
Hilal-Maroc Bergheim vollendete den starken Pokallauf und besiegte den Landesligisten BC Viktoria Glesch-Paffendorf mit 2:1. Nachdem die Bergheimer den Aufstieg durch eine kleine Schwächephase am Ende der Saison verspielten, gab es nun doch noch ein erfreulichen Abschluss für den Bezirksligisten.
Die Begegnung startete mit einem Elfmeter für Hilal, den Akoete Henritse Eninful zur 1:0-Führung für den Bezirksligisten verwandelte (6.). Im Anschluss hatten beide Teams große Probleme auf dem tiefen Rasen. Maroc agierte allerdings besser und so erhöhte Mohamed Said El Idrissi kurz vor der Halbzeit auf 2:0 für seine Truppe (45.). Kurz nach der Pause machte Joel Zolana das 1:2 für Glesch (50.) und das Spiel somit wieder spannend. Der daraufhin folgende offene Schlagabtausch endete in dem 2:1-Erfolg der Bergheimer.
Schlussendlich war es ein knapper, jedoch verdienter Sieg für den Bezirksligisten. Hilals Trainer Josef Pfeiffer mit der taktischen Analyse: "Der Verlauf des Spiels war an sich ziemlich einfach für uns, weil die Glescher von Anfang an nur lange Bälle gespielt haben. Dann haben wir natürlich versucht den Ball laufen zu lassen über mehrere Stationen, von links nach rechts, immer dass wir die schön beschäftigen und müde machen." Das Laufenlassen des Balls gelang seiner Mannschaft über weite Strecken. Doch seine Mannschaft wurde nachlässig im Hinblick auf die Chancenverwertung. "Ich sag mal so, in der ersten Halbzeit hatten wir fünf, sechs Hundertprozentige. Wir hätten auch 5:0 oder 6:0 führen können, dann wäre das Spiel schon gelaufen gewesen", erzählte der Übungsleiter.
Doch mit einem Aspekt hatten beide Teams zu kämpfen: dem schwer zu bespielenden Rasen. "Auf diesem Acker, da muss ich ganz ehrlich sagen, da ist noch der Bürgermeister stolz drauf, macht da noch eine große Rede, hätte mal lieber den Sportplatz richtig gemacht. Das wäre besser gewesen für beide Mannschaften und auch den Schiedsrichter", sagte der Trainer.
Im Gegensatz zu dem Rasen ist Pfeiffer mit der Leistung seiner Truppe zufrieden. "Im großen und Ganzen ist es ein verdienter Sieg. Wir hätten nur den Sack früher zu machen müssen", betonte er. Gleichzeitig trat sein Team auch nicht mit der vollen Kapelle beim Pokalfinale auf. Der Chefcoach erklärte die Gründe dafür: "Haben natürlich auch fast mit der kompletten Ersatzmannschaft gespielt, weil 14 Spieler waren nicht dabei. Manche sind schon nach Mallorca geflogen, sind schon am Feiern. Manche sind schon im Urlaub. Es war eine lange Saison, einige haben müde Knochen. Es sind natürlich auch einige Spieler verletzt".
Es war nicht nur ein einfacher Pokalsieg für Pfeiffer, denn der 67-Jährige unterzog sich am gestrigen Dienstag, den 24. Juni 2025 einer Operation. Zudem war es zunächst noch unklar, ob er fit genug für die Begegnung sein könnte. Doch nichts konnte den jahrelangen Trainer davon abhalten seine Mannschaft in diesem wichtigen Duell zu unterstützen.
Pfeiffer sprach über die schwierige Situation: "Die Emotionen zu beschreiben ist natürlich sehr schwer für mich im Moment." Weiter führte er aus: "Das wird verdammt schwer, weil ich weiß nicht was für ein Ergebnis rauskommt".
Trotz all der Rückschläge und der harten Situation war er 90 Minuten lang aktiv für sein Team an der Seitenlinie. "Es ist natürlich schwierig dann in dieser Situation. Aber ich war dabei, ich habe es gemacht, ich habe es versprochen, ich habe an der Linie gestanden. Zeitweise habe ich mir schon gedacht, was machst du eigentlich hier, das kannst du normal gar nicht machen, aber die andere Seite ist Fußball. Man liebt den Fußball" sagte Pfeiffer.
Der ganze Mittelrhein, allen voran seine Mannschaft, hofft natürlich auf das Beste für den erfahrenen Trainer.