller ist die Lage brutal klar: Für 1. SC 1911 Heiligenstadt zählt fast nur noch ein Sieg, wenn die Chance auf den Klassenerhalt überhaupt noch atmen soll. Es ist ein Spieltag, der keine Schonfrist mehr kennt.

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VfB Auerbach 1906 hat mit dem 1:3 in Plauen einen spürbaren Rückschlag erlitten. Mit 47 Punkten steht die Mannschaft zwar weiter im oberen Drittel, doch im Rennen um die besten Plätze darf sie sich keinen weiteren schwachen Abend erlauben. Vor eigenem Publikum bietet sich nun die Chance, ein Zeichen der Stabilität zu setzen und die Saison wieder in ruhigere Bahnen zu lenken.

FC Einheit Rudolstadt reist dagegen mit Rückenwind an. Das 1:0 gegen VfB Germania Halberstadt war ein harter, wertvoller Sieg, der die Mannschaft auf 31 Punkte brachte. Noch ist die Lage nicht völlig entspannt, aber sie ist deutlich freundlicher als vor wenigen Wochen. Für Rudolstadt wäre ein weiterer Punktgewinn in Auerbach ein großer Schritt, für die Gastgeber ein Heimspiel mit spürbarer Pflicht.

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Mehr Endspiel geht in dieser Liga kaum. RSV Eintracht 1949 führt die Tabelle mit 61 Punkten an, verlor aber zuletzt 0:1 in Krieschow. Der Vorsprung ist noch da, doch die Niederlage hat den sicheren Ton der vergangenen Wochen leicht erschüttert. Jetzt kommt ausgerechnet der direkte Verfolger. VFC Plauen hat beim 3:1 gegen Auerbach eindrucksvoll geliefert und den Abstand auf fünf Punkte verkürzt.

Dieses direkte Duell trägt die ganze elektrische Spannung des Saisonfinales in sich. Gewinnt RSV Eintracht, ist der Aufstieg plötzlich zum Greifen nah. Gewinnt Plauen, dann bekommt der Titelkampf für die letzten beiden Spieltage ein beinahe dramatisches Flackern. Beide Mannschaften haben genug Qualität, genug Wucht und nun auch genug Druck. Genau deshalb dürfte dieses Spiel das Herzstück des Wochenendes werden.

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Für FC Grimma ist die Lage ernst. Die 0:1-Niederlage in Sandersdorf ließ die Mannschaft bei 22 Punkten auf Rang 15 zurück. Damit bleibt der Druck im Tabellenkeller groß, jeder weitere Spieltag ohne Sieg frisst Hoffnung. Gerade zu Hause wird Grimma deshalb alles in dieses Spiel legen müssen, um die Angst vor dem Absturz nicht noch größer werden zu lassen.

VfB 1921 Krieschow kommt mit 39 Punkten deutlich komfortabler daher und hat in den zuletzt angegebenen Ergebnissen sogar dem Tabellenführer RSV Eintracht 1949 ein 1:0 abgerungen. Auch das 1:1 gegen Sandersdorf zeigt, dass diese Mannschaft schwer zu schlagen ist. Für Krieschow geht es um ein starkes Finish im gesicherten Mittelfeld, für Grimma um weit mehr: um Luft, Glauben und den Versuch, das Schicksal noch einmal zu drehen.

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Bischofswerdaer FV 08 hat beim 1:2 in Wernigerode einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen und steckt mit 24 Punkten weiter tief in einer unruhigen Zone fest. Vor eigenem Publikum zählt deshalb beinahe jeder Ballkontakt doppelt. Ein Sieg könnte die Lage sofort entspannen, eine weitere Niederlage würde den Druck in den letzten beiden Spieltagen massiv erhöhen.

SG Union Sandersdorf kommt mit 30 Punkten aus einer etwas besseren Position, aber auch nicht mit wirklicher Sicherheit. Das 1:0 gegen Grimma und das 1:1 in Krieschow zeigen, dass diese Mannschaft in engen Spielen bestehen kann. Genau deshalb wird dieser Nachmittag so unangenehm für beide Seiten. Bischofswerda braucht Befreiung, Sandersdorf will Abstand. Viel enger, viel nervöser, viel schwerer lässt sich Abstiegskampf kaum verdichten.

