
Die Spitzengruppe der Kreisliga Süd ist nach den Ergebnissen des 14. Spieltags eng zusammengerückt. Grund dafür sind die Niederlagen des SV Raigering (1./31 - 0:2 in Hirschau) und der DJK Ursensollen (4./28 - 0:2 im Verfolgerduell 1 gegen Rieden). Als Gewinner des Spieltags dürfen sich eben die Scheibel-Männer aus Rieden fühlen (2./30), die bis auf einen Zähler an die Panduren herangerückt sind und auch der TSV Königstein (3./29), der durch das 3:0 gegen den TuS Rosenberg (6./24) selbst richtig gut im Rennen liegt, die Hüttenstädter auf der anderen Seite erst einmal zurückfallen lässt im Buhlen um die ganz vorderen Ränge.
Noch ein Blick in den Tabellenkeller. Da stand der SV Köfering (14./7) in Freudenberg (5./25) kurz vor einer dicken Überraschung, kassierte dann aber in der "Overtime" doch noch den Knockout. Nach dieser Partie beendete Oliver Lassmann als Teil des Trainerteams seine Tätigkeit in Köfering, Kollege Christian Helleder wird ab sofort alleine die Verantwortung im sportlichen Bereich tragen. Einen Punkt zumindest ergatterte der ASV Haselmühl (13./8) beim Remis gegen den FC Weiden-Ost II (8./20), natürlich zu wenig, um einen Schritt nach vorne zu tun. Verlassen hat die Abstiegszone der TuS WE Hirschau (10./13) nach dem Coup gegen den Tabellenführer, in den Abstiegssog geraten ist nun der SC Luhe-Wildenau II (12./12) nach der 1:3-Niederlage beim FV Vilseck (7./22), er rangiert nun auf dem ersten "Schleudersitz".
Hochverdient zwang die Heimelf den Gast aus der Hüttenstadt in die Knie und spielt unverändert im Konzert der ganz Vorderen der Tabelle mit. Der TSV agierte über die gesamte Distanz hochkonzentriert und ließ den Gast eigentlich in keiner Phase seine Qualitäten zur Geltung bringen. Ein Doppelpack von Benedikt Guttenberger stellte nach einer Stunde die Zeichen auf Sieg, Simon Lederer schließlich setzte den Schlußpunkt unter eine starke Leistung der Winkler-Elf, die den Gegner erst einmal auf nun fünf Punkte Abstand distanzierte.
"Auch in dieser Höhe ein verdienter Sieg für uns. Rosenberg hatte eine Torchance im gesamten Spiel. Von Anfang an zeigten wir eine couragierte Leistung und ließen unsere Gäste gar nicht zur Entfaltung kommen. Über die gesamte Spielzeit waren wir in der Lage, den Gegner unter Druck zu setzen. Auf tiefem Boden waren wir einfach die agilere Mannschaft und gewannen somit auch verdient dieses Spiel", so ein sehr zufriedener TSV-Übungsleiter Roland Winkler.
"Eine verdiente Niederlage - leider. Weil wir es dem Gegner in zu vielen Situation zu leicht gemacht haben und unsere eigenen Möglichkeiten ungenutzt ließen. Königstein hat den Kampf angenommen und mit effektivem, schnorkellosem Fußball Erfolg gehabt, wo wir zu kompliziert und in 50/50 Situationen einfach zu zaghaft waren", sagte Gästespielertrainer Dennis Kramer
Tore: 1:0 und 2:0 Benedikt Guttenberger (19./60.), 3:0 Simon Lederer (80.) - Schiedsrichter: Önder Sariaydin - Zuschauer: 170 - Zeitstrafen für Stefan Pfab (54.) und Benedikt Bügger (84./beide Rosenberg)
Nach gleichverteilten Anfangsminuten riß der FVV im Kirwaheimspiel das Ruder an sich und belohnte sich auch gleich mit dem frühen Führungstreffer. Das 2:0 kurz nach der Pause schien die Zeichen schon frühzeitig auf Sieg zu stellen, doch bekam das Spiel der Hausherren einen Bruch. Die Gäste bekamen immer besser Zugriff, markierten des 2:1 und leckten Blut, vielleicht einen Punkt mitnehmen zu können. Nach elf Minuten zerplatzte die Hoffnung allerdings wie eine Seifenblase, das 3:1 bedeutete quasi schon eine Vorentscheidung. Während Vilseck den Blick nach oben richten darf, befindet sich der Aufsteiger unverändert in einer besorgniserregenden Lage.
