
Hachings Neuzugang Tim Knipping, erst wenige Tage zuvor zur SpVgg gestoßen, trifft prompt beim 2:1-Heimsieg gegen den FC Ingolstadt.
Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching hat das 0:3 aus der Vorwoche bei Borussia Dortmund II mit einem Heimsieg im Oberbayern-Derby gegen den FC Ingolstadt vergessen lassen. Die Hachinger gewannen vor 7566 Zuschauern im heimischen Uhlsport-Park mit 2:1 (1:1). Dabei feierte der erst am vergangenen Dienstag verpflichtete Innenverteidiger Tim Knipping einen Traum-Einstand. Zum einen stabilisierte der 31-jährige Routinier mit Zweitligaerfahrung die Abwehr erkennbar. Und zum anderen erzielte der Defensivspezialist bei seinem Einstand im Hachinger Trikot auch noch einen Treffer. „Ich bin gut aufgenommen worden. Der Verein und die Mannschaft hat es mir einfach gemacht und ich habe direkt an Tag eins die Wertschätzung gemerkt“, sagte Knipping.
Zu Knippings Einstand kam auch noch ein Traumtor von Manuel Stiefler hinzu, ebenso erfreulich waren die Profi-Debüts von Maximilian Henning (17) und dem in der zweiten Hälfte eingewechselten Thomas Winklbauer (25) hinzu. Alexander Leuthard (18) spiele zudem erstmals in der Startelf.
Dabei sah es zunächst nicht nach einem packenden Spiel aus, in den Anfangsminuten der ersten Hälfte tasteten sich beide Teams ab und Torabschlüsse gab es keine. Erst nach einer unfreiwilligen Bogenlampe bei einer missglückten Klärungsaktion von Hachings Simon Skarlatidis wurde es erstmals gefährlich. SpVgg-Torwart Konstantin Heide hatte mit dem hohen Ball Probleme, und der Ingolstädter Stürmer Pascal Testroet war eher als der U17-Weltmeister am Ball und setzte den Ball per Drehschuss knapp rechts am Tor vorbei (21.). In Folge kamen die Hausherren besser ins Spiel. Einen Skarlatidis-Aufsetzer hielt der Gäste-Schlussmann Marius Funk (34.) und eine Flanke von Alexander Leuthard köpfte Angreifer Lenn Jastremski knapp am Tor vorbei (35.).
Die Angriffsbemühungen wurden belohnt. Ein Freistoß von Skarlatidis verwertete am langen Pfosten Knipping zum 1:0 (38.). Fast hätte Jastremski das 2:0 nachgelegt, doch der Sturm-Neuzugang konnte einen Skarlatidis-Freistoß am langen Pfosten nicht mehr unter Kontrolle bringen und scheiterte an Funk (42.). Auf der Gegenseite reichte dann eine Unachtsamkeit der SpVgg-Abwehr, die zum Ausgleich führte. Eine weite Flanke landete am langen Pfosten bei Testroet, der aus spitzem Winkel mit links abzog und mit einem Flachschuss zum 1:1 traf (45.+1).
Nach dem Seitenwechsel gab es ein munteres Hin und Her mit offenem Schlagabtausch. Auf Seiten der Hachinger scheiterte Skarlatidis zunächst an Funk (59.), bevor der Treffer des Tages folgte. Nach einer Vorarbeit von Kügel zog der kurz zuvor ins Mittelfeld beorderte Stiefler aus 25 Metern ab und setzte den Ball ins Kreuzeck zum 2:1 (65.). Die Gäste stemmten sich in der Schlussphase gegen die drohende Niederlage. Einen Drehschuss von Tim Heike hielt Heide problemlos fest (78.), und Sebastian Grönning setzte in der letzten Großchance der Partie den Ball knapp am linken Pfosten vorbei (81.).

Während die Defensive mithilfe von Knipping weitestgehend gut stand, zeigte sich in der Offensive noch Ausbau-Potenzial. Die einstigen Top-Torjäger Patrick Hobsch und Mathias Fetsch werden weiterhin vermisst. Zumindest wollte SpVgg-Cheftrainer Marc Unterberger bei seinem zum zweiten Mal in der Startelf beginnenden neuen Sturmduo Jastremski und Kügel eine Steigerung gegenüber der Auftaktniederlage in Dortmund erkannt haben. Er hofft auf weitere Verbesserung: „Im letzten Drittel sind wir noch nicht klar genug, was das Herausspielen von Torchancen anbelangt.“
SpVgg Unterhaching – FC Ingolstadt 2:1 (1:1) SpVgg Unterhaching: Heide – Schwabl, Stiefler, Knipping, Hennig (62. Hoops) – Skarlatidis (90.+3 Breuer), Ortel, Waidner, Leuthard (46. Winklbauer) – Jastremski (62. Ihorst), Kügel (86. Zentrich). FC Ingolstadt: Funk – Deichmann, Cvjetinovic, Lorenz, Dühring – Fröde – Kopacz (57. Andersen), Plath (46. Kayo), Kanuric (82. Malone) – Testroet (57. Dittgen), Borkowski (75. Heike). Tore: 1:0 Knipping (38.), 1:1 Testroet (45.+1), 2:1 Stiefler (65.). Gelbe Karten: Stiefler, Ortel, Waidner, Kügel / Fröde, Plath, Kayo, Heike, Malone. Schiedsrichter: Tobias Wittmann (Wendelskirchen). Zuschauer: 7566.