
Bereits zwei Tage vor dem offiziellen Auftakt am 1. Februar startet der SC Rhenania Hochdahl in Neuss-Weissenberg in die Rückrunde. Bis dahin sind es kaum noch drei Wochen. „Das ist für alle Klubs ein enges Zeitfenster, was die Vorbereitung angeht. Die aktuelle Situation mit den durch die winterlichen Bedingungen gesperrten Fußballplätzen macht die Sache noch schwieriger“, beschrieb Peter Burek vor wenigen Tagen die Ausgangslage nach dem Wintereinbruch.
Der am Dienstag 49 Jahre jung werdende Chefcoach hatte zu Wochenbeginn wenig Hoffnung, dass der vereinbarte Test am Mittwochabend beim HSV Langenfeld tatsächlich angepfiffen wird. Die Hochdahler mussten demnach, wie andere Vereine auch, in Sachen Trainingsarbeit flexibel sein und improvisieren.
„Wir hatten in der vergangenen Woche drei Laufeinheiten und am Sonntagabend ein Training in der Halle. Dazu absolvieren die Jungs zusätzlich weitere Läufe in eigener Regie. Aber das sind Maßnahmen, die eher zur Überbrückung dienen, bevor es hoffentlich ab Mitte der Woche wieder raus auf den Platz geht“, fasste der Übungsleiter zusammen. Während der Pause über Weihnachten und dem Jahreswechsel ergaben sich im Kader des letztjährigen Aufsteigers einige Korrekturen.
Mohamed El Quitar, in der letzten Saison noch fester Bestandteil des Meisterkaders, in dieser Saison aber ohne jeglichen Einsatz, wechselt zum SC Düsseldorf-West, Othman Allaiti zieht es zum SC Unterbach II und Adrian Naglic in die Kreisliga B zu Hellas Düsseldorf. Fabian Langen und Maximilian Alexy verließen den Verein mit unbekanntem Ziel.
Als externer Zugang wird Hamza El Ouamari gemeldet. Der spielerisch starke, gut ausgebildete Youngster lief, und das noch als A‑Junior, in dieser Saison sechs Mal für den in der Zwischenzeit aus der Landesliga zurückgezogenen TVD Velbert auf. „Mit mehr Spielpraxis kann sich Hamza bei uns fußballerisch noch einmal weiterentwickeln“, sagt der Trainer. Gefühlte Zugänge sind Mohamed Barkammich und Feyzullah Demirkol.
Der erfahrene Barkammich, zuvor beim Landesligisten DV Solingen aktiv, setzte auf der rechten defensiven Außenbahn, auch mit fünf Toren, gleich Akzente. „Bakka“ legte dann aber nach elf Einsätzen aus privaten und beruflichen Gründen eine mit den Trainern abgestimmte Pause ein. Demirkol, im letzten Juni vom SC Unterbach gekommen, pausierte nach dem siebten Spieltag wegen anhaltender Rückenbeschwerden. Jetzt will das Duo wieder Gas geben.
„Da haben wir ganz erfahrene Jungs in der Hinterhand. Sind beide zurück bei hundert Prozent, erhöht das merklich die Qualität im Kader“, freut sich Burek auf die Rückkehrer. Im Gegensatz dazu sind der vergangenen Sommer von TuS Gerresheim gewechselte Irfan Nebi (17 Einsätze), Maik Gaida (16) sowie Torhüter (und Kapitän) Daniel Mazikowski, Tobias Schössler und David Mislovic (alle 15) wahre Dauerbrenner.
Rhenanias Trainer gab dann noch einen kurzen Einblick „hinter die Kulissen“: „Am 6. Januar trafen wir uns mit dem gesamten Staff und den Spielern zu einer umfassenden Aussprache. Es wurde die Hinrunde, auch anhand von Videoausschnitten, mit all ihren positiven, aber auch negativen Facetten analysiert und aufgearbeitet. Wir haben festgestellt, dass es in puncto Taktik, Einstellung und in der Chancenverwertung noch manches zu verbessern gilt. Aber irgendwo ist das kein Wunder. Schließlich haben wir, im Vergleich zu unserer Konkurrenz, einiges an Nachholbedarf. 30 Jahre nur in den Kreisligen A sind nicht von heute auf morgen zu kompensieren. Da müssen und werden wir einiges aufholen. Andererseits haben wir, auch das ist Fakt, nach einer ersten Analyse Mitte Oktober in den letzten Wochen schon eine Menge verbessert. Von daher sind wir auf einem sehr guten Weg.“
Was die Zielsetzung für die Rückrunde angeht, lässt der Coach keinen Zweifel: „Oberste Priorität hat natürlich der Klassenerhalt. Den wollen wir nach Möglichkeit schon früh klar machen, um auch im Hinblick auf die nächste Saison Planungssicherheit zu haben.“