2026-04-20T12:45:22.080Z

Allgemeines

Paukenschlag beim Ex-Oberligisten: Sofortiger Trainerwechsel

Der FC Marbach und Coach Steffen Leibold trennen sich.

von red · 25.02.2026, 13:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Joachim Koschler

Der FC Marbach zieht in der Bezirksliga Enz/Murr eine personelle Konsequenz – nicht aus sportlicher Hektik, sondern aus menschlicher Vernunft. Steffen Leibold hat sein Traineramt niedergelegt. Mit sofortiger Wirkung übernimmt Christos Makrigiannis die Verantwortung, begleitet von Dominik Gallert und Stefan Watzka.

Es ist ein Wechsel, der nicht nach Ergebnisdruck klingt, sondern nach Realitätssinn. Steffen Leibold legt sein Amt als Trainer des FC Marbach nieder. Der Verein begründet diesen Schritt nicht mit Tabellenplätzen oder kurzfristigen Stimmungslagen, sondern mit der Wucht des Alltags, die ein Traineramt im Amateurfußball längst geworden ist: Planung, Gespräche, Organisation, Verantwortung – Woche für Woche, weit über die 90 Minuten am Sonntag hinaus. Wer diesen Job „mit 120 Prozent“ lebt, zahlt irgendwann den Preis.

Leibold hat, so beschreibt es der Klub, im vergangenen Jahr alles in Marbach investiert: Herzblut, Zeit, Energie. Doch neben dem Fußball stehen andere Bereiche, die nicht verhandelbar sind: Familie, Beruf, Gesundheit. Wenn das Gleichgewicht kippt, ist ein Schritt zurück keine Flucht, sondern Konsequenz. „Es wurde schlicht zu viel“, heißt es – und der Verein stellt klar: Gesundheit und Familie gehen vor. Das verdiene Respekt.

Sportlich hinterlässt ein solcher Abgang natürlich trotzdem eine Lücke, die Marbach sofort schließen muss. Mit sofortiger Wirkung übernimmt Christos Makrigiannis die Verantwortung an der Seitenlinie. Unterstützt wird er weiterhin von Dominik Gallert und Stefan Watzka – ein Trio, das Stabilität vermitteln soll, während sich die Mannschaft neu sortiert. Der Zeitpunkt ist dabei nicht ohne Brisanz: In der Bezirksliga Enz/Murr ist das Mittelfeld eng, und Marbach steckt mittendrin. Nach 20 Spielen steht der FCM auf Rang neun (neun Siege, zwei Unentschieden, neun Niederlagen) bei 34:46 Toren und 29 Punkten.

Nach oben ist der Kontakt nicht abgerissen, nach unten bleibt Wachsamkeit Pflicht. In einer Liga, in der an der Spitze TSV Münchingen (45 Punkte) und Germania Bietigheim (42) den Ton angeben, zählt für Marbach vor allem Konstanz – und ein klarer Fokus auf die nächsten Aufgaben. Der Verein verabschiedet Leibold mit warmen Worten: Er habe die Erste „sportlich wie menschlich“ weiterentwickelt und bleibe Teil der Marbacher Fußballfamilie. Die Botschaft ist eindeutig: „Einmal Marbach. Immer Marbach.“ Jetzt beginnt für Makrigiannis die Arbeit – und für Marbach die Phase, aus einem Einschnitt neue Energie zu ziehen.