
Ein Wahnsinn: Beim 18:0-Kantersieg des Petkuser SV gegen die SG 1910 Woltersdorf II erlebten 52 Zuschauer ein Spiel, das in die Vereinsgeschichte eingeht. Was die Elf von Jörn Wittan und Christian Kempcke auf den Rasen zauberte, war eine Demonstration an Spielfreude, Teamgeist und Präzision.
Ein Tag, den Petkus nicht vergessen wird
Es war ein Fußballnachmittag, wie ihn das kleine Petkus wohl noch nie erlebt hat. Schon nach vier Minuten nahm das Unheil für die Gäste aus Woltersdorf seinen Lauf: Aaron Rudat traf zum 1:0. Was danach folgte, war pure Dominanz, ein Spielrausch, eine Explosion an Offensivkraft. Der Petkuser SV 1924 zerlegte den Gegner regelrecht – 18 Tore standen am Ende auf der Anzeigetafel, die so etwas wie ein Eigenleben entwickelte.
Tore im Minutentakt – eine Mannschaft im Rausch
Marius Dominick traf gleich viermal (14., 17., 39., 90.), Aaron Rudat ebenso viermal (4., 25., 63., 80.). Doch auch die übrigen Akteure reihten sich in die Torschützenliste ein: Matthis Albers (28., 34.), Karl Bosdorf (43.), Enriki Werner (65.), Martin Boy (69., 85.), Maik Fabig (73.), Ludwig Erpel (78.) und Moritz Wenzel (84.) steuerten Treffer bei. Es war ein Spiel, in dem jeder Spieler Verantwortung übernahm – und belohnt wurde.
„Jeder für den anderen“ – Lob aus der Kabine
Nach dem Abpfiff herrschte in der Petkuser Kabine ausgelassene Freude, aber auch Stolz. Die Trainer Jörn Wittan und Christian Kempcke fassten das Geschehen mit klaren Worten zusammen: „Es war eine super Mannschaftsleistung. In dem Spiel stand jeder für den anderen ein, jede Aufgabe wurde als Team bewältigt und somit konnten wir die Angriffe bis ins letzte Detail perfekt ausspielen. Heute hat wirklich alles gepasst. Zudem stand unsere Abwehr sehr konzentriert und hat alles mit Ruhe wegverteidigt.“
Eine Analyse, die nicht treffender sein könnte – denn das 18:0 war nicht nur das Ergebnis einer schwachen Gästeleistung, sondern Ausdruck einer außergewöhnlich geschlossenen Teamvorstellung.
Humor am Rande – die schiefe „1“
Selbst die Anzeigetafel hatte Mühe, diesem Spektakel gerecht zu werden. Wegen der Vielzahl der Tore musste improvisiert werden: Die Zahlen wurden überlappend angebracht, und so „hing die ‚1‘ etwas schief – aber sie hing“. Ein kleines Detail, das sinnbildlich für diesen Tag steht: Nichts war normal, alles außergewöhnlich.
Ein Statement in der Tabelle
Mit dem Sieg steht der Petkuser SV 1924 in der 1. Kreisklasse B Dahme/Fläming auf Platz zwei. Nach zehn Spielen stehen 22 Punkte und ein Torverhältnis von 45:15 zu Buche. Nur SV Fichte Baruth liegt mit 25 Punkten knapp vor dem Team. Für Woltersdorf II hingegen bleibt es düster: Mit nur einem Punkt und 13:66 Toren zieren sie das Tabellenende.
Wenn Leidenschaft Geschichte schreibt
Was an diesem Tag in Petkus geschah, war weit mehr als ein Fußballspiel. Es war eine Demonstration von Leidenschaft, Spielfreude und Gemeinschaft. Ein Spiel, das zeigt, was möglich ist, wenn eine Mannschaft im Gleichklang funktioniert. 18 Tore, 52 begeisterte Zuschauer, zwei stolze Trainer – und ein Dorf, das noch lange über diesen Fußballtag sprechen wird.