2026-04-23T13:43:33.969Z

Ligavorschau

Panduren und Hüttenstädter wollen Abstand zu den Verfolgern halten

Sowohl der SV Raigering, als auch der TuS Rosenberg könnten sich bei einem Sieg am Wochenende entscheidend oben absetzen +++ Sorgt Köfering im Keller weiterhin für Furore und wird die "Rote Laterne" los?

von Werner Schaupert · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
Der zuletzt etwas schwächelnde Ligaprimus SV Raigering (in Blau) spürt den heißen Atem von Verfolger TuS Rosenberg und steht im Heimspiel gegen Schmidmühlen unter dem Druck des Gewinnenmüssens.
Der zuletzt etwas schwächelnde Ligaprimus SV Raigering (in Blau) spürt den heißen Atem von Verfolger TuS Rosenberg und steht im Heimspiel gegen Schmidmühlen unter dem Druck des Gewinnenmüssens. – Foto: Markus Venzl

Auf geht´s, hinein in die drittletzte Runde der Kreisliga Süd im Spieljahr 2025/26. Dabei haben die beiden die Liga anführenden Teams des SV Raigering (1./48 - gegen Schmidmühlen) und TuS Rosenberg (2./46 - in Luhe-Wildenau) fest auf der Agenda, den erarbeiteten Vorsprung gegenüber der hinterherhechelnden Verfolgerschar zu verteidigen und sich damit vorentscheidend abzusetzen. Sollten beide ihre Aufgaben meistern, dürfte sich Platz 2 und damit die Chancen auf die Teilnahme an der Kreisligarelegation für den TSV Königstein (3./41 - gegen Ursensollen) und den 1. FC Rieden (4./41 - gegen Haselmühl) erledigt haben.

Schauen wir noch auf die Abstiegszone: Da hat der SV Köfering (14./14) nach einer bislang unbefriedigenden Saison mit zuletzt zwei Dreiern in Folge Blut geleckt und möchte seinen "Flow" nun nutzen, um durch einen Heimsieg gegen den FV Vilseck (10./27) im besten Fall das Tabellenende zu verlassen. Der Gemeinderivale ASV Haselmühl (13./15) würde dies natürlich gerne verhindern, steht aber beim 1. FC Rieden (4./41) vor einer hohen Hürde. Bleibt noch der SC Luhe-Wildenau II (12./21), dem trotz des 2:0-Erfolgs im Nachholspiel am Mittwoch im Match gegen den aktuellen "Vize" TuS Rosenberg nur ein Sieg hilft, will er der Relegation noch entkommen.
Rückblick auf ein Nachholspiel am Mittwochabend:

Eminent wichtiger Heimsieg im ersten von vier Endspielen für den SC gegen einen in der ersten halben Stunde spielbestimmenden Gast. Der verpasste in dieser ersten Phase einer kampfbetonten Partie seine Dominanz auch in Zahlen auszudrücken. Gegen Ende des ersten Abschnitt bekam die Heimelf dann besser Zugriff, um nach der Pause die Spielführung zu übernehmen. Die beiden Treffer innerhalb von zwölf Minuten belohnten die Scheler-Elf schließlich für eine Leistungssteigerung in Abschnitt 2 und den nach anfänglichen Problemen gezeigten Willen, dieses wichtige Match für sich zu entscheiden.

SC-Coach Dieter Scheler: "Hart umkämpftes Spiel mit vielen Zweikämpfen. Freudenberg kam besser ins Spiel und hatte gute Möglichkeiten. Ab der 30. Minute kamen wir dann besser ins Spiel. In der 2. Halbzeit hatten wir dann Spielkontrolle und gute Chancen. Wichtiger Sieg meiner Mannschaft."

Gästespielertrainer Florian Neiß: "Wir hatten in den ersten 20 bis 30 Minuten zwei drei gute Chancen, bei denen wir durchaus in Führung gehen können. Im Laufe des Spiels wurde aber Luhe-Wildenau immer griffiger. Die zweite Halbzeit geht dann klar an die Heimmannschaft, wir haben es nicht mehr geschafft, für Entlastung zu sorgen. Folgerichtig fielen dann die beiden Tore. Am Ende ein verdienter Heimsieg."

