
Die SG Hungerbach unterliegt dem Tabellenführer mit 0:3. Elf fehlende Spieler erschweren den Kampf gegen den drohenden Abstieg erheblich.
Der Doppelaufstieg bis hinauf in die Kreisliga war der schillerndste Erfolg der Hungerbacher Vereinsgeschichte. Nun droht ihnen allerdings das umgekehrte Szenario. Nach einem völlig verkorksten Jahr im Oberhaus kämpft die SG abermals gegen eine Degradierung. Zwar bleibt auch nach der 0:3-Niederlage gegen Spitzenreiter SG Starnberg/Söcking im Klassement der Kreisklasse 3 alles beim Alten. Dennoch ist der eine Zähler Vorsprung auf den SV Eurasburg-Beuerberg wegen der übrigen Resultate, respektive ausgefallener Partien am Wochenende, nicht allzu aussagekräftig. Seinen Kickern kann Gerhard Bertl keinen Vorwurf machen. Sie ziehen mit und versuchen ihr Möglichstes. Vielmehr muss sich die SG mit zahlreichen Ausfällen potenzieller Stammkräfte herumschlagen. „Wir sind personell arg gebeutelt, das kommt erschwerend hinzu“, stellt der Coach fest. Eine Ausgangslage, mit der gegen Spitzenteams nur wenig zu holen ist.
„Die sind gut und stehen zurecht da oben“, wertschätzt Bertl den furiosen Aufsteiger Starnberg/Söcking. Immerhin lag man zur Pause nur knapp im Hintertreffen, und auch das allein aufgrund eines Traumtores von Neo Grießhammer. Dessen direkter Freistoß schlug nach zehn Spielminuten unhaltbar für Florian Pfaff zum 0:1 ein. Die SG indes hatte das Pech, dass ihnen der Unparteiische einen vielversprechenden Vorteil wegpfiff. Nahezu selbsterklärend arbeiteten die Hungerbacher in der Pause einen Plan aus: Mit etwas risikoreicherem Vorgehen wollte man auf den Gleichstand hinarbeiten.
Doch dieses Vorhaben machte der Tabellenführer nach wenigen Zeigerumdrehungen bereits wieder zunichte. Valentin Hüther war nach einem Eckball mit dem Kopf zur Stelle und erhöhte auf 0:2. „Da war der Stecker eigentlich schon gezogen“, sagt Bertl, der zu dem Zeitpunkt bereits mit einer Niederlage rechnete. Die nunmehr zehnte aus 20 Begegnungen: endgültig besiegelt durch einen weiteren Sonntagsschuss der Gäste in Person von Said Cetin.
Chancen der Hungerbacher gab es alleine bei Standardsituationen. „Aus dem Spiel heraus ist uns nicht so viel gelungen“, räumte Bertl ein. Doch wie soll das auch funktionieren, wenn Leistungsträger wie Max Taffertshofer, Michael Listle, Matteo Vescoli oder Jonas Streicher unfreiwillig aussetzen müssen? „Insgesamt sind es sogar elf Spieler, die fehlen“, erklärt Bertl beim Blick auf den gesamten Kader. Womit sich ein weiteres Problem auftut. Das Wechselspiel mit der Reserve, die ebenfalls vom Abstieg bedroht ist, funktioniert weder quantitativ noch in Bezug auf die 15-Tages-Regel bei Einsätzen in der ersten Mannschaft von Beginn an. So bleibt der SG fast nur das Prinzip Hoffnung. „Dass einfach mal einer durchflutscht“, wie Bertl es ausdrückt. „Aber das musst du erzwingen und dir erarbeiten.“ Vielleicht ja schon am Ostermontag beim ESV Penzberg.