"In den ersten 15 Minuten waren wir noch zu weit weg, aber was die Jungs danach abgeliefert haben, war einfach mega! Das 1:0 fiel nach einem langen Ball - starker erster Kontakt und ein super Abschluss, mit dem wir auch in die Halbzeit gegangen sind. Nach der Pause sind wir richtig gut gestartet und konnten durch eine tolle Einzelaktion auf 2:0 erhöhen. Danach musste ich leider zweimal verletzungsbedingt wechseln und wir kassierten den Anschlusstreffer. Aber die Reaktion der Jungs war top - sie haben gefightet, alles reingehauen und verdient das 3:1 gemacht. Am Ende haben wir das Spiel souverän zu Ende gebracht. Tolle Mannschaftsleistung und ein absolut verdienter Kirwasieg", sagte FVV-Coach Tobias Graßler.
"Ein flottes Spiel, Chancen von Vilseck nach Fehlern von uns eiskalt ausgenutzt. Nach dem Anschlusstreffer keimte Hoffnung auf, den Ausgleich noch zu machen. Diese Hoffnung wurde aber durch die gute bis sehr gute Heimelf mit dem 3:1 jäh im Keim erstickt. Verdienter Sieg des FV Vilseck. Der SC bot dennoch eine gute Partie, die Negativserie konnte wohl nicht gestoppt werden, aber die Tendenz zur Verbesserung in Richtung Zukunft war okay. Es steht einiges an Arbeit an. Mund abputzen und weiter geht´s", so der Sportliche Leiter der Gäste, Armin Goschler.
Tore: 1:0 Dominik Rudlof (16.), 2:0 Lukas Madl (47.), 2:1 Ovidiu Suceava (61.), 3:1 Dominik Rudlof (72.) - Schiedsrichter: Lukas Balk - Zuschauer: 180
Lebenswichtige Zähler ergatterte der SVS im Duell zweiter gefährderter Mannschaften und beendete damit eine Negativserie von neun Partien ohne Sieg. In einem typischen Match zweiter abstiegsgefährdeter Mannschaften blieben spielerische Höhepunkte Mangelware, kämpferisch setzten beide Mannschaften Akzente. Für das Tor des Tages musste ein Strafstoß herhalten, nach Foul an Michael Holler traf Joel Lichtenfeld kurz nach dem Seitenwechsel vom "ominösen Punkt" aus zum letztlich entscheidenden 1:0. In Folge ergab sich für die Gäste noch zwei Mal die Möglichkeit, zumindest einen Punkt mitzunehmen, ohne allerdings diese zu nutzen.
"Verdienter Heimsieg gegen eine kampfstarke Mannschaft aus Edelsfeld. Wir fanden schwer ins Spiel und mussten viel Einsatz zeigen, aber heute zählen nur die wichtigen drei Punkte. Unterm Strich war es ein verdienter Arbeitssieg", so das Statement von SVS-Spielertrainer Alex Greger.
"Leider konnten wir an die guten Leistungen der Vorwochen nicht anknüpfen, auch wenn eine Niederlage dennoch vermeidbar gewesen wäre. Das Spiel war auf beiden Seiten zerfahren und von vielen Ungenauigkeiten geprägt. Dass das einzige Tor des Tages durch einen Elfmeter fiel, war daher die logische Konsequenz. Nach dem Rückstand erarbeiteten wir uns zwar noch zwei große Chancen, doch der SVS-Torhüter parierte eine davon sensationell. Auf der Gegenseite kam der Gastgeber noch zu einigen Kontermöglichkeiten und hätte das Ergebnis weiter ausbauen können", sagte Martin Dehling, der Coach des FCE.
Tor: 1:0 Joel Lichtenfeld (49./Strafstoß) - Schiedsrichter: Erik Zimmermann - Zuschauer: 120
Der 1. FC Rieden übernimmt nach einem hochverdienten 2:0-Auswärtserfolg beim bis dato Tabellenzweiten DJK Ursensollen dessen Platzierung und hat nach dem 5. Sieg in Folge nur noch einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer SV Raigering, der in Hirschau überraschend strauchelte. Wenn man der Scheibel-Truppe in den bärenstarken ersten 35 Minuten überhaupt etwas vorwerfen konnte, dann war es die haarsträubende Chancenverwertung. Nach dem Führungstreffer von Bastian Härtl in der 10. Minute vergab der 1. FC Rieden nicht weniger als vier dicke Monstergelegenheiten, darunter ein Pfostentreffer und Abschlüsse in sehr aussichtsreicher Position neben und über das Gehäuse. Die letzten zehn Minuten vor der Halbzeitpause gehörten der Heimelf, doch mehr als ein Ecken-Festival und eine gute Parade von Riedens Keeper Ben Lontke (44.), als Thomas Kotzbauer abgezogen hatte, waren auf dem Notizzettel nicht zu verzeichnen.
