
Am 18. Spieltag der Bezirksliga Nord war einiges los. Unter anderem feierte Walpertskirchen den Derbysieg in Altenerding und der SV Nord besiegte Gaimersheim. Die Stimmen der Trainer im Überblick:
Josef Heilmeier, SV Walpertskirchen: „Ein packendes und spannendes Derby liegt hinter uns. In der ersten Halbzeit hatten wir mehr vom Spiel.
Die zweite Halbzeit war Altenerding klar am Drücker. Trotzdem sind wir immer gefährlich geblieben. In Unterzahl haben wir leidenschaftlich verteidigt.
Großes Lob an meine Mannschaft. Die Jungs haben heute nochmal alles rausgehauen."
Pedro Locke, SpVgg Altenerding: „Der Ausgang des Spiels war für mich äußerst frustrierend, denn die Partie hätte durchaus anders enden können. Wenn man jedoch vier hundertprozentige Torchancen ungenutzt lässt, kann man kein Spiel gewinnen.
Zusätzlich konnten wir unsere Stärken aufgrund der schlechten Platzverhältnisse nicht ausspielen. Für die Zuschauer entwickelte sich ein klassisches „Kick-and-Rush“-Spiel.
Walpertskirchen nutzte einfache Mittel und zeigte großen Kampfgeist – damit sicherten sie sich den Sieg. Das erste Gegentor war stark gemacht und für unseren Keeper unhaltbar. Das zweite Gegentor hingegen war ein Geschenk unsererseits.
Ich gratuliere Walpertskirchen und Sepp Heilmeier zum Erfolg."
Enes Mehmedovic, SVA Palzing: „Wir kommen gut in die Partie und erspielen uns anfangs die besseren Chancen. Dann verletzt sich unser Kapitän Fabian Radelmeier, wodurch wir etwas den Faden verlieren. Kurz darauf bekommen wir einen völlig unnötigen Elfmeter gegen uns – der gegnerische Spieler läuft in den Sechzehner, unser Spieler läuft ihm in die Hacken. Ein absolut vermeidbarer Strafstoß. Wir gehen mit einem 0:1 in die Halbzeit, ohne dass jemand wirklich weiß, warum wir in Rückstand liegen.
In der zweiten Hälfte machen wir es insgesamt besser als vor der Pause, doch wie schon in den letzten drei Wochen treffen wir in vielen Situationen die falschen Entscheidungen und kommen dadurch zu wenigen zwingenden Torchancen.
Nach einem Freistoß von Rakonic, der an die Latte klatscht, bekommt derselbe Spieler im Anschluss berechtigt eine 10-Minuten-Strafe. Trotz Unterzahl geben wir nicht auf und kämpfen weiter um den Ausgleich. In der 90. Minute gelingt uns schließlich durch einen starken Freistoß von Reinbacher das verdiente 1:1.
Der Mannschaft kann man trotz der ganzen Umstände keinerlei Vorwurf machen – sie hat das Beste daraus gemacht. Besonders Marcel Radelmeier war mit seiner Mentalität entscheidend daran beteiligt, dass wir den Ausgleich noch erzielen konnten. Alles in allem ein schwaches Bezirksliga-Spiel, aber mit einem gerechten Endergebnis."
Den Lovric, FC Gerolfing: „Die Niederlage tut uns weh. Das war bitter zum Schluss. Die erste Halbzeit haben wir total verschlafen, da waren wir mit den Gedanken nicht auf dem Platz.
In der zweiten Halbzeit wachen wir nach dem zweiten Tor auf. Wir haben dann den Kampf angenommen und uns gute Chancen herausgespielt, jedoch wollte der Ball nicht zum Ausgleich ins Tor. Sogar die berechtigte rote Karte, die jedoch unnötig war (Notbremse), hat uns nicht abgehalten weitere Torchancen zu kreieren. Am Ende war es zu spät und aufgrund der ersten Halbzeit auch nicht verdient.
Trotzdem sind wir mit der bisherigen Saison zufrieden. Wir stehen auf einem Nichtabstiegsplatz. Das Zwischenziel ist erreicht. Jetzt ruht der Ball und dann werden wir nochmal voll angreifen, um den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen."
Mohamed Asad, TSV München 54: „Im Grunde kann ich meinem Kollegen nicht groß widersprechen. In der ersten Halbzeit waren wir die spielbestimmende Mannschaft und als Gerolfing nach der Notbremse nur noch zu zehnt war, fand ich sie sogar stärker.
Ein Punkt möchte ich noch dazu ergänzen: Wir hätten den Sack viel früher zu machen müssen, da wir noch vier hundertprozentige Torchancen hatten. Wir hätten uns nach den zwei gelb-roten Karten aber auch nicht beschweren können, wenn wir noch eins kassiert hätten.
Trotzdem eine sehr starke kämpferische Leistung, die meine Jungs da abgeliefert haben, vor allem kamen wir heute personell auf dem Zahnfleisch daher.
Wir wünschen Gerolfing alles Gute für die weitere Saison."
Michael Schrätzenstaller, TSV Rohrbach: „Im Grunde eine sehr gute Moral von uns, dass wir nach 0:2 und 2:3 wieder zurückkommen und das Spiel drehen. Alles in allem war es auch Platz bedingt kein schönes Fußballspiel. Sehr viel Hektik, die auch durch sehr fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen zustande gekommen ist.
Im Grunde geht der Sieg meines Erachtens am Ende auch in Ordnung, weil wir den Ticken mehr wollten in den Zweikämpfen und noch mehr investiert haben. Wie im Vorfeld schon gesagt, das war ein Kampfspiel, ein Mentalitätsspiel und das haben wir auf unsere Seite gezogen. Darüber sind wir glücklich.
Ich wünsche den Dachauern für die restliche Saison alles Gute."
Peter Zeussel, SV Nord Lerchenau: „Heute sind wir super ins Spiel gekommen. Wir haben in den ersten zehn Minuten zwei super herausgespielte Tore geschossen. Können dann noch nachlegen, verpassen es aber den Sack zeitig zuzumachen.
Danach haben wir ein Freistoßtor bekommen und nicht mehr so viel investiert. Gaimersheim hatte dann mehr vom Spiel und auch Chancen, trotzdem verpassen wir es immer wieder das Spiel zuzumachen. Ich denke, über 90 Minuten gesehen geht der Sieg in Ordnung.
Gratulation an meine Mannschaft und viel Glück für Gaimersheim."
Weitere Spiele: