Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Gäste: Bereits in der 8. Minute verwandelte Kai Hahn einen Foulelfmeter zur frühen Führung. Pansdorf schien zunächst die Kontrolle zu haben und unterstrich seine Ambitionen, nach dem Sieg gegen den VfR Horst nachzulegen.
Doch mit zunehmender Spieldauer kippte die Begegnung. Todesfelde II, nun mit mehr Zugriff und Energie, arbeitete sich immer besser in die Partie und stellte den Favoriten vor wachsende Probleme. Pansdorf verlor zunehmend die Struktur, fand kaum noch Lösungen im Spielaufbau und konnte offensiv nur noch selten Akzente setzen.
Trainer Hendrik Block sprach später von einem klaren Bruch im Spiel seiner Mannschaft: „Wir starten richtig gut, verlieren aber nach unserer Führung den Faden und bekommen keinen Fuß mehr ins Spiel.“
Todesfelde drückt – und wird belohnt
Die Hausherren, die als Tabellen-13. dringend Punkte im Abstiegskampf benötigen, steigerten sich kontinuierlich und wurden immer gefährlicher. Vor allem in der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, in dem Todesfelde mit hoher Intensität und viel Einsatz agierte.
Der Aufwand sollte sich schließlich auszahlen: In der 81. Minute traf Cornel Josef Barlikowski zum verdienten 1:1-Ausgleich und sorgte für großen Jubel bei den Gastgebern.
„Todesfelde hat das stark gemacht und war extrem unangenehm“, räumte Block ein. „Wir nehmen den Punkt aus einem schweren Auswärtsspiel mit.“ Für Pansdorf bedeutet das Remis einen kleinen Rückschlag im Kampf um die Spitzengruppe, bleibt aber mit nun 34 Punkten auf Rang vier – punktgleich mit dem VfR Horst.
Todesfelde II hingegen sammelt einen wichtigen Zähler im Tabellenkeller und verbessert sich auf 22 Punkte. Trainer Sebastian Fojcik sah insgesamt einen gutes Spiel seiner Elf: „Das war ein sehr guter Auftritt von uns – mit viel Leidenschaft, Engagement und klar erkennbaren Spielideen über die gesamte Spielzeit. Wir haben es immer wieder geschafft, den Gegner zu binden, Überzahlsituationen auf den Außen zu kreieren und zu zahlreichen Abschlüssen zu kommen. Insgesamt bin ich mit der Leistung sehr zufrieden."
Den erstem Spielabschnitt bewertete er kritisch: "Da haben wir ein, zwei Umschaltsituationen zu viel zugelassen. Daraus resultierte auch das 0:1 durch einen Elfmeter. Diesem Rückstand sind wir dann über weite Strecken hinterhergelaufen. Trotzdem hat die Mannschaft nicht den Kopf verloren und vor allem in der zweiten Halbzeit kaum noch etwas zugelassen. Wir haben den Gegner in seiner eigenen Hälfte eingeschnürt und uns klare Möglichkeiten erarbeitet – inklusive eines Elfmeters, den wir im Nachschuss leider nicht nutzen konnten."
Das Remis sei erarbeitet mindestens gewesen. "Trotzdem sind wir drangeblieben und haben uns den Ausgleich absolut verdient. Vom Spielverlauf her wäre sogar mehr drin gewesen – eigentlich hätten wir hier drei Punkte holen müssen. Aber in einer Phase, in der es nicht ganz für uns läuft, ist es wichtig, den Punkt mitzunehmen und darauf aufzubauen.“
SV Todesfelde II – TSV Pansdorf 1:1
SV Todesfelde II: Jan Malte Skubowius, Johannes Willebrand, Lasse Schwiemann, Maximilian Aberger, Elias Jung, Paul Rieseler, Dennis Studt (90. Yannick Phil Hagemann), Tünay Bektas, Sam Alparslan Puranaci, Cornel Josef Barlikowski, Jakob Friedrichs (75. Nic Henri Jeske) - Trainer: Sebastian Fojcik
TSV Pansdorf: Jannes Hendrik Leptien, Marcel Venzke, Joel Denker, Etienne Noel Grimm (78. Dennis Rosenlöcher), Paul Julian Meins, Nick Zubke (64. Mika Hansen), Enrique Bromund, Christoph Schnell (68. Paul Manthe), Kai Hahn, Timon Werda (90. Jonas Timon Kröger), Jannik Schoer (64. Malte Villbrandt) - Trainer: Hendrik Block
Schiedsrichter: Jannes Flaszynski (Holtsee) - Zuschauer: 48
Tore: 0:1 Kai Hahn (8. Foulelfmeter), 1:1 Cornel Josef Barlikowski (81.)