
Vorletzter Spieltag der Kreisliga Süd, nach den Ergebnissen der Runde 24 steht Tabellenführer SV Raigering (1./51 - in Ursensollen) im Auswärtsspiel vor der Erfüllung seines großen Wunsches, nämlich nach drei Jahren wieder dorthin zurückzukehren, wo man nach Meinung aller, die sich mit den Panduren verbunden fühlen, auch hingehört, nämlich in die "alte Heimat" Bezirksliga. Ein Sieg der sicherlich den Meisterschaftssekt schon kaltstellenden Männer von Martin Kratzer und der "Drops ist gelutscht."
Spannend bleibt der Kampf um Relegationsplatz 2. Die besten Karten besitzt der TuS Rosenberg (2./46 - in Hirschau), doch auch der 1. FC Rieden (3./44 - in Vilseck) hat nach der Rosenberger Niederlage zuletzt plötzlich wieder die Chance erhalten, zum zweiten Mal in Folge die Vizemeisterschaft zu erringen, zumal die Hüttenstädter bei den im neuen Jahr noch ungeschlagenen Hirschauern vor einer mehr als unangenehmen Aufgabe stehen. Endgültig ausgeschieden aus dem Kreis der Interessenten am Aufstiegsrelegationsplatz ist der TSV Königstein (4./42) nach der 1:5-Niederlage am gestrigen Abend in Freudenberg (5./41).
Im Tabellenkeller ist eine Entscheidung ja schon gefallen: Der SC Luhe-Wildenau II (12./24) muss über den Umweg der Relegation (die Scheler-Elf prallt auf den SV Neusorg) verhindern, dass der Aufenthalt in der Kreisliga nur zu einem einjährigen Intermezzo wird. So ist der Fokus auf den Zweikampf der beiden Gemeinderivalen SV Köfering (14./14 - in Schmidmühlen) und ASV Haidenaab (13./15 - gegen Edelsfeld) gerichtet, die untereinander ausmachen, wer direkt in die Kreisklasse absteigen muss und wer sich noch durch "Überstunden" (Gegner ist der Tabellenzweite der Kreisklasse Ost) retten kann.
Rückblick auf ein vorgezogenes Spiel am Donnerstagabend:
Deutlich gewann der SVF beim letzten Auftritt in dieser Spielzeit auf eigenem Terrain und zerstörte damit auch die letzten Hoffnungen der Gäste, im Kampf um Platz 2 noch mitmischen zu können. Ein Doppelschlag nach der Pause legte den Grundstein für den siebten Heimdreier der Neiß-Elf, die in der Schlußphase ihre Überzahl nutzte, um das Ergebnis noch in eine für den TSV sicherlich schmerzhafte Höhe zu schrauben.
SVF-Coach Florian Neiß: "Im Endeffekt ein Spiel, das zeigt, dass Fußball ein Teamsport ist. Wir kommen aktuell personell wirklich am Zahnfleisch daher, aber wenn jeder seinen Beitrag leisten will, dann kann man vieles kompensieren. Das ist uns gestern gelungen. Ein absolut verdienter Sieg, auch in der Höhe. Das war ein schönes letztes Heimspiel für unsere treuen Zuschauer!"
TSV-Trainer Roland Winkler: "Eine unterirdische Leistung meiner Mannschaft, wir waren gestern Abend einfach schlecht, mehr kann ich darüber nicht sagen. Freudenberg hat verdient gewonnen, auch in der Höhe."
Tore: 1:0 und 2:0 Fabian Göbl (15./Strafstoß und 58.), 3:0 Elias Köbler (60.), 3:1 Benedikt Guttenberger (63.), 4:1 Florian Neiß (82.), 5:1 Elias Köbler (89.) - Schiedsrichter: Thomas Ehrnsperger - Zuschauer: 75 - Platzverweise: Zeitstrafe für Benedikt Guttenberger (42./Königstein), Gelb-Rot für Benedikt Guttenberger (79./Königstein)Letzter Auftritt der Kaolinstädter auf eigenem Terrain, mit dem Tabellenzweiten gastiert auf der Löschenhöhe in Ehenfeld noch einmal ein ambitioniertes Team, welches unter dem Druck des Gewinnenmüssens steht. Mit fünf Siegen und zwei Unentschieden nach der Winterpause im Rücken gehen die Meyer-Männer mit breiter Brust an diese fordernde Aufgabe heran und würden zu gerne den Nimbus des Ungeschlagenseins im Jahr 2026 verteidigen. Die Meisterschaft können die Hüttenstädter wohl abhaken, nun gilt die volle Konzentration der Absicherung von Platz 2. Ein Sieg würde wohl einen vorentscheidenen Schritt in Richtung Aufstiegsspiele bedeuten.
