
Als elfmaliger Rekordsieger des Mecklenburg-Vorpommern-Pokals reist der F.C. Hansa Rostock am Samstag, 28.03.2026, um 13 Uhr zum Verbandsligisten 1. FC Neubrandenburg 04. Hansa hat als Drittligist den nächsten Titel im Visier, findet mit Neubrandenburg aber einen Gegner mit kurioser gemeinsamer Vorgeschichte.
Die Länderspielpause bringt Hansa keine Erholung, sondern eine klare Pflichtaufgabe. Als einziger Vertreter der 3. Liga im Wettbewerb und haushoher Favorit auf den Titel muss sich der FCH am Samstag beim Verbandsligisten beweisen.
Das letzte Pokalspiel liegt dabei schon eine Weile zurück: Das Achtelfinale gegen den Penzliner SV fand im November statt, Hansa gewann damals souverän mit 5:0. Trainer Daniel Brinkmann rotierte dabei konsequent und gab Spielern aus der zweiten Reihe Einsatzzeit. Ein Muster, das sich am Samstag aller Voraussicht nach wiederholen könnte.
Nur zweimal standen sich beide Klubs bislang gegenüber, doch das erste Duell hatte es durchaus in sich. Im Halbfinale des Landespokals 2014 schlug 1. FC Neubrandenburg 04 den FCH mit 2:1. Und das auch noch im Ostseestadion. Neubrandenburg besiegelte damit die erste Niederlage des FCH im Landespokal Mecklenburg-Vorpommern.
Im zweiten Aufeinandertreffen, dem Viertelfinale im März 2019, revanchierte sich Hansa mit einem klaren 3:0. Nun, sieben Jahre später, treffen beide Teams erneut in der Runde der letzten Acht aufeinander.
Für Neubrandenburg ist dieses Duell ein Saisonhöhepunkt. Spielertrainer Daniel Nawotke, der beim jüngsten Ligaspiel als Torschütze zum 1:0 traf, kommt mit einer Mannschaft, die zuletzt beim 3:3 gegen den FC Förderkader Rene Schneider trotz eines 1:3-Rückstands noch spät ausglich, ein Zeichen für den Kampfgeist des Verbandsligisten.
Die breite Rotation könnte den FCH angreifbar machen, das ist Realität. Spieler, die sonst weniger Einsatzminuten sammeln, müssen gegen einen motivierten Außenseiter Verantwortung übernehmen.
Gleichzeitig ist die Qualitätsdifferenz zwischen einem Drittligisten und einem Verbandsligisten dennoch erheblich, das 5:0 im Achtelfinale hat das eindrücklich belegt. Die eigentliche Herausforderung liegt für Hansa weniger im Gegner als im eigenen Anspruch: Der Rekordsieger muss liefern, egal in welcher Besetzung.
Hinter dem Viertelfinaleinzug steckt für Hansa mehr, als den Titel am Ende für sich zu entscheiden. Der Sieger des Mecklenburg-Vorpommern-Pokals qualifiziert sich direkt für die erste Runde des DFB-Pokals, ein Wettbewerb, den kein Profiverein freiwillig verpasst.
Über die Ligaplatzierung wäre eine Qualifikation ebenfalls möglich, die ersten vier Plätze der 3. Liga berechtigen dazu, doch Hansa steht aktuell auf Rang sechs und damit außerhalb dieser Ränge. Sollte die Ligaplatzierung am Saisonende nicht reichen, wäre der Landespokal der einzige verbleibende Weg.
Das verleiht dem Samstag in Neubrandenburg eine Bedeutung, die weit über ein regionales Pokalspiel hinausgeht. Und der 1. FC Neubrandenburg wird sicherlich alles daran setzen, dem Favorit von der Ostsee gefährlich zu werden.
Unterdessen steht fest, dass nach drei spannenden Jahren zum Ende der Saison 2025/2026 die Partnerschaft zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem japanischen Sportartikelhersteller Mizuno endet.
Seit der Saison 2023/2024 hat Mizuno sowohl die Profimannschaft als auch die Nachwuchsteams sowie die Frauen- und Mädchenmannschaft des FCH ausgestattet und gemeinsam mit dem Verein viele Highlights auf dem Spielfeld geschaffen.
So wurde die offizielle Spielkleidung in enger Abstimmung und nach den Wünschen des Vereins entwickelt und die Design-Ideen mit großer Sorgfalt sowie Liebe zum Detail umgesetzt.
Ronald Maul, Vorstandsvorsitzender des F.C. Hansa Rostock: „Wir bedanken uns herzlich bei Mizuno für die partnerschaftliche Zusammenarbeit, die hochwertige Ausstattung und die professionelle Umsetzung unserer Trikot-Designs in den vergangenen Jahren. Nach dieser erfolgreichen gemeinsamen Phase trennen sich unsere Wege in einem freundlichen und respektvollen Miteinander. Gleichzeitig freuen wir uns auf die kommenden Schritte und die weitere Entwicklung unserer Ausrüsterstrategie.“