Nach dem Pausentee nahmen die enormen Windböen, die das gesamte Spiel begleiteten, nochmal zu. Eine davon wäre Riedens Schlussmann Ben Lontke in der 49. Minute fast zum Verhängnis geworden, als er einen immer länger werdenden Ball in der Rückwärtsbewegung gerade noch parieren konnte. Vier Minuten später war es erneut der aufmerksame Riedener Torwart, der mit einer starken Rettungstat den Ausgleichstreffer von Stefan Stiegler verhindern konnte. Ein Konter aus dem Lehrbuch schloss der unermüdliche, agile Bastian Härtl nach Zuspiel von Maximilian Nimsch in der 55. Minute überlegt zur 2:0-Vorentscheidung ab. Den Platzherren war die Bemühung um die Ergebniskorrektur nicht abzusprechen, doch auch in der restlichen Spielzeit hatten die Gäste die besseren Einschussmöglichkeiten. Als Thomas Deml in der 80. Minute wegen wiederholten Foulspiels für zehn Minuten des Feldes verwiesen wurde, keimte bei der DJK nochmal Hoffnung auf, doch Rieden ließ nichts mehr zu und hätte um ein Haar das Endergebnis durch den eingewechselten Jonas Hofrichter (87.) sogar noch ausgebaut. (Quelle: Spielbericht Peter Gattaut, FCR)
"Rieden hat erwartungsgemäß eine starke Partie gegen uns gezeigt. Sie haben uns immer wieder vor Probleme gestellt und mit guten Offensivaktionen Nadelstiche gesetzt. Kurz vor der Pause und direkt nach Wiederanpfiff sind wir besser ins Spiel gekommen und hätten mit etwas mehr Glück und Cleverness durchaus ein Tor erzielen können - vielleicht sogar müssen. Danach war Rieden wieder die etwas dominantere Mannschaft und hat letztlich auch verdient gewonnen", so DJK-Spielertrainer Thomas Kotzbauer.
"Eigentlich war angerichtet für ein Spitzenspiel, nur machten dem die äußeren Bedingungen einen Strich durch die Rechnung. Bei schwierigen Platz- und Windverhältnissen begannen wir wieder sehr stark, hätten nach 20 Minuten 3 oder 4:0 führen müssen bei zwei Alu-Treffern. Nach der Pause hatten wir zweimal Glück und konnten danach das 2:0 nach einer schönen Kombination erzielen. Neun Punkte in der Derbywoche sind Wahnsinn. Glückwunsch an meine Mannschaft", sagte ein sehr zufriedener Gästetrainer Bernd Scheibel.
Tore: 0:1 und 0:2 Bastian Härtl (10./55.) - Schiedsrichter: Bernhard Seitz (SV Lauterhofen) - Zuschauer: 75 - Zeitstrafe für Thomas Deml (FCR (80.).
Bin hinein in die Schlußphase schnupperten die abstiegsgefährdeten, um jeden Zentimeter kämpfenden Gäste an einer dicken Überraschung, führten sie doch beim favorisierten Tabellensechsten mit 2:1. Tief stehend und konzentriert verteidigend hofften sie vorne auf Nadelstiche, die sie auch setzen konnten. Letztlich waren sie dem Riesendruck, den der Gastgeber bei seinem Schlussspurt entfachte, dann aber nicht gewachsen und kassierten in den Schlußminuten noch zwei Gegentreffer, den spielentscheidenden in der vorletzten Minute der Nachspielzeit.
"Das erwartet schwierige Spiel gegen einen tiefstehenden Gegner. Das 1:0 sollte uns eigentlich Sicherheit geben, doch waren wir im gesamten Spiel zu unsauber und fahrig und hatten wenig Lösungen. Köfering stand tief und schlug jeden Ball nach vorne und hoffte, dass irgendetwas passiert. So kamen sie über einen Standard zum 1:1 und machten mit einem Freistoß nach der Halbzeit das 1:2. Danach stellten wir um und es war ein Spiel auf ein Tor. Die Jungs haben nie aufgegeben, sodass der Sieg am Ende vielleicht aufgrund des Zeitpunkts glücklich, aber auf das ganze Spiel gesehen sicherlich verdient ist. Ein schwaches Kreisligaspiel, mit dem diesmal glücklichen Ende für uns", sagte SVF-Spielertrainer Basti Bauer.
