
Drei Eigengewächse des SV Heimstetten sind in der Bayernliga angekommen. Robin Penski erzielte sein erstes Tor gegen Kottern.
Eine Minute vor Schluss dieser Bayernligapartie gegen den TSV Kottern holt sich Robin Penski eine Gelbe Karte ab – die erste überhaupt in der Bayernliga für das Nachwuchstalent des SV Heimstetten. Nun ist es guter Brauch, dass ein Gelbsünder bei einer solchen Premiere seinen Teamkollegen eine Runde Getränke spendieren muss. Im Falle Robin Penskis dürfte das aber nicht ausreichen. Denn zuvor hat der 18-Jährige auch noch sein erstes Bayernligator erzielt – zum 3:0-Endstand.
„Ich weiß noch nicht, was ich mache. Aber ich werde auf jeden Fall mehr als nur einen ausgeben müssen“, sagt Robin Penski nach dem Abpfiff – und strahlt dabei, als wären seine Mundwinkel mit einem Gummi an den Ohren befestigt. Dieser Moment in der 77. Minute, als er von rechts in den Strafraum zieht und die Kugel am Torwart vorbei ins Netz schiebt, sei „einfach nur geil“ gewesen, beschreibt es Robin Penski, während er zusammen mit Emil Titze die Bälle und Leibchen aufräumt. Denn trotz seines Premierentors kommt diese Aufgabe nach dem Spiel traditionell den jüngsten Kickern zu.
Wobei es im Fall des SVH gleich drei Eigengewächse sind, die sich diese Saison in den Blickpunkt spielen. Neben Robin Penski, der bislang auf drei Kurzeinsätze in der Bayernliga gekommen ist, sind dies vor allem Emil Titze (16 Einsätze) und Cedric Ildas (13 Einsätze). Jenes Trio dürfte eigentlich noch in der U19 spielen und tut dies bisweilen auch, wenn es an einem Spieltag bei den Männern nicht zum Zug gekommen ist. Doch gerade die 18-jährigen Ildas und Titze haben sich inzwischen zu echten Stützen im Bayernligateam entwickelt. „Sie haben sich ihre Einsätze brutal erarbeitet“, lobt Trainerin Sarah Romert. „Und natürlich sind wir als Verein auch stolz darauf, solche Spieler aus dem eigenen Nachwuchs hervorzubringen.“
Schließlich war die Jugend des SVH lange Zeit – vorsichtig gesagt – nicht eben als Kaderschmiede bekannt. Doch vor einigen Jahren hat der Club sein Konzept für die Nachwuchsarbeit neu aufgestellt, und mittlerweile spielen die Teams der A-, B- und C-Jugend allesamt in der Landes- oder Bayernliga.
Gerade die U19 unter Trainer Florian Kopp hat dabei gleich mehrere Talente in ihren Reihen, die perspektivisch den Sprung in die Erste Mannschaft schaffen könnten. In der Landesliga Süd mischt das Team aktuell im Aufstiegsrennen mit, liegt auf Tabellenplatz zwei und hat im ersten Ligaspiel des Jahres den TSV Nördlingen mit 4:2 bezwungen.
Am Tag nach seinem Premierentreffer gegen Kottern stand auch Robin Penski für die U19 auf dem Rasen, blieb diesmal jedoch torlos. Stattdessen schnürte Felix Goebl einen Doppelpack – ein weiteres 18-jähriges Nachwuchstalent, das bereits bei der Ersten Mannschaft mittrainiert und demnächst der nächste Bayernliga-Debütant sein dürfte. (ps)