TuS-Coach Andi Meyer: "Zum letzten Heimspiel der Saison erwartet uns mit Rosenberg eine sehr schwere Aufgabe. Bei Rosenberg geht es noch um alles. Wir können befreit aufspielen, möchten natürlich gerne unseren Lauf fortsetzen und das Heimspiel auf der Löschenhöhe erfolgreich abschließen."
Gästespielertrainer Dennis Kramer: "Nachdem wir letzte Woche leider ohne Ertrag blieben, wollen wir jetzt wieder zurück in die Erfolgsspur. Dass das in Ehenfeld eine harte Nuss wird, ist uns definitiv klar, zumal Hirschau in guter Form ist. Am Ende wird viel an uns liegen und ob wir unser Spiel auf den Platz bekommen, oder nicht. Fakt ist, etwas anderes als drei Punkte wird uns nichts bringen."
Im Duell des Vizemeisters gegen den Meister der letztjährigen Kreisklasse Ost liegt die Motivation für die Heimelf darin, womöglich noch als bester Aufsteiger die Saison abschliessen zu können. Ein Heimsieg soll helfen, noch den ein oder anderen Tabellenplatz gutzumachen. Für den Gast geht es darum, sich schon auf das anstehende Relegationsspiel gegen den SV Neusorg vorzubereiten und im Rhythmus zu bleiben.
Ostler-Coach Tim Schlesinger: "Nach der durchwachsenen zweiten Halbzeit gegen den FC Edelsfeld wollen wir gegen den SC Luhe-Wildenau wieder ein anderes Gesicht zeigen. Es wird sicherlich keine leichte Aufgabe, zumal wir bereits zwei Tage zuvor das Totopokal-Finale in Altenstadt bestreiten. Dennoch freuen wir uns auf ein geiles Fußballwochenende!"
Gästetrainer Dieter Scheler: "Wir wollen genau so weitermachen und spielen, wie in den letzten Wochen. Es gilt die Spannung und Konzentration hochzuhalten, schon mit Blick Richtung Relegation. Weiden-Ost spielt als Aufsteiger eine gute Saison und hat schon frühzeitig seine Punkte einfahren können."
Die Ausgangslage ist eindeutig: Im Zweikampf mit Köfering steht der ASV unter dem absoluten Druck des Gewinnenmüssens. Nachdem der Gemeinderivale in der Fremde ran muss, könnte ein Heimsieg im besten Fall schon zum Sichern des Relegationsplatzes reichen. Dementsprechend hochmotiviert wollen die Schuster-Männer alles, was noch im Tank ist, auf den Platz bringen. Die Gäste konnten am vergangenen Wochenende das Ticket für die kommende Kreisligasaison lösen, kommen also frei von allen Zwängen nach Haselmühl. Nachdem noch die Chance besteht, die ein oder andere Stufe auf der Tabellenleiter noch hochzuklettern, will man mit einem vollen Ertrag das dafür Notwendige tun.
ASV-Chefanweiser Dominik Schuster: "Wir haben jetzt noch zwei absolute Endspiele vor der Brust. Am Sonntag gegen Edelsfeld im letzten Heimspiel müssen wir alles geben, um die Punkte bei uns zu lassen. Dazu müssen wir uns aber um einiges steigern im Vergleich zu den letzten Spielen, sonst wird es schwer gegen einen so intensiven Gegner."
Gästetrainer Martin Dehling: "Nachdem die Fesseln des Abstiegskampfes abgefallen sind, können wir nun befreit aufspielen. Wir haben in der Rückrunde bereits vier Punkte mehr, als in der gesamten Vorrunde und möchten diesen Trend weiter fortsetzen. Ob uns dies gegen die akut abstiegsgefährdeten Haselmühler gelingt, bleibt jedoch abzuwarten."
Durch die Ergebnisse des letzten Spieltags - Rosenberg verliert und Rieden gewinnt - bekommt das Auswärtsspiel in Vilseck am Sonntag um 15 Uhr für den 1. FC Rieden einen völlig neuen Stellenwert. Nur noch zwei Punkte trennen die Pospiech-Truppe vom Aufstiegs-Relegationsplatz. Gelingt den Vilstalern der benötigte Dreier, kommt es im Saisonfinale am Samstag darauf im Vilstalderby gegen Schmidmühlen zu einem packenden Endspiel um Platz 2 im Fernduell mit dem TuS Rosenberg.
Die Gastgeber haben nach zwei Siegen in Folge den Klassenerhalt vorzeitig gesichert. Besonders respekteinflößend war dabei der klare 4:1-Heimerfolg gegen Spitzenreiter SV Raigering. Vergangenen Freitag stoppte der FV die zwischenzeitliche Erfolgsserie des SV Hubertus Köfering mit einem verdienten 3:1-Sieg auf dessen Terrain. Das Team von Spielertrainer Tobias Graßler kann ohne Druck befreit aufspielen und wird alles daran setzen, gegen den ambitionierten Tabellendritten nicht leer auszugehen.
