2025-12-03T05:51:34.672Z

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Seit sieben Pflichtspielen ist der FSV Pfaffenhofen inzwischen ungeschlagen in der Landesliga Südwest.
Seit sieben Pflichtspielen ist der FSV Pfaffenhofen inzwischen ungeschlagen in der Landesliga Südwest. – Foto: Dieter Latzel/FuPa

Pfaffenhofen dominiert trotz XXL-Umbruch die Landesliga

„Wir wussten anfangs nicht, wo wir stehen“

Pfaffenhofen musste sich nach letzter Saison vom Großteil seines Kaders verabschieden. Dennoch spielt der FSV bislang eine überragende Saison.

Pfaffenhofen – Mehr als zehn Abgänge meldete Pfaffenhofen vergangene Saison, wobei der FSV diese auf dem dritten Tabellenplatz der Landesliga beendete. Ex-Trainer Gerhard Lösch verließ ebenfalls den Verein und wechselte zum VfB Forstinning. Spätestens damit war klar: Ein Umbruch steht bevor.

FSV-Trainer kam aus der Kreisklasse nach Pfaffenhofen: „Wusste, worauf ich mich einlasse“

Ganze Elf-Neuzugänge, darunter unter anderem Spieler vom FC Ingolstadt II, wagten den Schritt am Anfang der Saison nach Pfaffenhofen, sowie ein neues Trainergespann: Ludwig Dietrich und Daniel Zanker wurden Cheftrainer, Thomas Rausch fungiert als Co-Trainer. Letztere sollen beide auf dem Platz aushelfen, wobei Zanker vorerst verletzt aussetzen musste. „Die Mannschaft hat uns überragend aufgenommen“, sagt Dietrich im Gespräch mit Fussball Vorort/ FuPa Oberbayern, der eng im Trio arbeitet.

Für Dietrich, der zuvor als Trainer in der Kreisklasse bei Hilgertshausen und bei der U13 des TSV 1860 München arbeite, ein vermeintlich großer Sprung. „Fußball bleibt Fußball. Es ist nur die Art der Kommunikation, die sich ändert“, sagt Dietrich, der selbst für Karlsfeld und Jetzendorf in der Landesliga spielte. „Ich wusste, worauf ich mich einlasse.“

Trainer Dietrich begeistert von Spielern des FSV Pfaffenhofen: „Freut uns riesig“

Der XXL-Umbruch zeigt bis dato keinen Leistungsabfall, im Gegenteil: Nach 14 Spieltagen befindet sich der FSV auf dem dritten Tabellenplatz, mit 28 Punkten auf dem Konto. In acht Spielen war Pfaffenhofen siegreich, vier gingen Remis und zwei punktlos aus – ein guter Saisonstart ist dem FSV mehr als gelungen.

Das Trainertrio ist mit der Leistung sehr zufrieden. „Wir wussten am Anfang der Saison nicht, wo wir stehen nach so einem großen Umbruch“, sagt Dietrich. „Die Mannschaft wächst von Woche zu Woche besser zusammen und die Automatismen greifen immer besser. Das freut uns riesig“. Der Cheftrainer will aber keine voreiligen Schlüsse ziehen: „Die Ergebnisse zuletzt sprechen für sich, aber wir wollen demütig bleiben.“

„Jetzt kommt die Zeit, wo es oft Verletzte und Kranke gibt. Wir brauchen jeden einzelnen Mann.“

Ludwig Dietrich, Trainer des FSV Pfaffenhofen.

Vor allem vor dem Herbst und dem bevorstehenden „taffen Programm“ warnte der Cheftrainer. „Es warten noch sehr schwere Gegner und unangenehme Spiele auf uns“, sagte Dietrich. „Jetzt kommt die Zeit, wo es oft Verletzte und Kranke gibt.“ Dem Coach ist insbesondere aktuell wichtig, den Kader so gut wie möglich zusammenzuhalten. „Wir brauchen jeden einzelnen Mann und wollen so viele Punkte wie möglich holen“, sagte Dietrich.

Pfaffenhofen verzichtet vorerst auf eine Kampfansage in der Landesliga Südwest

Trotz des Erfolgs hat sich das Saisonziel nicht verändert. „Uns war wichtig, den Umbruch zu meistern und uns als Mannschaft zu finden“, sagt Dietrich. „Wir wollen etwas Nachhaltiges aufbauen.“ Dem Trainertrio sei wichtig, mit der Mannschaft „erstmal kleinere Brötchen zu backen und die Hausaufgaben zu erledigen“. Ein klares Ziel möchte der Trainer erst nach der Winterpause verfassen.

Im nächsten Pflichtspiel gastiert der SV Cosmos Aystetten beim FSV. Trainer Dietrich warnt vor dem Tabellenzwölften, den er schon zweimal selbst angeschaut habe. „Aystetten ist ein Gegner, der gegen alle gewinnen kann“, sagt Dietrich. „Wir dürfen sie auf gar keinen Fall unterschätzen.“

Aufrufe: 09.10.2025, 12:19 Uhr
Lara MarjanovicAutor