
Nach einer sportlichen Talfahrt, die den NK Croatia Bietigheim bis in die tiefsten Regionen der Tabelle der Bezirksliga Enz/Murr geführt hat, endet nun. Der Verein und Trainer Michael Lamnek gehen ab sofort getrennte Wege. Was als Hoffnungsträger-Projekt begann, endet in einer einvernehmlichen, aber schmerzhaften Trennung.
Differenzen über die sportliche Ausrichtung
Es sind Nachrichten, die die Anhänger von NK Croatia Bietigheim am heutigen Montagabend tief treffen. Nach intensiven und vor allem offenen Gesprächen zwischen der Vereinsführung und Trainer Michael Lamnek wurde die Entscheidung getroffen, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden. Dies teilt der Verein mit.
Weiter heißt es: Es ist ein Schritt, der aus der Notwendigkeit geboren wurde, auf die sportliche Stagnation zu reagieren. Die Gründe für das Aus liegen in unterschiedlichen Vorstellungen über die sportliche Ausrichtung sowie die zukünftige Entwicklung der Mannschaft. In einer Phase, in der Einigkeit das höchste Gut sein sollte, konnten sich Verein und Trainer nicht mehr auf ein gemeinsames Fundament für die kommenden Aufgaben verständigen.
Dank für Leidenschaft und großen Einsatz
Trotz der Trennung blickt der Verein mit Respekt auf die geleistete Arbeit zurück. Der Verein bedankt sich bei Michael Lamnek für dessen Einsatz und die Leidenschaft, die er in das Projekt investiert hat. Er übernahm die Verantwortung in einer kritischen und wichtigen Phase des Vereinslebens. Sein Engagement für das Team und die investierte Zeit werden seitens der Verantwortlichen gewürdigt. Es ist ein Abschied mit Anerkennung für den Menschen und den Fachmann.
Ein kurzes Kapitel findet sein Ende
Dabei war die Ära unter dem Übungsleiter erst vor Kurzem angebrochen. Zu Beginn der laufenden Saison 2025/2026 hatte Michael Lamnek das Traineramt übernommen. Mit großen Hoffnungen gestartet, konnte die Negativspirale jedoch nicht nachhaltig durchbrochen werden. Nach dem Abstieg aus der Landesliga befindet sich der Club in einer prekären sportlichen Situation. Die Zeit der gemeinsamen Arbeit war kurz, aber intensiv, und endet nun vorzeitig, bevor die langfristigen Ziele realisiert werden konnten.
Die bittere Realität der Bezirksliga Enz/Murr
Ein Blick auf die Tabelle der Bezirksliga Enz/Murr offenbart das Ausmaß der sportlichen Krise. NK Croatia Bietigheim rangiert nach 19 Spieltagen auf dem enttäuschenden 16. Tabellenplatz. Mit lediglich 16 Punkten und einem Torverhältnis von 25:49 droht dem Club nach dem letztjährigen Abstieg der direkte Durchmarsch in die Kreisliga A. Nur der TV Pflugfelden liegt mit drei Punkten noch hinter den Bietigheimern.
Schmerzhafte Niederlage als letzter Akt
Der gestrige Sonntag markierte den traurigen Schlusspunkt der Ära Lamnek. Im Auswärtsspiel beim TV Aldingen musste sich die Mannschaft mit 0:2 geschlagen geben. Es war ein Spiel, das symptomatisch für die aktuelle Lage stand: Bemühen war vorhanden, doch am Ende blieb man ohne Punkte und ohne Torerfolg.
Interne Lösung für die Übergangsphase
Bis ein neues Trainerteam präsentiert werden kann, setzt der Verein auf interne Stabilität. Co-Trainer Ciro Palmieri wird gemeinsam mit Ante Pajo Mihaljević die Verantwortung für die Mannschaft übernehmen. Das Interimsduo steht vor der Herkulesaufgabe, das Team moralisch wieder aufzurichten und die nötige Konzentration für den Abstiegskampf zu bündeln. Der Verein zeigt sich überzeugt, dass diese Lösung in der aktuellen Übergangsphase für die nötige Ruhe und Stabilität sorgen wird, um die kommenden Aufgaben hochmotiviert anzugehen.
Der Blick geht nach vorne
Trotz der schwierigen Gesamtsituation gibt sich die Vereinsführung kämpferisch. Man blicke nun geschlossen nach vorne und wolle zeitnah über die weiteren Schritte informieren. Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt nicht: Bereits am kommenden Sonntag, 22.02.2026, steht das nächste richtungsweisende Spiel an. Um 14:30 Uhr empfängt NK Croatia Bietigheim die Spvgg Besigheim. Gegen den Tabellenvierten muss die Mannschaft beweisen, dass sie den Kampf um den Klassenerhalt unter der neuen Leitung angenommen hat.