2026-03-09T15:40:23.061Z

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Plattling: Brandl schwer verletzt - Niedermayer nur mehr sporadisch da

Die Isarstädter haben personelle Hiobsbotschaften zu verkraften und werden sich gehörig strecken müssen, um in der Bezirksliga West in der Endabrechnung über dem ominösen Strich zu stehen

von Thomas Seidl · Heute, 15:10 Uhr · 0 Leser
Auf die Dienste von Sebastian Niedermayer kann die SpVgg Plattling nur mehr stark eingeschränkt zurückgreifen
Auf die Dienste von Sebastian Niedermayer kann die SpVgg Plattling nur mehr stark eingeschränkt zurückgreifen – Foto: Harry Rindler

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In eineinhalb Wochen geht es für die Spvgg Plattling in der Bezirksliga West wieder in die Vollen. Das Auswärtsspiel beim derzeit acht Punkte schlechter gestellten Neuling TV Geisenhausen hat für die Kicker von der Rennbahn gleich eine enorm hohe Bedeutung. Mit einem Auswärtsdreier können die Isarstädter nämlich einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

Allerdings ist die Lage beim Traditionsverein derzeit nicht unbedingt rosig. Flügelflitzer Maximilian Brandl hat sich beim Vorbereitungsmatch in Hutthurm schwer am Knie verletzt. Vermutlich ist das Kreuzband gerissen. Ex-Regionalligakicker Sebastian Niedermayer hat sich im vergangenen Herbst beruflich verändert und steht deshalb nur mehr sehr sporadisch zur Verfügung. Niedermayer hat acht Saisontreffer auf seinem Konto stehen, Brandl drei. Mit 21 Einschüssen hat der Aufsteiger ohnehin die drittschwächste Offensivabteilung der West-Staffel. Zu allem Überfluss plagt sich Kreativmann Jan Karabas mit diversen Wehwehchen herum. Winter-Neuzugang Dominik Dedaj - der ehemalige Junioren-Bundesligaspieler ist vom FC Dingolfing gekommen - befindet sich erst im Aufbautraining. Ob und wann der 21-Jährige in der Frühjahrsrunde eine Option sein wird, ist ungewiss.


"Das sind sicherlich keine optimalen Voraussetzungen. Die Verletzung von Maxi ist eine Hiobsbotschaft. Sebi hat noch kein einziges Vorbereitungsspiel mitgemacht, war bisher einmal im Training. Vielleicht steht er uns noch das eine oder andere Mal als Joker zur Verfügung, mehr wird wohl nicht mehr möglich sein“, meint Spielertrainer Tobias Eckl. Zumindest Routinier Karabas wird im Normalfall die Intensität wieder erhöhen können und auch Moritz Rem, der fünf Jahre lang beim TSV 1860 München ausgebildet wurde, hat seine Knieverletzung auskuriert und kann künftig mehr mit dem Team trainieren.

Die beiden Plattlinger Coaches Tobias Eckl (li.) und Johannes Wittenzellner müssen sich etwas einfallen lassen, damit ihre Schützlinge mehr offensive Durchschlagskraft entwickeln
Die beiden Plattlinger Coaches Tobias Eckl (li.) und Johannes Wittenzellner müssen sich etwas einfallen lassen, damit ihre Schützlinge mehr offensive Durchschlagskraft entwickeln – Foto: Alexander Ferazin


"Moritz ist ein Spieler, der Top-Anlagen mitbringt und unsere Mannschaft besser macht. Wir hoffen, dass er das in der Restsaison unter Beweis stellen kann“, sagt Eckl, der aber nicht blauäugig an die Mission Klassenerhalt herangeht: "Wir haben uns ein Polster von fünf Punkten erarbeitet - das ist eine ordentliche Ausgangsposition. Allerdings hatten wir bisher schon Probleme mit dem Toreschießen und das wird durch die personellen Geschichten nicht einfacher. Wir werden uns jeden Zähler hart erarbeiten müssen. Wichtig wäre es, in Geisenhausen mit einem Erfolgserlebnis zu starten.Es wird aber womöglich bis zum Schluss gegen den Abstieg gehen.“


Prunkstück der Spielvereinigung ist die Defensive, denn im Plattlinger Kasten hat es erst 28-mal geklingelt. Das bedeutet den viertbesten Wert aller Teams. "Gut zu verteidigen, wird die Basis für den Klassenerhalt sein“, weiß Eckl, dessen Team am vergangenen Wochenende richtig rund gespielt wurde. Beim Kreisliga-Primus SpVgg Osterhofen kassierte man eine 0:3-Pleite. "Wir waren gegen diese starke Mannschaft komplett chancenlos“, räumt der 33-Jährige ein. Am Samstag (Anstoß: 15 Uhr) steigt auf heimischen Geläuf die Generalprobe gegen den FC Künzing.