
Bei Abpfiff trat das ein, was Fußballtrainer so gerne sehen. Es stand die Null. Und zwar auf beiden Seiten. Bei nahezu sommerlichen Temperaturen einigten sich der TSV Peiting und der ASV Habach im Landkreis-Derby auf ein torloses Remis. „Wir wollen es den vorderen Klubs nicht zu schwer machen“, kommentierte Michael Schmid das wohl endgültige Aus beider Klubs im Aufstiegsrennen mit humorigem Unterton. Warum auch nicht? Längst ist klar, dass sein ASV wenigstens eine weitere Saison in der Kreisliga 1 spielt. Gleiches gilt für die Elf von Thomas Fischer, deren Aussichten spätestens in der Woche zuvor beim SV Münsing-Ammerland maximal getrübt wurden.
Dass die Zuschauer überhaupt keine Tore zu sehen bekamen, hätte allerdings nicht sein müssen. Auf Habacher Seite war es Emanuel Pohl, der Peitings Schlussmann Julian Floritz austanzte, statt ins leere Tor aber den Pfosten traf. „Das macht der Julian hintenraus noch sehr gut“, lobte Fischer seinen Keeper. Das passierte in den ersten 20 Minuten, die Schmid als „richtig gut von uns“ bewertete. „Wir müssen eigentlich in Führung gehen.“ In der Folgezeit führten die Hitze und der große Platz zu abnehmendem Aktionismus. „Das Spiel ist immer langsamer geworden“, bilanziert Schmid. Jedoch folgte noch eine weitere Großchance für Habachs Manuel Diemb, der das Spielgerät aus dem Rückraum knapp am vorgesehenen Ziel vorbeilenkte. Ansonsten war bis auf einige Halbchancen nicht viel geboten, weswegen beide Seiten mit dem Resultat recht gut leben konnten.
Auch TSV-Coach Fischer sprach von einem „gerechten Unentschieden“ – basierend auf zwei Umständen: Nach der Trinkpause waren es die Gastgeber, die besser in die Partie fanden. Dennoch ohne Erfolg war der Abschluss von Marius Klein. „Das lässt er sich normal nicht entgehen“, merkt Fischer trocken an. Zudem parierte Felix Schürgers stark gegen Florian Meier. „Das war kein typisches 0:0-Spiel“, lautete Fischers Einschätzung zur Pause. Im zweiten Abschnitt lief es umgekehrt. Peiting war zunächst am Drücker. Benedikt Multerer verzog einmal denkbar knapp, bei seiner zweiten aussichtsreichen Möglichkeit wurde er im allerletzten Moment per Grätsche gestört. Sehenswert war freilich auch das Dribbling von Matthias Lotter, mit einer Route um drei Habacher herum. Lotters Abschluss aber rauschte undankbar am Torwinkel vorbei. Dass danach wieder der ASV mehr Ballbesitz, und obendrein die größere Kaderbreite hatte, veranlasste Fischer zu einem vorwiegend positiven Resümee.