Nach vier sieg- und torlosen Begegnungen ist beim 1. FC Rieden vergangenen Sonntag endlich der Knoten geplatzt. Der Tabellenvorletzte ASV Haselmühl wurde deutlich mit 4:1 besiegt und somit ist man wieder in der Verlosung um den Vizetitel. Im Hinspiel setzten sich die Grün-Weißen knapp mit 1:0 durch. (Quelle: Vorschau Peter Gattaut, FCR)
FCR-Coach Julian Pospiech: "Vilseck wird nach zwei siegreichen Spielen in Folge mit breiter Brust antreten. Für uns gilt es, sich auf un:sere Stärken zu fokussieren, damit wir dieses schwere Auswärtsspiel erfolgreich gestalten können."
FVV-Spielertrainer Tobi Graßler: "Mit zwei wichtigen Siegen und dem gesicherten Klassenerhalt im Rücken können wir nun befreit aufspielen. Mit Rieden erwartet uns ein Gegner, der noch um den Relegationsplatz kämpft und entsprechend alles geben wird. Dennoch werden wir alles daransetzen, unser letztes Heimspiel erfolgreich zu gestalten."
Der Druck des Gewinnenmüssens liegt in dieser Partie einzig und allein auf Seiten der Gäste, für die auf der anderen Seite eine Niederlage schon das Aus im Kampf um Relegationsplatz 13 bedeuten könnte. Dementsprechend kann sich die Vilstalelf auf einen leidenschaftlich um jeden Zentimeter kämpfenden Gast einstellen, der alles in die Waagschale werfen wird, um nicht schon am Sonntag gegen 17 Uhr als einziger Direktabsteiger festzustehen. Dass sich die Heimelf mit drei Punkten bei ihren heimischen Fans für die Unterstützung während der Saison bedanken will, ist klar, wohlwissend, dass eine intensive Herausforderung wartet.
SVS-Spielertrainer Alex Greger: "Wir wollen natürlich unser letztes Heimspiel der Saison positiv gestalten. Wir wissen, dass es für den Gegner um den Abstieg geht und stellen uns dementsprechend auf ein hartes Spiel ein. Leider plagen uns momentan einige verletzte und angeschlagene Spieler wir müssen schauen, wie es sich bis zum Spiel entwickelt."
Christopher Ernst, Sportvorstand des SVK: "Nur noch zwei Spiele, nur ein Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz - für uns zählt am Sonntag beim SV Schmidmühlen nur ein Sieg. Wir haben zwei Endspiele vor der Brust und wollen beide gewinnen. Die Mannschaft ist top vorbereitet und wird alles geben, um unser Ziel zu erreichen. Mit Schmidmühlen wartet zwar ein extrem torgefährlicher Gegner, doch reisen wir entschlossen an, um das Rennen um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag offen zu halten. Die Marschroute ist klar: Leidenschaft abrufen, defensiv stehen und die Punkte entführen!"
Die Ausgangslage ist klar, die nach der Winterpause erst einmal siegreiche DJK geht als Außenseiter in die Partie mit dem designierten Meister, würde dabei allerdings zu gerne in die Rolle eines Spielverderbers oder "Partycrasher" schlüpfen. Dass der SVR mit Meister-T-Shirts im Gepäck nach Ursensollen reisen wird, ist sicherlich kein Geheimnis. Man will einer starken Saison bislang vorzeitig die Krone aufsetzen und hat nichts anderes, als den siebzehnten Dreier auf der Agenda.
DJK-Coach Thomas Kotzbauer: "Am Sonntag gastiert der Spitzenreiter aus Raigering bei uns. Die Rollen sind klar verteilt: Raigering geht als deutlicher Favorit in die Partie – auch aufgrund der klaren Niederlage im Hinspiel. Zudem haben sie die Chance, bereits an diesem Wochenende die Meisterschaft perfekt zu machen, sodass der Druck klar auf ihrer Seite liegt. Wir wollen uns davon jedoch nicht beeinflussen lassen und versuchen, unsere bestmögliche Leistung abzurufen. Dabei gilt es, an die zuletzt gezeigte Leistung gegen Königstein anzuknüpfen und es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen. Personell werden wir erneut improvisieren müssen, dennoch wird jeder, der auf dem Platz steht, alles investieren, um ein gutes Ergebnis zu erzielen."
SVR-Chefanweiser Martin Kratzer: "Die DJK hat letztes Wochenende gezeigt, welch gute Mannschaft sie ist. Wer in Königstein bis kurz vor Spielende führt, hat Qualität. Ursensollen hat die ganze Saison gezeigt, daß sie jeden Gegner schlagen können. Für uns bedeutet das, dass wir unsere volle Leistungsstärke abrufen müssen. Natürlich wollen wir mit einem eigenen Sieg den Aufstieg perfekt machen. Wir würden uns sehr freuen, wenn uns viele Anhänger, die uns lautstark unterstützen, begleiten würden bei diesem sicherlich schweren Auswärtsspiel."