2024-05-29T12:18:09.228Z

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Die TSG Pfeddersheim verliert 0:3 in Morlautern.
Die TSG Pfeddersheim verliert 0:3 in Morlautern. – Foto: Claus-Walter Dinger (Archiv)

Pfeddersheim offensiv so harmlos wie nie

TSG kassiert beim 0:3 in Morlautern alle Tore in Durchgang eins

Morlautern/Pfeddersheim. Sie wollten alles reinlegen, ihr Herz auf dem Platz lassen, um die Hoffnung auf den Klassenverbleib in der Fußball-Oberliga am Leben zu halten. Doch nach der 0:3 (0:3)-Niederlage der TSG Pfeddersheim beim SV Morlautern ist das dreizehnte Jahr in Serie in Deutschlands fünfthöchster Spielklasse noch unrealistischer geworden.

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Zwei Punkte arbeitete Interimstrainer Björn Miehe nach Schlusspfiff heraus, die eine spannendere Flutlicht-Partie verhindert hatten: „Eigentlich kamen wir ganz gut ins Spiel, aber 20 Meter vor dem Tor geht uns einfach die Puste aus“, hält der 44-Jährige fest und ergänzt ehrlicherweise: „Der gegnerische Torwart hat im ganzen Spiel nicht einen ernst zu nehmenden Abschluss halten müssen.“ Sich irgendwie aus dem Abstiegssumpf herauszukämpfen – rein an der Einstellung und Mentalität lag es auch in der Pfalz nicht – ist und bleibt ohne eigene Tore ein Ding der Unmöglichkeit.

Zu wenig Gegenwehr

„Unsere Reaktion nach den Gegentoren ist in Ordnung, aber was wir nach vorne spielen ist an Harmlosigkeit nicht zu überbieten“, wird Björn Miehe deutlich. Mindestens genauso gravierend ist aber auch die latente Sorglosigkeit, mit der die Pfeddersheimer die Angriffsbemühungen des Gegners verteidigen. „Das ist kein Zweikampfverhalten, da müssen wir ganz klar mehr Gegenwehr zeigen“, betont der Trainer und erinnert an den frühen Rückstand durch Marc Knapp nach fünf Minuten als man sich auf der eigenen Grundlinie ausdribbeln ließ. „Das ist schlichtweg zu einfach, dann darfst du dich nicht beschweren.“

Verschärfte Personallage

Dennoch sei hernach noch genug Zeit gewesen, alles zum Guten zu wenden, wenngleich die Muskelverletzung von Mathias Tillschneider und dessen Auswechslung Mitte des ersten Durchgangs ins Bild passten. „Das passt zu dieser Saison und der ellenlangen Verletztenliste“, sagt Miehe. Beim 0:2, das der Ex-Wormate Joshua Smith besorgte, waren die TSGler im Luftkampf erneut nur zweiter Sieger. „Dabei war der Freistoß nicht mal gut geschossen“, schüttelt Björn Miehe angesichts drei simpler Gegentreffer den Kopf. „Da fehlen einem manchmal die Worte“, war auch das 0:3 von Felix Bürger eins aus der Kategorie vermeidbar. Den Willen, es nach der Pause weiter zu versuchen, wollte der Trainer seinen Spielern gar nicht absprechen, es fehle aber das Selbstvertrauen und ein Torjäger, der die Partie nochmal hätte spannend machen können. So blieb es ein weiterer frustrierender Fußballabend.

TSG: Pätzold; da Silva Arnold, Yilma, Matsumura (70. Aydin), Boateng (70. Kupresak), Tillschneider (38. Chkifa), Schubach, Horvat, Onyejekwe, Bresser, Renner (59. Graciotti).



Aufrufe: 020.4.2024, 16:12 Uhr
Martin ImruckAutor