
Am 27. Juli standen sich die SpVgg Patersdorf und der SV Bernried am ersten Spieltag der Kreisklasse Regen gegenüber. In einer unterhaltsamen Begegnung behielt die Gehr-Truppe mit 5:2 die Oberhand. Allerdings hatte die Partie ein Nachspiel, denn das Kreissportgericht wandelte das Ergebnis im Nachgang in eine 0:x-Niederlage um, da zwei SpVgg-Akteure angeblich nicht spielberechtigt waren.
"Wir werden in die nächste Instanz gehen und Berufung gegen das Urteil einlegen. Der Fall ist komplex; nach unserer Auffassung liegt eine technisch-organisatorische Unklarheit im Zuge des Vereinswechsels und der Systemanzeige vor. Wir lassen die Entscheidung daher prüfen – wir möchten nicht für etwas sanktioniert werden, das wir nicht zu vertreten haben“, erklärt SpVgg-Abteilungsleiter Tommy Schneider im September als das Urteil publik wurde.
Nun hat die SpVgg Patersdorf einen Teilerfolg erreicht und die Partie wird zumindest neu angesetzt. "Wir sind sehr erleichtert und auch dankbar über die Entscheidung des Berufungsgerichts. Nach einem langen und für alle Beteiligten intensiven Verfahren wurde der Gerechtigkeit nun endlich Genüge getan. Unsere Sichtweise wurde in vollem Umfang bestätigt, und es wurde klar festgestellt, dass wir als Verein jederzeit korrekt, transparent und regelkonform gehandelt haben. Der gesamte Vorgang hat sich über rund fünf Monate hingezogen. Nicht nur für Mannschaft und Trainer, auch für den gesamten Verein war das eine große Belastung. Umso wichtiger ist es, dass nun Klarheit herrscht und der Sachverhalt abschließend richtig eingeordnet wurde. Besonders bedanken möchten wir uns ausdrücklich bei den eingesetzten Schiedsrichtern, die unabhängig und fachlich korrekt bestätigt haben, dass am Spieltag keine Unregelmäßigkeiten erkennbar waren. Ebenso möchten wir betonen, dass wir zu jeder Zeit konstruktiv und sachlich mit dem BFV zusammengearbeitet haben. Unser Ziel war nie eine Konfrontation, sondern eine faire und nachvollziehbare Klärung im Sinne des Sports. Auch wenn das BFV-Regelwerk in diesem Fall keine direkte Rückgabe der Punkte vorsieht und stattdessen ein Wiederholungsspiel anordnet, akzeptieren wir diese Entscheidung selbstverständlich. Jetzt blicken wir nach vorne und konzentrieren uns auf das, worum es im Fußball letztlich geht: den sportlichen Wettbewerb auf dem Platz", lässt der Verein verlauten.
Mit einem Sieg im Wiederholungsmatch wären Kraus, Dötterl, Pfleger & Co. voll im Aufstiegsrennen dabei und würden nach Punkten mit dem derzeitigen Rangzweiten Kirchberg gleichziehen. Doch auch für Bernried ist der Zug nach vorne längst noch nicht abgefahren. Die Konstellation hat es auf alle Fälle in sich. Am 15. März (Anstoß: 14 Uhr) geht das Wiederholungsmatch über die Bühne.