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Spielbericht

Pflichtsieg ohne Glanz

Der 1. FC Sonneberg 2004 hat sein erstes Heimspiel der neuen Spielzeit im heimischen „Kessel“erfolgreich gestaltet und gegen den Aufsteiger SV Eintracht Ifta einen verdienten, wenn auch glanzlosen 2:0-Sieg eingefahren.

von André Hofmann · 02.09.2025, 21:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Carsten Zeich

Die Mannschaft von Trainer Roberto Benn blieb dabei erstmals in dieser Spielzeit ohne Gegentor - auch weil der Gegner die Sonneberger kaum offensiv forderte.

FC-Trainer Roberto Benn konnte auf Abwehrchef Florian Scheidemann bauen, musste aber hingegen auf Mittelfeldstratege. Hannes Schreck verzichten, der angeschlagen nur auf der Bank saß. Dort fand auch zunächst Fredi Leis Platz. Für die Gäste aus Westthüringen war es der erste Auftritt in Sonneberg – ein gänzlich unbekannter Gegner. Bei wechselhaften Bedingungen und einem kräftigen Regenschauer Mitte der ersten Halbzeit bestimmte der FCS von Beginn an das Geschehen. Die Benn-Elf ließ den Ball ordentlich laufen, doch im letzten Drittel fehlten die Ideen. Oft wurde zu schnell der lange Ball gesucht, klare Chancen blieben Mangelware. Zwei Halbchancen sorgten für etwas Gefahr. In der 36. Minute fiel dann der Führungstreffer: Über die linke Seite spielten sich die Gastgeber bis zur Grundlinie durch. Robin Maier war nur per Foulspiel zu stoppen und den folgenden Freistoß von halblinke knallte Wittmann ins lange Eck. Gästekeeper Björn Wallstein spekulierte vergeblich – 1:0 für Sonneberg. Fünf Minuten später legten die Spielzeugstädter nach: Wieder kam die Vorarbeit über links, Holland fand Wittmann, der querlegte. Göhring rauschte heran und drückte den Ball mit dem Oberkörper über die Linie (41.). Ein Treffer aus Sicherheitsgründen, wie er selbst anmerkte, denn die Gefahr mit Kopf oder Fuß gegen den Pfosten zu prallen, war zu groß. Mit 2:0 ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Gastgeber das Spiel eigentlich souverän herunterspielen und schnellstmöglich mit dem dritten Tor den Sack zubinden. Doch der frühzeitige dritte Treffer blieb aus: Göhring setzte den Ball in der 50. Minute allein vor dem Tor ans Außennetz, kurz darauf traf Hertel per Freistoß die Latte. Stattdessen witterten die Gäste ihre Chance. Ifta agierte mit viel Einsatz und Laufbereitschaft, offenbarte offensiv aber wenig Qualität. Dennoch hätte es für Sonneberg noch einmal eng werden können: Ein Fehlpass leitete die größte Möglichkeit der Eintracht ein, doch Heß blieb im Eins-gegen-Eins Sieger. Auch kurz darauf musste der Sonneberger Schlussmann bei einem gefährlichen Abschluss sein Können unter Beweis stellen. Am Ende blieb es beim verdienten, wenn auch glanzlosen 2:0. Letztendlich sahen die 94 Zuschauer einen Pflichtsieg, aber keinen spielerischer Leckerbissen: Sonneberg erledigte die Aufgabe gegen den Aufsteiger konzentriert in der ersten Hälfte, verpasste danach jedoch die endgültige Entscheidung. Dank einer stabilen Defensive und eines starken Heß im Tor durfte der FCS am Ende dennoch über drei Punkte und die erste weiße Weste der Saison jubeln.

Letztendlich zeigte sich Sonnbergs' Trainer Roberto Benn nach dem Abpfiff zwiegespalten: „Die zweite Halbzeit war wenig ansehnlich für die Zuschauer. Wir sind nachlässig geworden und nicht mehr so zwingend, vermutlich auch, weil wir gespürt haben, dass uns Ifta an diesem Tag nicht ernsthaft gefährden konnte. Ifta wird es in der Liga schwer haben. Ich hätte mir mehr Dominanz gewünscht. Zudem fehlte uns im Mittelfeld ein Stratege wie Hannes Schreck. Wir nehmen aber dennoch das Positive mit – erster Heimsieg, erstes Spiel zu Null – auch wenn die Mannschaft selbst erkannt hat, dass die zweite Halbzeit nicht unserem Anspruch entsprach."