
Eine tolle Serie hat der TV Parsberg in der Bezirksliga Süd am Laufen. Die Kicker aus dem Landkreis Neumarkt haben seit dem fünften Spieltag und damit seit 13 Spielen nicht mehr verloren. Mehr noch: die letzten fünf Spiele wurden gewonnen – mit nur einem Gegentor. Peu à peu machten Kapitän Pröbster, die Brandl-Brüder und Co. Boden gut in der Tabelle. Als Nächstes warten auf den Landesliga-Absteiger zwei Kräftemessen mit Top-Teams. Dabei hatte sich zu Saisonbeginn der aktuelle Erfolgslauf noch so gar nicht abgezeichnet.
Ein Trainerwechsel anfangs der Sommervorbereitung, eine kräftezehrende Vorsaison mit Relegation und Abstieg, der Weggang von Top-Scorer Alexander Freitag plus größere Verletzungssorgen – es schwebten einige Fragezeichen über der Hatzengrün. Und das spiegelte sich an den ersten Ergebnissen wider. Drei der ersten vier Saisonspiele wurden verloren. „Dass es schwierig werden würde nach dem kurzfristigen Trainerwechsel, war klar“, sagt Stephan Buckow. Der Laaberer übernahm den Trainerposten Ende Juni, folgte auf den kurz zuvor freigestellten Stefan Weber. Buckow führt aus: „Aus der schwierigen letzten Saison haben wir sechs, sieben Verletzte mitgeschleppt. Irgendwann war die Ausfallquote zweistellig. Das macht sich bemerkbar. Was dazukommt: Zum einen haben die Spieler drei Jahre nacheinander Relegation gespielt, hatten fast nie frei. Da war es irgendwo klar, dass es relativ holprig losgehen würde. Zum anderen musste unsere Spielweise eine andere werden als in der Landesliga – dort konnte mehr auf Konter gespielt werden, jetzt sind wir selbst gefordert.“
So holprig die Saison losging, umso besser läuft es jetzt. „Ein Erfolgsrezept gibt es eigentlich nicht“, erklärt Buckow, arbeitet aber heraus: „Körperlich sind wir stark. Beim Spiel in Bach waren wir zum ersten Mal ein bisschen müde – was aber einer Grippewelle geschuldet war. Es passt momentan einfach viel zusammen. Ich habe einen breiten und guten Kader, was sich auszahlt.“
Zudem: Von den vielen Verletzten kamen Stück für Stück Spieler zurück. Fabian Heinloth, Alexander Stark oder Raphael Heimisch etwa. „Das macht sich natürlich bemerkbar.“ Von einer „vollen Kapelle“ sind die Parsberger aber noch weit entfernt. So konnten Leon Brandl, Jonas Mayer und Ersatzkeeper Dominik Höllrigl in dieser Saison quasi noch überhaupt nicht eingreifen. Für Mayer ist die Saison nach einer Kreuzband-OP wohl ohnehin gelaufen. Auch Paul Hegelein und Samuel Heinloth sind schon länger außer Gefecht.

