
Der SV Planegg-Krailling verteidigte den zweiten Platz der Bezirksliga Süd. Ein aberkanntes Tor und ein Rückstand machten es dramatisch.
Gewackelt, aber nicht gefallen: Die Bezirksliga-Fußballer des SV Planegg-Krailling verteidigten am Samstag ihren zweiten Platz durch einen mühsamen 2:1 (0:0)-Heimerfolg über Aufsteiger SV Ohlstadt. Mitte der zweiten Halbzeit sah es aber gar nicht gut aus für den SV Planegg-Krailling. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Fußballer aus dem Würmtal nicht einmal unverdient im Rückstand, zu allem Überfluss zählte der Ausgleich durch Leonardos Lajqis Kopfball nicht. Der ansonsten gute Schiedsrichter hatte auf Freistoß für Planegg entschieden und den Vorteil für die Hausherren damit weggepfiffen. Eine Sekunde, bevor der Ball im Netz zappelte. „Sehr unglücklich“, urteilte Co-Trainer Martin Bauer. Doch die Hausherren verfielen nicht in Panik und drehten die Partie mit zwei Treffern zum 2:1-Sieg doch noch. „Das spricht für die Mannschaft“, lobte Bauer, der selbst entscheidenden Anteil am Erfolg hatte.
Doch der Reihe nach: In der ersten Halbzeit hatten sich die klar favorisierten Gastgeber auf ihrem engen, unebenen Platz gegen clever spielende Ohlstadter sehr schwergetan. Kurz vor der Pause wären die Gäste sogar beinahe in Führung gegangen, doch der wiedergenesene SVP-Keeper Marijan Krasnic war im direkten Duell mit Luis Steffl Sieger geblieben. Das zweite Aufeinandertreffen hatte Steffl dann für sich entschieden. Wieder waren die Planegger bei einem Gegenstoß des SVO unaufmerksam gewesen. „Irgendwie war das aber ein Weckruf für uns“, urteilte Bauer.
Die Gastgeber entwickelten plötzlich mehr Druck. Bauer bediente Torjäger Aleksandar Demonjic, der eiskalt vollstreckte (67.). Zehn Minuten später kam es noch besser. Bei einer Freistoßflanke wurde Bauer von SVO-Torwart Jonas Fuhrmann umgerannt. Der Ball rutschte durch zu Ante Kraljevic, der diesen über die Linie bugsierte. „Hätte sonst Elfmeter gegeben, wie mir der Schiedsrichter bestätigt hat“, sagte Bauer, der kurz danach nach einem heftigen Zusammenprall erneut zu Boden ging. Während sein Gegenspieler verletzt vom Feld humpelte, überstand der Co-Trainer das Ganze jedoch weitestgehend folgenlos.
Ohne negative Folgen blieb auch der letzte Schreckmoment für die Hausherren. Maximilian Schwinghammer scheiterte nach einem Konter frei vor Krasnic, der durch seine Parade zum Matchwinner für die zitternden Planegger wurde. „Es ist schon wichtig für uns, dass er wieder da ist“, so Bauer. Vermisst wurde dagegen Valentino Gavric. Der Torjäger hatte sich kurzfristig für die Begegnung abgemeldet. Bauer. „Er wird auch nächste Woche fehlen.“