Tore: 1:0 Xavier Siemski (71.), 2:0 Enrico Kellner (83.) - Schiedsrichter: Sebastian Scheidler - Zuschauer: 110

Die Partien der Runde 24 im Überblick:

Beide Mannschaften stehen in dieser Partie unter dem Druck des Gewinnenmüssens. Für den SC zählt bei sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer drei Spieltage vor Saisonende nur ein Sieg, genauso wir für die Gäste, die einmal an Raigering dranbleiben wollen und sich andererseits Platz 2 mit einem Dreier fast schon sichern könnten. Eine Auseinandersetzung mit offenem Visier ist zu erwarten, in die die Hüttenstädter natürlich als Favorit gehen.

SC-Coach Dieter Scheler: "Wir sind am Samstag klarer Außenseiter, denn Rosenberg ist ein Mitfavorit auf den Titel. Beide Mannschaften müssen punkten. Wir versuchen den Schwung vom Mittwoch mitzunehmen. Für uns zählen aktuell nur Punkte."

TuS-Spielertrainer Dennis Kramer: "Am Wochenende geht es für uns nach Luhe-Wildenau. Die Vorzeichen sind klar, beide Teams werden punkten wollen. Wir wollen unbedingt den Druck auf Raigering aufrechterhalten und der SC will die Relegation klar machen. Uns ist also absolut klar, was uns erwartet und wir werden das Spiel mit voller Konzentration angehen müssen. Letztendlich gilt es für uns, die guten Leistungen zu bestätigen und weiterhin für den Erfolg zu arbeiten. So wollen wir die Punkte entführen."

Beide Mannschaften gehen frei von jeden Zwängen in dieses Derby, so darf sich die Fangemeinde auf ein Nachbarduell freuen, in dem das Prestige in den Vordergrund treten darf. Schon aufgrund der Tatsachen, dass die Gäste mit eng gestricktem Aufgebot schon unter der Woche im Einsatz waren und dass der TuS im neuen Jahr noch ungeschlagen ist, lassen die Kaolinstädter in der Partie der 9 gegen die 5 in die Rolle eines leichten Favoriten schlüpfen.

TuS-Spielercoach Andi Meyer: "Nach dem jetzt auch rechnerisch fixen Klassenerhalt können wir das Spiel gegen Freudenberg ohne großen Druck angehen. Nichtsdestotrotz wollen wir den positiven Lauf gerne weiterhin aufrechthalten und die Punkte bei uns in Hirschau lassen. Das Hinspiel, sowie die Spiele in der Vergangenheit hat meistens Freudenberg gewonnen. Dies wollen wir gerne einmal wieder ändern und das Spiel für uns entscheiden."

SVF-Spielertrainer Florian Neiß: "Derby in Hirschau. Bei uns macht sich langsam der dünne Kader bemerkbar. Die Jungs machen nicht mehr den frischesten Eindruck. Es gilt jetzt nochmal alle Kräfte für die drei letzten Spiele zu mobilisieren."

Nur fünf Punkte aus den letzten fünf Partien haben dem TSV wohl alle Chancen auf zumindest Platz 2 gekostet, obwohl es rechnerisch noch möglich wäre. So heißt es nun, so viele Zähler wie möglich noch einzufahren, zumindest Platz 3 zu verteidigen und zu schauen, ob vielleicht doch noch etwas geht. Ein Sieg, ein Unentschieden und vier Niederlagen lautet die Bilanz der Gäste nach der Winterpause, um die tabellarische Talfahrt zu stoppen, soll in Königstein wenigstens ein Punkt ins Heimgepäck geschnürt werden.

TSV-Chefanweiser Roland Winkler: "Im Heimspiel gegen Ursensollen wollen wir natürlich die Punkte in Königstein behalten und den dritten Platz festigen. Die Gäste sind allerdings unberechenbar, was sie in dieser Saison schon bewiesen haben. Wir müssen hellwach sein, um zu gewinnen."

Gästespielertrainer Thomas Kotzbauer: "Gegen Königstein erwartet uns ein richtig harter Brocken. Wir können zwar ohne großen Druck in die Partie gehen, wollen aber natürlich endlich wieder punkten. Entscheidend wird sein, dass wir uns erneut als geschlossene Einheit präsentieren und jeder Einzelne bereit ist, alles für die Mannschaft zu investieren."

Die Ausgangslage ist klar: Nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge hat der SVR seinen Vorsprung fast aufgebraucht, deshalb zählt gegen die unbequemen Gäste aus dem Vilstal ohne Wenn und Aber nur ein voller Ertrag. Zuletzt gegen Freudenberg und Königstein vier Punkte sammelnd, fühlt sich der von jeglichen Abstiegssorgen befreite SVS wohl in der Rolle eines "Züngleins an der Waage". Ohne jeglichen Druck reist man in den Pandurenpark und möchte zu gerne dem nächsten Favoriten Zählbares abknöpfen.

