
Nach eineinhalb intensiven Jahren beim SSV Ulm 1846 Fußball hat Innenverteidiger Philipp Strompf seinen Abschied bekannt gegeben. In einer emotionalen Mitteilung auf Instagram verabschiedete sich der 27-Jährige am Mittwoch von Verein, Mannschaft und Fans: „Nach 1 ½ intensiven und unvergesslichen Jahren ist für mich die Zeit gekommen, den SSV Ulm zu verlassen.“
Strompf, der im Dezember 2023 von Eintracht Braunschweig an die Donau gewechselt war, entwickelte sich schnell zu einem festen Bestandteil der Ulmer Mannschaft. Mit seiner körperlichen Präsenz, seinem Zweikampfverhalten und einem hohen Maß an Spielintelligenz wurde er nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich zu einer wichtigen Säule im Team. Auffällig waren auch seine stets wechselnden Haarfarben – ein Markenzeichen, das ihm bei den Fans zusätzliche Aufmerksamkeit sicherte.
Zwei Spielzeiten, viele Impulse
Insgesamt kam der gebürtige Mosbacher auf 45 Pflichtspieleinsätze für die Spatzen, davon 28 in der abgelaufenen Zweitligasaison, in der er zwei Treffer erzielte. Erst im Januar hatte sich sein Vertrag automatisch bis zum 30. Juni 2026 verlängert, doch nun erfolgt der Abschied. Gründe für den vorzeitigen Wechsel nannte Strompf nicht – in der Gerüchteküche werden allerdings gleich mehrere interessierte Vereine gehandelt. Demnach soll ein Wechsel zum FC Schalke 04 am wahrscheinlichsten sein, doch auch der 1. FC Nürnberg und der 1. FC Kaiserslautern sollen ihr Interesse hinterlegt haben.
Ein emotionaler Rückblick auf die Zeit in Ulm
Strompf selbst blickt mit Stolz auf seine Zeit beim SSV Ulm zurück: „Was wir gemeinsam erlebt haben, war außergewöhnlich! Ein überragendes halbes Jahr in der 3. Liga und der danach historische Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ein Moment, den ich niemals vergessen werde.“ Trotz des letztlich besiegelten Abstiegs lobte der Verteidiger die Einstellung und den Zusammenhalt der Mannschaft: „Auch wenn wir die Klasse am Ende nicht halten konnten, haben wir in jedem Spiel alles gegeben. Jeder einzelne Einsatz war geprägt von Leidenschaft, Kampfgeist und dem festen Glauben an unser Team.“
Würdiger Abschied eines Identifikationsspielers
Dass Ulm für Strompf mehr als eine Durchgangsstation war, macht er in seiner Abschiedsbotschaft ebenfalls deutlich: „Mit Stolz kann ich sagen, dass ich in jeder Minute, die ich dieses Trikot tragen durfte, alles für diesen Verein und Euch gegeben habe. Ulm wurde für mich zu mehr als nur einem Club. Es wurde ein Zuhause.“
Dank richtete Strompf nicht nur an seine Mitspieler und das Trainerteam, sondern insbesondere an die Anhänger: „Ich bin unendlich dankbar für diese Zeit, für die Mitspieler, das Trainerteam, die Menschen hinter den Kulissen und vor allem für euch unglaubliche Fans, die mich vom ersten Tag an unterstützt und mir so viel Liebe entgegengebracht haben.“
Zukunft noch offen – Eindruck bleibt
Mit diesem emotionalen Abschied endet für den SSV Ulm 1846 Fußball das Kapitel Strompf. Für den Spieler hingegen dürfte nun ein nächster Karriereschritt bei einem etablierten Zweitligisten bevorstehen. Wo er künftig spielen wird, bleibt vorerst offen. Fest steht hingegen: In Ulm hinterlässt Philipp Strompf sportlich wie menschlich eine Lücke.