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Paloma bleibt ETSV Angstgegner – "Ero" verpasst Last-Minute-Sieg

von red. · 01.11.2025, 06:51 Uhr · 0 Leser
Can Kömürcü (ETSV Hamburg, re.) egalisierte die Paloma-Führung von Tom Burmeister.
Can Kömürcü (ETSV Hamburg, re.) egalisierte die Paloma-Führung von Tom Burmeister. – Foto: Hellwig (li.) / Meizel (re.)



USC Paloma hat Tabellenführer ETSV Hamburg erneut geärgert. Nach zwei Siegen in der Vorsaison entführte das Team von Trainer Marius Nitsch beim 1:1 im Oberliga-Spitzenspiel einen Punkt vom Eisenbahner Platz – und das trotz eines späten Elfmeters für den Favoriten, den Erolind Krasniqi in der 90. Minute neben das Tor setzte.

Von Beginn an entwickelte sich ein intensives, kampfbetontes Duell zweier Topmannschaften. „Es war ein rassiges, sehr körperliches Spiel, mit dem ich absolut zufrieden bin“, sagte Paloma-Coach Nitsch. „Eisenbahn hatte ein leichtes Chancenplus, aber wir haben mutig agiert, sind früh angelaufen, haben viele Eins-gegen-eins-Duelle gesucht und sehr diszipliniert verteidigt.“ In der ersten Halbzeit kam seine Mannschaft selbst zu guten Möglichkeiten: Lenny Keßner verzog aus kurzer Distanz, Can Topcu scheiterte kurz vor der Pause am stark reagierenden ETSV-Keeper Tom Müller.

Die Belohnung für den couragierten Auftritt folgte unmittelbar nach Wiederanpfiff. Nach einem Freistoß von Moritz Niemann verwertete Tom Burmeister am zweiten Pfosten zur 1:0-Führung (46.). Danach stemmte sich Paloma mit großem Einsatz gegen die anrollenden Gastgeber. „Der Druck wurde immer größer, das war beim Tabellenführer auch zu erwarten. Aber wir haben wirklich alles reingeworfen und leidenschaftlich verteidigt“, lobte Nitsch sein Team.

Der ETSV drängte mit zunehmender Spieldauer auf den Ausgleich – und wurde belohnt. In der 81. Minute traf Can Kömürcü sehenswert per volley zum 1:1. Doch die Schlussszene gehörte Krasniqi: Der Offensivspieler setzte den fälligen Elfmeter in der 90. Minute am Tor vorbei. „Natürlich auch ein Quäntchen Glück für uns“, gab Nitsch zu. „Aber wir haben viel investiert, mutig gespielt und uns den Punkt durch unsere Haltung verdient. Es war das Glück des Tüchtigen.“

ETSV-Trainer Jan-Philipp Rose haderte dagegen mit dem Ausgang: „Das war unser drittes Spiel in fünf Tagen, dazu kamen die Ausfälle von Appe, Hertner und Siemsen – alle mit Handbrüchen. Eine Spielverlegung hat leider nicht funktioniert. Trotzdem sind wir stark ins Spiel gekommen, hatten viel Ballbesitz und klare Chancen, aber lassen zu viele liegen.“ Nach dem Rückstand habe seine Mannschaft Moral gezeigt. „Wir sind nicht eingebrochen, haben viele zweite Bälle gewonnen und enormen Druck aufgebaut. Der Ausgleich war verdient, aber wir hatten heute einfach kein Spielglück – zweimal Alu, der Elfmeter, dazu ein reguläres Tor, das uns in der Nachspielzeit aberkannt wurde.“

Trotz des verpassten Sieges fand Rose positive Worte: „Ich bin mächtig stolz auf die Jungs. Die Mentalität, mit der wir Woche für Woche auftreten, ist außergewöhnlich. Der unbedingte Siegeswille zeichnet uns aus.“

Für Paloma war das Remis mehr als nur ein Achtungserfolg. Nitsch blickt bereits voraus: „Mit diesem Auftritt und dem Punkt im Rücken wollen wir jetzt mit Rückenwind ins Heimspiel gegen Buchholz gehen.“

ETSV Hamburg – USC Paloma 1:1 (0:0)
ETSV Hamburg: Tom Müller, Justin Heinbockel, Andy Appiah, Brandolf Duah, Vedat Düzgüner (79. Ede Mika Zimmermann), Ridel Varela Monteiro, Can Kömürcü, Erolind Krasniqi, Abdul Gafar Abdul Rauf, Nick Selutin (30. Dominik Akyol), Ogechika Heil (67. Blerim Qestai) - Trainer: Jan-Philipp Rose
USC Paloma: Tjark Grundmann, Felix Frederic Spranger, Quincy Adjei (79. Colin Cristopher Blumauer), Tom Burmeister, Lion Mandelkau, Michel Lucas Blunck, Fabian Jacobs, Moritz Maximilian Niemann, Can-Luka Topcu (67. Samuel Jacob) (79. Jan Paul Koschorreck), Lennart Keßner (86. Luca Simon Albrecht), Johann Magnus Buttler (67. Aulon Lekaj) - Trainer: Marius Nitsch
Schiedsrichter: Lasse Holst (Hamburg) - Zuschauer: 250
Tore: 0:1 Tom Burmeister (46.), 1:1 Can Kömürcü (81.)
Besondere Vorkommnisse: Erolind Krasniqi (ETSV Hamburg) schießt Foulelfmeter neben das Tor (90.).