
Die Mannschaft von Trainer Roberto Benn blieb dabei erstmals in dieser Spielzeit ohne Gegentor - auch weil der Gegner die Sonneberger kaum offensiv forderte.
Nach dem Seitenwechsel wollten die Gastgeber das Spiel eigentlich souverän herunterspielen und schnellstmöglich mit dem dritten Tor den Sack zubinden. Doch der frühzeitige dritte Treffer blieb aus: Göhring setzte den Ball in der 50. Minute allein vor dem Tor ans Außennetz, kurz darauf traf Hertel per Freistoß die Latte. Stattdessen witterten die Gäste ihre Chance. Ifta agierte mit viel Einsatz und Laufbereitschaft, offenbarte offensiv aber wenig Qualität. Dennoch hätte es für Sonneberg noch einmal eng werden können: Ein Fehlpass leitete die größte Möglichkeit der Eintracht ein, doch Heß blieb im Eins-gegen-Eins Sieger. Auch kurz darauf musste der Sonneberger Schlussmann bei einem gefährlichen Abschluss sein Können unter Beweis stellen. Am Ende blieb es beim verdienten, wenn auch glanzlosen 2:0. Letztendlich sahen die 94 Zuschauer einen Pflichtsieg, aber keinen spielerischer Leckerbissen: Sonneberg erledigte die Aufgabe gegen den Aufsteiger konzentriert in der ersten Hälfte, verpasste danach jedoch die endgültige Entscheidung. Dank einer stabilen Defensive und eines starken Heß im Tor durfte der FCS am Ende dennoch über drei Punkte und die erste weiße Weste der Saison jubeln.
Letztendlich zeigte sich Sonnbergs' Trainer Roberto Benn nach dem Abpfiff zwiegespalten: „Die zweite Halbzeit war wenig ansehnlich für die Zuschauer. Wir sind nachlässig geworden und nicht mehr so zwingend, vermutlich auch, weil wir gespürt haben, dass uns Ifta an diesem Tag nicht ernsthaft gefährden konnte. Ifta wird es in der Liga schwer haben. Ich hätte mir mehr Dominanz gewünscht. Zudem fehlte uns im Mittelfeld ein Stratege wie Hannes Schreck. Wir nehmen aber dennoch das Positive mit – erster Heimsieg, erstes Spiel zu Null – auch wenn die Mannschaft selbst erkannt hat, dass die zweite Halbzeit nicht unserem Anspruch entsprach."