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Peiting profitiert von Peißenberger Hitzköpfigkeit

Kreisliga

von Roland Halmel · 18.08.2025, 10:30 Uhr · 0 Leser
Szene aus dem Kreisliga-Spiel zwischen Peißenberg und Peiting - Endstand 2:4.
Szene aus dem Kreisliga-Spiel zwischen Peißenberg und Peiting - Endstand 2:4. – Foto: Roland Halmel

Der Bezirksliga-Absteiger TSV Peiting entscheidet das Derby dank Überzahl für sich. Gegner Peißenberg fiel erneut durch sein ungestümes Auftreten auf.

Peißenberg – In der vergangenen Saison belegte der TSV Peißenberg den letzten Platz in der Fairness-Tabelle. Ein unrühmliches Kunststück, das die TSV-Elf offenbar erneut anzustreben scheint. Nach nur drei Spieltagen in der Kreisliga 1 liegen die Peißenberger schon wieder vorne in der „Böse-Buben-Hitliste“. Im Derby gegen den TSV Peiting kam die inzwischen dritte Zeitstrafe und eine Ampelkarte dazu. Diese beiden Sanktionen nach Fouls waren auch der entscheidende Faktor, warum das Heimspiel gegen den Bezirksliga-Absteiger mit 2:4 verloren ging.

„Mit solchen Aktionen legen wir uns selbst ein Ei. Das ist echt schade für den Aufwand, den die Mannschaft betreibt“, ärgerte sich Peißenbergs Coach Fritz Stögbauer, weil sein Team zum Zeitpunkt der Hinausstellungen kurz davor stand, die Partie nach einem Zwei-Tore Rückstand zu drehen. „Trotzdem Kompliment an das Team, das nie aufgibt“, ergänzte Stögbauer. Dem Sieg zum Trotz zog auch sein Gegenüber Thomas Fischer eine gemischte Bilanz: „Die ersten dreißig und die letzten zwanzig Minuten waren in Ordnung“, lautete sein Fazit. „Dazwischen haben wir etwas den Faden verloren und zu viele Chancen ausgelassen, um den Sack früher zuzumachen“, monierte Fischer, dessen Team im Gegensatz zu den zwei Spielen davor einen fulminanten Start hinlegte.

Ein starkes Zusammenspiel von Tobias Baarfüßer und Martin Schauer veredelte letzterer zum frühen Führungstreffer (5.) der Gäste. Kurz nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Lukas Wolf legten die Peitinger nach: Bei einem Konter über die rechte Seite bediente Schauer den mitgelaufenen Florian Wörle (13.), der mit einem Schlenzer auf 0:2 erhöhte. Youngster Philipp Nienhaus (18.,27.) scheiterte danach zweimal an Thomas Höringer, dem Debütanten im Peißenberger Kasten. „Den Anfang haben wir verschlafen“, räumte Stögbauer ein. Erst als er nach einer knappen halben Stunde mit Moritz Pech und Fabian Lory zwei junge Angreifer einwechselte, lief es besser. Ein Standard brachte schließlich den Anschlusstreffer: Michael Gladiator köpfte eine Ecke an die Latte und im zweiten Nachschuss drückte Hannes Kunterweit (35.) den Ball zum 1:2 über die Linie.

Thomas Voelkle (43., 52.) sowie Pech (48.) verpassten im weiteren Verlauf den möglichen Ausgleich. Aber auch Wörle (50.) ließ eine gute Möglichkeit zum dritten Tor der Gäste aus. Das fiel erst nach einem Ballverlust der Hausherren. Wörle schnappte sich das Leder, bediente Hannes Rohrmoser und der netzte zum 1:3 (61.) ein. Die Peißenberger brauchten danach ein paar Minuten, um sich von dem Schock zu erholen. Unmittelbar nach der Umstellung auf eine Dreierkette gelang Fabian Lory (78.) jedoch der Anschlusstreffer. Allerdings handelte sich der Torschütze wenig später eine Zeitstrafe (86.) ein und erwies seiner Mannschaft genauso wie Dennis Mulaj, der eine Zeigerumdrehung später die Ampelkarte (87.) sah, einen Bärendienst. In doppelter Überzahl hatten die Peitinger leichtes Spiel. Der auffällige Schauer (90+2.) machte mit dem 4:2 in der Nachspielzeit endgültig alles klar.