
Der SC Eltersdorf festigte an diesem Bayernliga-Ostermontag mit einem 2:0 gegen den FC Coburg die Tabellenführung und untermauerte damit gleichzeitig seine defensive Stabilität. Dagegen musste der ASV Cham einen herben Dämpfer im Aufstiegskampf hinnehmen - und unterlag der spielstarken U21 des FC Ingolstadt deutlich mit 0:3.
Der ASV Neumarkt bewies beim 3:2-Sieg gegen den ATSV Erlangen große Moral und drehte die Partie durch zwei späte Treffer in der Schlussphase. Noch dramatischer machte es die SpVgg SV Weiden, die beim 2:1 in Würzburg den sechsten Sieg in Folge feierte – der entscheidende Treffer fiel kurios per Hinterteil in der 90. Minute.
Im Oberpfalz-Derby setzte die DJK Gebenbach ihren Höhenflug mit einem 3:1 gegen Fortuna Regensburg fort und bleibt das Team der Stunde. Das oberfränkische Traditionsduell zwischen Bayern Hof und dem FC Eintracht Bamberg endete vor 825 Zuschauern torlos, was keinem der beiden Teams im Auf- bzw. Abstiegskampf wirklich weiterhilft.
Auch zwischen dem TSV Kornburg und dem TSV Neudrossenfeld fielen in einer zerfahrenen Partie keine Tore, dafür gab es kurz vor Ende eine gelb-rote Karte für die Heimelf. Die U21 des SSV Jahn Regensburg wendete gegen das Schlusslicht Großschwarzenlohe erst in der 93. Minute die vierte Pleite in Serie ab - und rettete somit ein 1:1-Remis.
Bereits in der 2. Minute erwischten die Gäste den ASV eiskalt, als Micah Ham zur frühen Führung einnetzte. Cham bemühte sich zwar um Stabilität, doch Ingolstadt schlug zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt erneut zu: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Ham mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 0:2 (45.+2). Die Hoffnungen der Chamer auf eine Aufholjagd wurden kurz nach dem Seitenwechsel endgültig begraben, als Timo Hengmith in der 52. Minute zum 0:3-Endstand traf. Damit festigt Ingolstadt seinen Platz in der Verfolgergruppe, während der ASV Cham im Kampf um die ganz vorderen Ränge einen Dämpfer hinnehmen muss.
Nach einer kontrollierten Anfangsphase brach Felix Rippert in der 40. Minute den Bann: Nach einer präzisen Vorlage von Patrick Ort markierte er mit seinem fünften Saisontor die verdiente Pausenführung. Im zweiten Durchgang sorgten die Hausherren früh für klare Verhältnisse, als Torjäger Yannik Jassmann eine Hereingabe von Maxi Göbhardt zum 2:0-Endstand verwertete (58.) – bereits sein zehnter Treffer in dieser Spielzeit. Coburg bemühte sich zwar um Entlastung, fand aber kein Rezept gegen die beste Hintermannschaft der Liga - und bleibt nach der zweiten 0:2-Niederlage in Folge im Tabellenkeller stecken.
Erlangen zeigte sich nach dem Rückstand unbeeindruckt und drehte die Partie noch vor der Pause durch Tore von Drazen Misic (34.) und Julian Vierengel (44.) zu einer 2:1-Führung. Lange Zeit sah es nach einem Heimerfolg für den ATSV aus, doch die Gäste aus Neumarkt bewiesen den längeren Atem. Peter Grübl glich in der 77. Minute nach Mjaki-Vorlage aus, ehe Dominik Juric kurz vor dem Ende mit seinem ersten Saisontreffer den Deckel zum 3:2-Sieg draufmachte (88.). Während Neumarkt damit die Schlappe gegen Hof vergessen macht, muss Erlangen trotz engagierter Leistung die nächste Niederlage einstecken.
Würzburg, das zuletzt mit drei Siegen in Serie selbst im Aufwind war, steckte jedoch nicht auf und kämpfte sich im zweiten Durchgang zurück. In der 58. Minute belohnte Moritz Lotzen die Bemühungen der Hausherren mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1. Als bereits alles nach einer Punkteteilung aussah, schlug Weiden in der 90. Minute auf kuriose Weise zu: Nach einer sehenswerten Kombination über mehrere Stationen landete der Ball bei Lang, der das Leder schließlich mit dem Hinterteil zum vielumjubelten 2:1-Siegtreffer in die Maschen beförderte. Während Weiden seinen Erfolgslauf fortsetzt, ist die Siegesserie des WFV vorerst gestoppt.
Am Ende steht ein leistungsgerechtes Unentschieden, das jedoch keinem der beiden Traditionsvereine wirklich weiterhilft: Für Bamberg ist der Punkt im Aufstiegsrennen zu wenig, und Hof tritt im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin auf der Stelle. Überschattet wurde die Begegnung von der verletzungsbedingten Auswechslung des Bambergers Marc Reischmann, der im zweiten Durchgang unter Sanitäter-Einsatz vom Feld gebracht werden musste.
Statt spielerischer Highlights prägten vor allem Nickligkeiten das Geschehen, was sich in insgesamt sechs Gelben Karten widerspiegelte. Die Intensität blieb bis in die Nachspielzeit hoch, in der Kornburgs Tobias Weber nach wiederholtem Foulspiel noch die Gelb-Rote Karte sah (92.). Am Ende steht für den TSV Kornburg das bereits siebte Unentschieden der laufenden Spielzeit zu Buche – ein Ergebnis, das keiner der beiden Mannschaften in der Tabelle den entscheidenden Befreiungsschlag ermöglicht, aber das knappe Leistungsvermögen beider Teams an diesem Nachmittag unterstrich.
Bereits in der 18. Minute ging Gebenbach in Führung, als Konstantin Plankl eine starke Vorarbeit von El Berd zum 1:0 verwertete. Nur sieben Minuten später erhöhte Patrick Hofmann per Strafstoß auf 2:0 (25.), nachdem Plankl im Sechzehner gelegt worden war. In der Folge kontrollierte die DJK das Geschehen, während Regensburgs Bockes per Kopf am glänzend reagierenden DJK-Keeper Völlger scheiterte (61.). In der Schlussphase sorgte Dominik Späth mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung (84.). Der späte Ehrentreffer durch einen von Kevin Hoffmann verwandelten Elfmeter (87.) war nur noch Ergebniskosmetik. Während Gebenbach den Blick weiter nach oben richtet, bleibt die Fortuna im hinteren Tabellendrittel stecken und wartet weiter sehnsüchtig auf den ersten „Punch“ im Jahr 2026.
Die Gäste aus Mittelfranken, die als klarer Außenseiter angereist waren, agierten defensiv diszipliniert und lauerten auf ihre Gelegenheiten. In der 66. Minute schlug dann der Torjäger vom Dienst zu: Timo Kräftner markierte mit seinem zwölften Saisontreffer die Führung für Großschwarzenlohe und versetzte den Jahn-Nachwuchs in Schockstarre. Regensburg rannte in der Folge wütend an, doch es fehlte lange an der nötigen Durchschlagskraft, die Trainer Christoph Jank bereits im Vorfeld angemahnt hatte. Erst mit dem allerletzten Vorstoß der Partie belohnte Krauss die Bemühungen der Regensburger und sicherte zumindest einen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Während der Jahn damit seine Torflaute beendet, verpasst das Schlusslicht denkbar knapp den ersehnten Befreiungsschlag.