
In der Kreisliga kämpfen aktuell drei Teams ganz vorne mit - die DJK Pasing, die SG TSV Haar/TSV Grasbrunn und die Löwinnen. Wer setzt sich durch?
München - Für die meisten Teams geht spätestens dieses Wochenende offiziell die Rückrunde los. In der Kreisliga München der Frauen hat sich in dieser Saison ein spannender Dreikampf zwischen der DJK Pasing, der Spielgemeinschaft TSV Haar/Grasbrunn I und dem TSV 1860 München I entwickelt. Pasing und Haar/Grasbrunn haben jeweils 30 Punkte, während Sechzig mit zwei Zählern weniger als Verfolger lauert. Auf dem vierten Platz ist der FC Teutonia München I angesiedelt, doch das Team dürfte angesichts der starken Vorrunde der Top Drei nur noch Außenseiterchancen auf die Meisterschaft haben.
Auf Platz eins steht die DJK Pasing. „Die Meisterschaft ist das große Ziel von uns allen. Wir wissen aber auch, dass wir ganz viele enge Begegnungen in der Hinserie hatten. Deswegen bleibt es spannend“, ordnete Trainer Philipp Fuß die Hinrunde der Pasinger ein, die nur gegen Teutonia verloren.
Mit Fuß hat die DJK Pasing diese Saison auch wieder ihren Meister-Trainer, mit dem sie vor einigen Jahren ihre Aufstiege feiern durfte. Personell konnte die DJK im Winter auch nochmal in der Offensive zulegen, kann aber in der Rückrunde nur noch auf eine Torhüterin zurückgreifen. Der größte Baustein ist für Fuß die Defensive, da er mit der Anzahl der Gegentore insbesondere im Top-Spiel gegen den TSV 1860 München nicht zufrieden war.
... die Chancen auf die Meisterschaft: „Wir stehen vorne, natürlich ist die Meisterschaft möglich. Das ist das große Ziel von uns allen.“
... die Top-Konkurrenten: „Der TSV 1860 hat sehr viel individuelle Qualität hat, während Haar ausgeglichener ist. Haar ist eine junge Mannschaft, die bestimmt noch mehr Schwankungen drin hat, wobei sie wirklich jede Woche super Leistungen zeigen. Auch Teutonia kann die Top Drei ins Stolpern bringen.“
... eine mögliche Meister-Feier: „Wir haben super Sponsoren. Da wird es bestimmt eine große Sause geben.“
Beste Chancen auf die Meisterschaft hat neben der DJK Pasing auch die SG TSV Haar/TSV Grasbrunn. Für die Haarer, die seit drei Jahren eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Grasbrunn bilden, ist es die vierte Saison in Folge in der Kreisliga. Wie auch die DJK Pasing musste sich die Elf in der Hinrunde nur einmal geschlagen geben - gegen Pasing. Mit 53 Treffern und nur 9 Gegentoren stellt die Spielgemeinschaft den stärksten Angriff und die beste Abwehr der Liga. Einziges Manko - das junge Alter und somit die Unerfahrenheit. „Gegen Pasing sind wir ein bisschen ins Messer gelaufen“, so Trainer Harry Pirker. Die Spielgemeinschaft fühlt sich für die Rückrunde jedoch gewappnet: „Wir haben unsere Hausaufgaben in der Vorbereitung gemacht.“
... die Chancen auf die Meisterschaft: „Wir haben eine gute Vorrunde gespielt und wollen das jetzt in der Rückrunde bestätigen. Wir gehen auf Angriff und wollen als Erster ins Ziel. Wir wollen die Liga rocken.“
... die Top-Konkurrenten: „Die Sechziger kann ich nicht beurteilen, weil wir gegen die noch nicht gespielt haben. Pasing ist eine reife, körperliche Mannschaft, die einen guten Gesamteindruck hinterlassen hat. Teutonia war aber für mich das stärkste Team, obwohl wir gegen Pasing verloren und gegen Teutonia gewonnen haben.“
... eine mögliche Meister-Feier: „Der O-Ton vom Team ist klar: Malle, am Wochenende hinzufliegen. Aber wir haben vielleicht auch als Gegenargument Flensburg mit einem Turnier in Dänemark. Das ist nicht ganz spruchreif, aber es wird sicherlich eine große Party geben. Wenn wir Meister werden, wird sie größer.“
Beim TSV 1860 München, die mit zwei Punkten Rückstand eine minimal schlechtere Ausgangsposition haben, sagte Trainer Mariano Frate bereits vor der Saison gegenüber dem Fan-Portal „sechzger.de“: „Wir wollen aufsteigen, sonst wäre ich fehl am Platz hier.“ In der Hinrunde ließ die Elf nur gegen die DJK Pasing und gegen den SC Bogenhausen Punkte liegen. Sein Plan für die Rückrunde lautet: „Jedes Spiel gewinnen“, weshalb man beim TSV 1860 München schon jetzt jedes Spiel als Endspiel ansieht. Beste Voraussetzung dafür hat der TSV auch mit Top-Scorerin Kira Winter, welche mit 18 Treffern auch die Torschützen-Liste der Liga anführt.
... die Chancen auf die Meisterschaft: „Wir haben nur zwei Punkte Rückstand zum Ersten. Wir haben es selber in der Hand.“
... die Top-Konkurrenten: „Pasing und Haar sind beide sehr, sehr stark. Teutonia ist auch sehr stark, kommt aber mittlerweile nicht mehr für die Meisterschaft in Frage. Wer den besseren Tag hat, gewinnt.“
... eine mögliche Meister-Feier: „Damit beschäftigen wir uns noch nicht.“
Alles deutet auf eine spannende Rückrunde hin. Spätestens am letzten Spieltag, der am 31. Mai stattfindet, wird dann entschieden sein, wer sich durchgesetzt hat und in die Bezirksliga aufsteigen darf. (Sarah Georgi)