
Am Sonntag treffen SV Planegg-Krailling und SV Polling aufeinander – beide hoffen auf wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenplätze.
Polling – Vielleicht hat Aleksandar Demonjic endlich für länger eine Bleibe gefunden. Sechs Stationen verzeichnete der Stürmer allein in den vergangenen fünf Jahren bei Vereinen wie den ASK Loosdorf, Rudar Prijedor, Simm-Bau, Vorwärts Steyr, FK Alfa Modrica oder Leiben. Nachdem er weder in seiner bosnischen Heimat noch in Österreich so richtig sesshaft wurde, scheint er beim SV Planegg-Krailling sein Glück gefunden zu haben. Seit 16 Monaten kickt er für den Bezirksligisten und macht das überaus erfolgreich. 14 Treffer stehen in dieser Saison bereits für den Handlungsreisenden in Sachen „Fußball“ zu Buche.
Benedikt Veicht ist erst 25 Jahre alt und hat in den vergangenen Jahren nur für zwei Vereine gespielt. Für den TSV Benediktbeuern und den SV Polling. Beide Klubs dürften in Bosnien-Herzegowina oder in Österreich genauso bekannt sein wie hierzulande Modrica, Loosdorf oder Prijedor. Aber Veicht ist im Klosterdorf dieselbe Nummer wie Demonjic an der Würm. Er schießt die meisten Tore für seine Mannschaft, auch wenn es in dieser Saison erst fünf waren.
Am Sonntag (14.30 Uhr) kommt es in Planegg zum Duell der zwei ungleichen Torjäger. Der Sportverein aus dem Würmtal steht in der Bezirksliga Süd auf dem zweiten Tabellenplatz und verfügt über die mit Abstand gefährlichste Offensive. Der Sportverein aus dem Pfaffenwinkel ist Zwölfter und hat nicht einmal halb so viele Tore geschossen und Punkte erstritten wie der Aufstiegsaspirant.
Vom Größenunterschied der Konkurrenten kündet allein das Ergebnis aus dem Hinspiel, das Planegg am Ende mit 6:2 für sich entschied. Allerdings stand es nach der ersten Hälfte noch 1:1. Was Polling damals fehlte, war die Cleverness, sich in bestimmten Situationen nicht locken zu lassen. So naiv sind die Pollinger inzwischen nicht mehr.
Seit Mitte September geht es aufwärts. Nur vier Punkte trennen die Kicker von Trainer Maximilian Jochner noch vom Mittelfeld. In Raisting nahmen sie zuletzt ein 0:0 mit, zuvor schlugen sie Waldeck mit 4:1, was schon etwas bedeuten will. Denn auswärts sind die Münchner eine Macht. Nur Planegg hat auf des Gegners Platz mehr Punkte gesammelt.
Doch die Revanche zwischen Planegg und Polling steigt an der Hofmarkstraße, was kein gutes Omen für den Tabellenzweiten ist. Denn im eigenen Wohnzimmer fühlen sich die Planegger nicht ganz so wohl wie in der Fremde. In der Heimtabelle sind sie nur Sechster. Darüber hinaus stockt auf dem eigenen Grün bisweilen die Torproduktion. Auswärts ist die Mannschaft jedenfalls doppelt so produktiv. Statistisch gesehen brauchen die Pollinger sich deshalb nicht vor einem erneuten Six-Pack zu fürchten. Mehr als vier Tore hat Planegg zuhause bisher nicht erzielt. Und Demonjic? Erzielte von seinen insgesamt 14 Treffern zu Hause gerade vier.