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Für 1. SC 1911 Heiligenstadt gibt es kaum noch Auswege. Nach dem 2:3 gegen FSV Budissa Bautzen steht der Aufsteiger weiter bei 16 Punkten und damit tief am Tabellenende. Die Rechnung ist schlicht und brutal: Ohne Sieg droht die Hoffnung endgültig zu verdunsten. Genau deshalb reist Heiligenstadt mit maximalem Druck nach Glauchau.

Die Gastgeber haben sich mit dem 3:0 gegen Lok Stendal auf 36 Punkte verbessert und stehen damit auf Rang neun. VfB Empor Glauchau darf also deutlich ruhiger auf diese Partie blicken, wird den Gegner aber gerade deshalb nicht unterschätzen wollen. Für Heiligenstadt ist es ein Spiel mit letzter Dringlichkeit, für Glauchau die Chance, die eigene starke Phase zu bestätigen. Es ist die klassische Konstellation eines Saisonendspurts: Hier trifft Stabilität auf nackte Verzweiflung.

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VfL Halle 1896 hat mit dem 2:1 in Freital einen Sieg von hohem Wert geholt und sich auf 43 Punkte geschoben. Die Mannschaft hat damit ihren Platz im oberen Mittelfeld gefestigt und darf auf ein starkes Saisonfinale hoffen. Vor eigenem Publikum geht es nun darum, diese Energie mitzunehmen und die gute Ausgangslage weiter zu vergolden.

FSV Budissa Bautzen hat in den jüngsten angegebenen Ergebnissen ebenfalls überzeugt: das 1:1 in Stendal und vor allem das 3:2 in Heiligenstadt haben das Konto auf 41 Punkte wachsen lassen. Bautzen wirkt in dieser Phase stabil, zäh und unangenehm. Genau deshalb verspricht diese Partie Substanz. Hier treffen nicht zwei Teams aus dem grellen Rampenlicht aufeinander, sondern zwei Mannschaften, die in den vergangenen Wochen gezeigt haben, wie widerstandsfähig sie sein können.

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VfB Germania Halberstadt hat beim 0:1 in Rudolstadt einen schmerzhaften Rückschlag hinnehmen müssen und steht nun mit 47 Punkten im oberen Verfolgerfeld. Noch ist vieles ordentlich, aber die Mannschaft darf sich kein weiteres Abgleiten leisten, wenn sie eine starke Schlussplatzierung sichern will. Gerade das Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten trägt deshalb besonderes Gewicht.

SC Freital verlor 1:2 gegen VfL Halle 1896 und hat damit im Rennen ganz oben an Boden verloren. Mit 53 Punkten bleibt die Mannschaft Dritter, doch nach vorne ist der Abstand nun größer. Umso wichtiger ist ein überzeugender Auftritt in Halberstadt. Für die Gäste geht es darum, die letzten mathematischen Hoffnungen oben nicht völlig versanden zu lassen, für die Gastgeber um die Rückkehr zu Stabilität. Es ist ein Spiel voller Schwere und Qualität.

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Für 1. FC Lok Stendal wird die Zeit knapp. Mit 24 Punkten steht die Mannschaft auf Rang 13 und damit gefährlich nahe an einer Zone, in der jedes Wochenende zur Prüfung wird. Das 1:1 gegen Bautzen und die 0:3-Niederlage in Glauchau zeigen, wie schwankend die Lage derzeit ist. Vor eigenem Publikum braucht Lok Stendal deshalb dringend ein Resultat, das Ruhe bringt.

FC Einheit Wernigerode hat mit dem 2:1 gegen Bischofswerdaer FV 08 ein wichtiges Erfolgserlebnis geholt und steht nun bei 32 Punkten. Die Gäste reisen also mit dem deutlich besseren Gefühl an. Doch auch für Wernigerode ist noch nichts völlig weich und bequem. Es ist ein Spiel, in dem beide Mannschaften Punkte eher brauchen als schönreden können. Genau das verspricht Kampf, Anspannung und wenig Leerlauf.

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