2026-04-23T13:43:33.969Z

Spielbericht

Padial trifft spät, Bavenstedt feiert gelungene Revanche

Der SV Bavenstedt gewinnt gegen den HSC BW Schwalbe Tündern mit 3:2 und holt den dritten Sieg in Folge. Nach vielen vergebenen Chancen und zwei Gegentoren nach Standards entscheidet Sandro-Jose Padial das Spiel in der 90. Minute.

von SN · Heute, 21:45 Uhr · 0 Leser
Symbolbild SV Bavenstedt
Symbolbild SV Bavenstedt – Foto: Sascha Drenth

Mit einem 3:2 gegen den HSC BW Schwalbe Tündern hat der SV Bavenstedt in der Landesliga Hannover erfolgreich Revanche für die 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel genommen. Für die formstarken Bavenstedter war es der dritte Sieg in Folge, aus den vergangenen fünf Spielen holte die Mannschaft 12 von 15 möglichen Punkten. So knapp das Ergebnis am Ende war, so unnötig spannend wurde es aus Sicht von Trainer Michael Jarzombek.

„Tündern hat uns das Leben nicht schwer gemacht, sondern wir uns selbst“, sagte Jarzombek auf die Frage, wie schwer der Gegner es seinem Team gemacht habe. Bavenstedt kam gut in die Partie und erspielte sich früh mehrere klare Möglichkeiten. Dreimal standen die Gastgeber allein vor dem Torhüter, bevor Sandro-Jose Padial in der 19. Minute im Nachschuss zum 1:0 traf. Danach vergab Padial noch einen Elfmeter. „Meine Jungs haben fußballerisch und spielerisch eine gute Leistung gezeigt. Auch wenn uns einige Attribute gefehlt haben, die wir in unserem Spiel brauchen, haben wir uns in beiden Halbzeiten sehr viele Chancen erarbeitet.“

Tündern kam in der ersten Hälfte offensiv kaum zur Geltung, nutzte kurz vor der Pause aber einen Freistoß aus dem Halbfeld. Der Ball wurde auf den langen Pfosten gezogen, Bavenstedt verteidigte weder am Gegenspieler noch im Tor konsequent genug, Jaden Jerome Geschle traf in der 41. Minute zum 1:1. „Damit belohnen wir uns überhaupt nicht für eine starke erste Halbzeit, in der auch eine höhere Führung möglich gewesen wäre.“ Hinzu kam ein aberkanntes Tor wegen Abseits, das Jarzombek anders bewertete.

Nach der Pause blieb Bavenstedt am Drücker. „Gefühlt lief das Spiel nur auf ein Tor, wir waren klar überlegen und hatten wieder gute Kombinationen sowie weitere Chancen.“ Ein möglicher Führungstreffer zählte jedoch nicht. Ein Bavenstedter dribbelte sich über links durch, schoss aus acht Metern an den Pfosten, der Ball sprang zurück gegen den Stürmer, anschließend wurde auf Handspiel entschieden. „Das zweite Tor wurde uns dadurch genommen.“ Kurz darauf hielt Torhüter Lyon Raeck sein Team mit einer überragenden Eins-gegen-eins-Parade im Spiel.

In der 80. Minute fiel das 2:1 dann doch. Max Wasl traf nach einem guten Spielzug über die rechte Seite. Die Erleichterung hielt allerdings nur kurz. Drei Minuten später kam Tündern erneut nach einem Freistoß aus dem Halbfeld zurück. Der Ball wurde von der Mauer abgefälscht und schlug zum 2:2 ein, weil der Torhüter bereits in die andere Richtung unterwegs war.

Bavenstedt suchte weiter das dritte Tor und wurde spät belohnt. In der 90. Minute zog Padial im Strafraum noch einmal ab. Der haltbare Ball rutschte dem ansonsten guten Torhüter am kurzen Pfosten durch die Hände zum 3:2-Endstand. „Emotional und moralisch war das ein herausragender Sieg für uns. Trotzdem haben wir es uns gegen einen harmlosen Gegner selbst unnötig schwer gemacht.“ Tündern hatte nach Jarzombeks Einschätzung über 90 Minuten nur eine echte Torchance, die Raeck stark hielt, und wurde ansonsten vor allem durch zwei nicht sauber verteidigte Freistöße gefährlich.

„Meine Nerven waren dementsprechend am Limit. Ich würde mir für die Jungs wünschen, dass sie sich künftig früher belohnen und solche Spiele eher entscheiden, damit wir entspannter Fußball spielen können“, so der Trainer abschließend.

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