
Die Tatsache, dass er - in welcher Form auch immer - dem Verein verbunden bleiben wird, macht deutlich, dass im Sommer eine besondere Zusammenarbeit zu Ende gehen wird. Nach dieser Saison trennen sich nämlich die Wege des FC Büchlberg und Jürgen Faschingbauer als Trainer des Kreisklassisten. Marco Peter wird seine Rolle einnehmen – und den ehemaligen Kreisligisten zusammen mit Spielertrainer Maximilian Maier künftig anführen.
„Es war keine leichte Entscheidung für mich, aber der Trainerjob ist sehr zeitintensiv und nach einer gewissen Zeit muss meiner Meinung nach wieder ein neuer Impuls gesetzt werden“, begründet Faschingbauer seinen Schritt. Er verabschiedet sich nicht nur von der FC-Trainerbank, sondern generell vom Leben als Coach. Der 56-Jährige gibt generell sein Karriereende bekannt – und das mit einer gehörigen Portion Wehmut.
Der Ball hätte in seinem Leben lange Jahre eine zentrale Rolle gespielt. Nicht, weil es so sein musste, sondern weil es sein durfte. Gerade der FC Büchlberg sei dabei zu einer sportlichen Heimat geworden. „Der Verein ist top geführt, die Verantwortlichen absolute Fachmänner, der Zusammenhalt und die Stimmung unglaublich“, zählt Faschingbauer auf. „Der Kader ist besser als der aktuelle Tabellenplatz aussagt. Noch ist der sportliche Erfolg nicht so da, wie man erwarten kann.“

An den nötigen Stellschrauben darf und soll künftig Marco Peter drehen. Der 52-Jährige, den man vor allem mit dem FC Ruderting und dem SV Fürstenstein in Verbindung bringt, muss eigenen Angaben zufolge keinen Neuaufbau in Angriff nehmen, sondern nur den eingeschlagenen Weg fortführen. „Ich kenne und beobachte den FC Büchlberg schon seit einigen Jahren. In dieser Mannschaft steckt ein Charakter, der mir sehr gut gefällt. Es gibt bereits einen klaren Plan, wie ich die Sache angehen werden. Verraten tue ich diesen aber natürlich nicht...“
Freilich ist man beim FC Büchlberg traurig, weil sich Jürgen Faschingbauer als Trainer verabschiedet. Den Schmerz lindert allerdings die Tatsache, dass der 56-Jährige eben nur nicht mehr an der Linie steht – und dass mit Marco Peter der geeignete Nachfolger schnell und unkompliziert gefunden werden konnte. „Danke für alles, Jürgen!“, sagt Teammanager Benedikt Hasenöhrl einerseits mit Wehmut. Andererseits ist er fast schon euphorisch: „Mit Marco Peter konnten wir einen Fachmann und Menschenfänger holen.“