"Wir wissen, wie es um uns steht. Doch trotz allem versuchen wir alles, um das möglichst Beste aus unserer Situation zu machen. Das muss ich den Spielern hoch anrechnen. Wir konnten in Freudenberg das Spiel mitgestalten und auch Tore erzielen, trotz allem reichte Freudenberg die Nachspielzeit, um das Spiel für sich zu entscheiden. Sie erhöhten den spielerischen Druck, dem wir nicht standhalten konnten. Ob der Sieg letztendlich gerecht ist, oder nicht, müssen wir so hinnehmen, wie es ist. Der Mannschaft an diesem Tag ist nichts vorzuwerfen", so Christian Helleder, ab sofort alleine auf der Kommandobrücke des SV Köfering.
Tore: 1:0 Lukas Graml (17.), 1:1 Alimamy Kamara (42.), 1:2 Berhat Jundi Haji (70.), 2:2 Nico Rohrwild (87.), 3:2 Fabian Göbl (90.+5) - Schiedsrichter: Andreas Frieser - Zuschauer: 110
Dass die Kaolinstädter in der Vergangenheit mancher Spitzenmannschaft Probleme bereitetet hatten, kam nicht von ungefähr, diese Erfahrung musste der mit einer beeindruckenden Siegesserie im Rücken angereiste Ligaprimus aus Raigering nun am eigenen Leib erfahren. Mit 0:2 zogen die Kratzer-Schützlinge im Sportpark den Kürzeren, weil sie bei all ihren Bemühungen und viel Ballbesitz einfach keine oder zu wenige Lösungen fanden, um eine einen beeindruckenden Job verrichtende Hirschauer Defensive aus den Angeln zu heben. So reichten der Heimelf zwei Nadelstiche vor der Pause, um einen kleinen Befreiungsschlag im Abstiegskampf zu landen.
"Ich kann heute meinen Jungs nur ein Lob aussprechen. Es war eine taktisch disziplinierte Leistung von uns. Raigering hatte mehr Ballbesitz, aber konnte sich keine richtigen Torchancen herrausspielen. Wir haben alles im Kollektiv verteidigt, in der ersten Halbzeit zwei Fehler eiskalt ausgenutzt und mit den beiden Toren bestraft. Heute war dann das Spielglück endlich einmal auf unserer Seite, was sich die Jungs verdient, weil in den letzten Wochen auch erarbeitet haben", so ein glücklicher TuS-Spielertrainer Andi Meyer.
"Hirschau hat gut verteidigt und deshalb nicht unverdient gewonnen. Der Spielverlauf über 90 Minuten war immer gleich: Wir mit viel Ballbesitz, sind immer wieder angelaufen, haben versucht, spielerisch durchzukommen, konnten uns aber wenige klare Tormöglichkeiten herausspielen. Entscheidend waren die Tore in der ersten Halbzeit, die eigentlich keine Tormöglichkeiten waren. Wohl haben wir in der zweiten Halbzeit alles versucht, ranzukommen, aber wir fanden heute einfach nicht die richtigen Wege", sagte Gästetrainer Martin Kratzer.
Tore: 1:0 Martin Freimuth (24.), 2:0 Tobias Gnan (37.) - Schiedsrichter: Moritz Fischer - Zuschauer: 203
"Nicht Fisch und nicht Fleisch" ist dieses Unentschieden für die Heimelf im Abstiegskampf, dennoch ist im Buhlen ums Dasein ein jeder Zähler wichtig. Die Gäste enttäuschten gegen eine um jeden Zentimeter fightenden ASV, schienen aber nach 67 Minuten dennoch auf die Siegerstrasse einzubiegen. Daniel Ibler schließlich sicherte mit dem Treffer zum Gleichstand das Remis für seine Farben, was diese sich sicherlich auch verdient hatten.
"Wir nehmen den Punkt mit und werden sehen, für was er am Schluss gut sein wird. In jeder Phase des Spiels hat es auf beiden Seiten immer wieder gute Torchancen gegeben, daher denke ich auch, dass das Ergebnis gerecht ist", so ASV-Coach Dominik Schuster.
"Haselmühl war giftig und willig, wir dagegen träge und emotionslos. Am Ende können wir über den Punktgewinn sogar froh sein", so ein wenig begeisterter Gästetrainer Tim Schlesinger.
Tore: 0:1 Bastian Schießl (67.), 1:1 Daniel Ibler (78.) - Schiedsrichter: Luca Huttner - Zuschauer: 40
