2026-04-23T13:43:33.969Z

Allgemeines

Pflichtsieg für den Heider SV gegen Fast-Absteiger Reinfeld

von Olaf Wegerich · Heute, 10:37 Uhr · 0 Leser
Ein Traumtor von Abwehrchef Patrick Storb (Heider SV) zum 3-1 beendet die Begegnung gegen Preußen Reinfeld.
Ein Traumtor von Abwehrchef Patrick Storb (Heider SV) zum 3-1 beendet die Begegnung gegen Preußen Reinfeld. – Foto: Volker Schlichting

Vor der Saisonminuskulisse von nur noch 223 zahlenden Zuschauern konnte der Heider SV am Samstagnachmittag gegen den Fast-Absteiger SV Preußen 09 Reinfeld einen völlig ungefährdeten 3:1 (2:1)-Heimsieg einfahren. Schöne Begleiterscheinung in einem völlig unspektakulären Spiel gegen einen harmlosen Gegner: Der so schmerzlich vermisste Torjäger Mika Kieselbach feierte in den Schlussminuten nach langer Verletzungspause seine Rückkehr. Durch den Erfolg haben die Dithmarscher zumindest temporär wieder den 5. Platz erreicht.

Bennit Rohloff feiert Oberligadebüt

Auf der Torhüterposition wartete Heides Coach Markus Wichmann mit einer Überraschung auf, denn der A-Jugendliche Bennit Rohloff (18) feierte gegen Reinfeld sein Oberligadebüt. „Das war eine Belohnung. Bennit ist ein guter Mann und beim Training immer da. Er zeigt einen Rieseneinsatz“, hob Wichmann den Ehrgeiz des jungen Torhüters hervor und sollte nicht enttäuscht werden.

Erstmals in der Oberliga tätig - Bennit Rohloff (Heider SV) gegen Preußen Reinfeld.
Erstmals in der Oberliga tätig - Bennit Rohloff (Heider SV) gegen Preußen Reinfeld. – Foto: Volker Schlichting

Als hätten die deutlichen Worte an die Mannschaft unter der Woche bei der schonungslosen Fehleranalyse Gehör gefunden, legten die Gastgeber sofort mit Volldampf los.

Heide mit Blitzstart – Reimers trifft

Keine 120 Sekunden waren vergangen, da rappelte es zum ersten Mal im Tor der Gäste aus Stormarn. Heides Kapitän Patrick Storb hatte einen Offensivlauf gestartet, dribbelte dann Richtung Strafraum und bediente Thede Reimers (2.) mit einem Steckpass, der im 1-gegen-1-Duell gegen Torhüter Daniel Marco die Nerven behielt und zum Führungstreffer einschob.

In einem ziemlich einseitigen Spiel kamen die deutlich überlegenen Gastgeber zu einigen guten Chancen, die leichtfertig vergeben wurden.

Fabian Arndt (Heider SV) hält sich geich zwei Reinfelder vom Leibe. Jonas Dürr und rechts Tim Vogel .
Fabian Arndt (Heider SV) hält sich geich zwei Reinfelder vom Leibe. Jonas Dürr und rechts Tim Vogel . – Foto: Volker SChlichting

Nach einer schönen Kombination, ausgehend von Christopher Buchtmann, der auch immer wieder das Offensivspiel mit ankurbelte, landete der Ball bei Jannis Hinz, der zurücklegte auf Björn Lambach. Doch dessen Schuss aus gut 12 Metern konnte Torhüter Daniel Marco entschärfen.

Selcuk mit dem zweiten Treffer

Der zweite Heider Treffer fiel dann nach einem Konter und einer schönen Seitenverlagerung durch Marvin Wolf. Nach einer Kopfballablage von Fabian Arndt traf Azat Selcuk (30.) aus gut 16 Metern.

Azat Selcuk (Heider SV) gelingt das 2-0.
Azat Selcuk (Heider SV) gelingt das 2-0. – Foto: Volker Schlichting

Kaben als Stimmungskiller

Unmittelbar vor der Pause dann der Anschlusstreffer für die Gäste, als Felix Kaben (43.) zunächst Steffen Neelsen düpierte und dann flach in die lange Ecke traf. „Da stehen wir mit vier Mann daneben und bekommen keinen Zugriff, weil wir nur Begleitschutz geben“, kritisierte Coach Wichmann.

Storb mit Traumtor aus eigener Hälfte

Auch in der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber weiterhin klar dominierend, konnten in einem eher durchschnittlichen Spiel durch ein Traumtor von Patrick Storb (76.) aus gut sechzig Metern gegen den zu weit vor seinem Tor postierten Daniel Marco aber nur noch einen Treffer zum 3:1-Endstand nachlegen.

Kieselbach feiert Comeback

In den Schlussminuten kam dann noch der wieder genesene Torjäger Mika Kieselbach zu seinem Comeback und verpasste nach einer Flanke von Mathis Harms mit einem Kopfball, der noch auf der Torlinie geklärt werden konnte, nur knapp den perfekten Einstand. Zuvor waren noch Hendrik Fleige nach einer Ecke an Torhüter Daniel Marco gescheitert und Marvin Wolf zielte nach einem Steckpass von Thede Reimers über das Tor.

Trainer Markus Wichmann (Heider SV):
„Das war heute natürlich kein Leckerbissen. Wir hatten einige gute Phasen und haben hoch verdient gewonnen. Die Einstellung und der Wille stimmten. Zu Hause bekommen wir es zumindest wieder auf die Platte. Wir hatten im letzten Jahr eine lange Saison und keine Sommerpause. Wir können jetzt drei Kreuze machen, wenn die Saison vorbei ist. Das war heute ein Pflichtsieg. Auch ein gutes Pferd springt nicht höher, als es muss. Jetzt haben wir noch drei Knallerspiele vor der Brust. Mit etwas Glück haben wir vielleicht am letzten Spieltag noch ein kleines Endspiel um den 5. Platz.“

Zum Einsatz von Mika Kieselbach sagte Wichmann:
„Mika trainiert seit Wochen ohne Schmerzen. Jetzt war es endlich so weit, dass wir ihn bringen konnten. Wenn er jetzt noch mehr Einsatzminuten sammelt, macht es ihm mit Blick auf die neue Saison den Einstieg leichter.“

Der schmerzlichst vermisste Torjäger Mika Kieselbach (Heider SV) ist wieder back auf dem Platz. Hier klärt Reinfelds Keeper Daniel Marco vor dem Torjäger.
Der schmerzlichst vermisste Torjäger Mika Kieselbach (Heider SV) ist wieder back auf dem Platz. Hier klärt Reinfelds Keeper Daniel Marco vor dem Torjäger. – Foto: Volker Schlichting

Geschäftsführer Hannes Nissen (Heider SV):
„Ein verdienter Heimsieg. Wir haben uns eine Vielzahl an Torchancen erspielt und gerade in der zweiten Halbzeit wenig Torchancen zugelassen. Der Sieg tut gut und lässt uns positiv in die letzten drei Spiele gehen. Ich freue mich auch sehr, dass Bennit Rohloff heute sein Debüt gegeben hat. Er hat total souverän gespielt und auch im Spiel mit dem Ball gut agiert.“