SVR-Coach Martin Kratzer: "Schmidmühlen ist schwer zu bespielen. Der SVS verfügt über eine sehr stabile Defensive, die nur wenige Gegentore kassiert hat und in der Offensive einen wieder gesunden Torjäger. Zudem kann unser Gast befreit aufspielen, da er den Klassenerhalt schon sicher hat. Wir verspüren jetzt natürlich den Druck von Rosenberg. Es wird sicher wieder ein weiterer Entwicklungsschritt nötig sein für uns, um mit dieser engen und spannenden Situation richtig umzugehen. Wir haben aber den Verbleib auf Platz 1 selbst in der Hand und spielen zuhause. Einfach unser eigenes Leistungsvermögen abrufen und nicht viel nachdenken, lautet die Devise. Vielleicht brauchen wir auch noch mehr Unterstützung unserer eigenen Fans in den letzten drei Spielen. Die Mannschaft und ich hoffen natürlich darauf."

Gästespielertrainer Alex Greger: "Uns erwartet ein Duell mit einem sehr starken Gegner der zuhause noch ungeschlagen ist. Raigering wird für uns eine große Herausforderung. Wir werden hohe eigene Intensität, viel Laufbereitschaft und eine geschlossene Mannschaftsleistung benötigen, um dort zu bestehen. Wir sind der klare Außenseiter und haben nichts zu verlieren."

​Am Freitagabend um 19.00 Uhr brennt in Köfering das Flutlicht. Im drittletzten Saisonspiel empfängt der SV Hubertus Köfering den FV Vilseck zu einem Duell, das unter völlig neuen Vorzeichen steht, als noch in der Hinrunde. ​ ​Das Hinspiel ist in Köfering noch in schmerzhafter Erinnerung – mit 0:7 ging der SVK damals in Vilseck unter. Doch das war ein anderer SVK. „Wir haben definitiv etwas gutzumachen“, heißt es von SVK-Sportvorstand Christopher Ernst. Die Mannschaft brennt darauf, das Gesicht aus der Hinserie vergessen zu machen und zu zeigen, wie sehr sie sich in den letzten Wochen stabilisiert hat. ​Die Zahlen sprechen für den Gastgeber: Sieben Punkte aus den letzten drei Partien haben den SV Hubertus Köfering zurück ins Rennen um den Klassenerhalt katapultiert. Mit einem Heimsieg am Freitagabend könnte der SVK den Druck auf die Konkurrenz massiv erhöhen und zumindest bis Sonntag am Gemeindekonkurrent ASV Haselmühl - er spielt in Rieden - vorbeiziehen. Die Marschroute ist klar: „Wir wollen die Euphorie der letzten Wochen nutzen. Die Mannschaft hat Blut geleckt und weiß, was am Freitag auf dem Spiel steht“, erklärt Ernst. ​ ​Der Gast aus Vilseck reist jedoch mit einer breiten Brust an. Nachdem der FVV im Kalenderjahr 2026 bis dato sieglos geblieben war, gelang ihnen am vergangenen Wochenende der Paukenschlag: Ein souveräner 4:1-Erfolg gegen den Tabellenführer SV Raigering. Damit hat sich das Team von Spielertrainer Tobias Graßler wohl wohl noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt, doch bei sechs Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 12 hat man dennoch ein gutes Polster vor den finalen Partien. ​Für den SVK wird es darauf ankommen, die Defensive gegen die gefährliche Vilsecker Offensive kompakt zu halten und vorne die Effektivität der letzten Spiele beizubehalten. „Vilseck hat gegen Raigering gezeigt, zu was sie fähig sind. Aber wir spielen zu Hause, haben den Schwung aus dem Derbysieg und unsere Fans im Rücken“, gibt sich Ernst kämpferisch. ​Die Zuschauer dürfen sich auf einen intensiven Fußballabend freuen, an dem der SV Köfering alles in die Waagschale werfen wird, um einen weiteren Schritt Richtung Kreisliga-Relegation zu gehen. (Quelle: Vorschau SV Köfering).

Gästespielertrainer Tobias Graßler: "Der Erfolg gegen Raigering hat uns richtig gutgetan – besonders die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind. In Köfering müssen wir mit derselben Mentalität und Überzeugung ins Spiel gehen. Es wird ein echter Abnutzungskampf, denn beide Teams sind noch auf Punkte angewiesen."

