2026-03-25T14:09:28.761Z

Allgemeines

Peiting dreht das Spiel beim MTV Berg nach Rückstand

Kreisliga

von Oliver Rabuser · Heute, 13:50 Uhr · 0 Leser
MTV Berg vs TSV Peiting
MTV Berg vs TSV Peiting – Foto: Oliver Rabuser
Benedikt Multerer und Matthias Lotter trafen für den TSV Peiting. Bergs Torjäger Marcel Höhne vergab die große Chance zum 2:1.

Ein Ausflug an den Starnberger See ist selten verkehrt. Vor allem dann, wenn der Besuch am Ende noch mehr zu bieten hat als Sonne, Wasser und König-Ludwig-Romantik. Und so war man beim TSV Peiting nach dem 2:1-Erfolg gegen den MTV Berg durchaus im Reinen mit sich. Wer muss schon schön spielen, wenn bereits die Umgebung für eine Pitoreske sorgt? Manchmal reichen schlichte Effizienz und ein bisserl Glück, um die Punkte von einem Gastspiel mit nach Hause zu nehmen. Einer mehr als durchwachsenen ersten Spielhälfte ließen die Pfaffenwinkler einen Leistungsanstieg und zwei Stürmertore folgen.

Zwischen den beiden TSV-Treffern findet sich der Knackpunkt der Partie. Marcel Höhne, Bergs Torgarant und mit 15 Treffern erfolgreichster Knipser der Kreisliga 1, brachte es fertig, den Ball bei einem Spielstand von 1:1 aus überschaubarer Distanz am leeren Peitinger Gehäuse vorbeizusetzen. Passiert den Besten, kostete der Heimelf aber das Spiel.

Fast im Gegenzug stellte Matthias Lotter auf 2:1 und damit den Endstand her. Benedikt Multerer wurde in der Umschaltbewegung vom Gegner bedrängt, blieb aber am Ball, den er diagonal in die vorderste Linie zu Lotter bewegte. Der schloss rund 14 Meter vor dem Tor gegen den Lauf von MTV-Keeper Josef Pernerstofer ab. Obgleich sich der Ball gefühlt in Zeitlupe Richtung Torlinie bewegte, war der Schlussmann chancenlos. Ein typisches „Lotti“-Tor, dem ein noch typischeres Multerer-Erfolgserlebnis vorausging. Nach einem Eckball – resultierend aus einem gefährlichen Freistoß von Tobias Freiberger – freundete sich der Rückkehrer aus Murnau mit dem im Fünfmeterraum herabfallenden Ball gerade noch rechtzeitig an, um ihn aus kurzer Entfernung über die Linie zu drücken. „Das hat uns Auftrieb gegeben“, resümiert Thomas Fischer, ohne zu vergessen, dass seine Elf zu Ende ein finales Statement unterließ. „Da haben wir einiges nicht zu Ende gespielt“, moniert der TSV-Coach. Es reichte aber auch so, weil sich der MTV zum Leidwesen von Trainer Maxi Wagner im zweiten Abschnitt nicht mehr an den Matchplan hielt.

Dabei führte Berg mit 1:0. Zunächst wurde ausgerechnet Höhne als Zielspieler übersehen. Nach dessen geblocktem Schussversuch reichte dann ein ausgefahrenes Gesäß, um vier TSV-Abwehrspieler vom Ball fernzuhalten. Zudem parierte Klein stark gegen Höhne. Schon da wollte Fischer „leichte Vorteile für uns“ erkannt haben. Doch blieb Martin Schauer bei zwei Möglichkeiten der Gäste ohne Erfolg. Erst rauschte er knapp an Multerers Hereingabe vorbei, dann traf er zentral vor Pernerstofer den Pfosten. Am Ende aber reichte die Steigerung zum verdienten Dreier, der ein Mutmacher für die Heimpartie gegen Spitzenreiter TuS Geretsried II am Ostermontag sein kann.