Am kommenden Sonntag kommt es um 15.30 Uhr zum Vilstalderby. Auf heimischem Gelände erwartet der Tabellenvierte 1. FC Rieden (41 Zähler, 23 Spiele) den Tabellenvorletzten aus Haselmühl (15/23). Die Gäste haben nur einen Punkt Vorsprung vor dem direkten Abstiegsplatz (SV Köfering/14/23) und können in den letzten drei anstehenden Begegnungen nur noch aus eigener Kraft den Sprung auf Tabellenplatz 12 schaffen, um sich somit in der Relegation eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Dem Zwischenhoch mit dem Punktgewinn in Hirschau (1:1) und dem Sieg gegen Königstein (4:2) folgte eine 0:5-Klatsche bei Spitzenreiter SV Raigering und letztes Wochenende eine schmerzliche 1:2-Niederlage gegen Schlusslicht SV Köfering. ASV-Trainer Dominik Schuster wird sein Team einschwören, den vorletzten Platz mit aller Macht zu verteidigen. Im Derby muss daher unbedingt gepunktet werden. Beim 1. FC Rieden ist die Luft nach vier sieglosen Spielen in Folge raus und man will mit einem Heimdreier zumindest noch auf Tabellenplatz drei (TSV Königstein, 41 Punkte) schielen und endlich die Torflaute beenden, die nun schon seit 360 Minuten anhält. Außerdem ist nach dem enttäuschenden Auftritt letzten Sonntag beim FC Weiden-Ost II (0:3) Wiedergutmachung angesagt. (Quelle: Vorschau Peter Gattaut, FCR)

FCR-Coach Julian Pospiech: "Wir treffen mit dem ASV Haselmühl auf eine Mannschaft; die extrem um jeden Punkt kämpfen wird. Wir müssen uns auf unsere Stärken fokussieren und endlich wieder unsere Torchancen nutzen, um dieses Spiel für uns zu entscheiden."

Gästetrainer Dominik Schuster: "Wir müssen gegen Rieden vieles besser machen, als am vergangenen Wochenende. Wir nehmen uns viel vor für das nächste Spiel, wissen aber auch, dass sich die Leistung auf dem Platz deutlich steigern muss. Nur wenn uns das gelingt, werden wir in den letzten Spielen noch punkten können."

Zum Anstoß dieser Partie schon in Kenntnis, ob der Vorsprung des FCE gegenüber der am Vortag spielenden Oberwildenauer Landesligareserve noch sechs, oder nur noch drei Punkte beträgt, geht die Heimelf in dieses Partie gegen das junge Ostler-Team aus der Max-Reger-Stadt. Die Marschroute für die Dehling-Mannen ist klar, mit einem Dreier wäre das Ticket für die nächste Kreisligsaison in greifbarer Nähe, deshalb stehen die Zeichen auf Sieg. Der FC Ost, der zuletzt erneut zuhause zum "Favoritenschreck" avancierte, reist an mit der Motivation, die Saison als bester Aufsteiger abschliessen zu wollen. Deshalb will man auch aus Edelsfeld nicht ohne Zählbares die Heimfahrt antreten, wohlwissend, dass eine harte Nuß zu knacken ist.

FCE-Coach Martin Dehling: "Die Anspannung, mit der wir in diese Partie gehen, hängt natürlich auch vom Ergebnis am Samstag zwischen Luhe-Wildenau und Rosenberg ab. Unabhängig davon ist unser Ziel klar: Wir wollen endlich wieder ein Heimspiel gewinnen. Schon in der Vorrunde war das Duell gegen die Ostler hart umkämpft und genau darauf stellen wir uns auch diesmal ein. Deshalb werden wir am Sonntag hochkonzentriert in dieses Spiel gehen."

Gästetrainer Tim Schlesinger: "Nach der guten Leistung am vergangenen Wochenende zuhause gegen Rieden erwartet uns mit Edelsfeld nun ein ganz anderer Gegner, der vor allem durch absolute Qualitäten in der Intensität seines Spiels, sowie im mentalen Bereich überzeugt. Hier gilt es, gegen einen eingeschworenen Haufen zu bestehen und unsere Art und Weise entsprechend anzupassen. Wir sind gespannt, was uns am Hahnenkamm erwartet, und freuen uns auf die Herausforderung."