Nicht noch mal wie hier 2019 gegen Harburg am Aufstieg scheitern will der OSC, mit Sophia Buchmiller am Ball. Foto: Hehmann
Nicht noch mal wie hier 2019 gegen Harburg am Aufstieg scheitern will der OSC, mit Sophia Buchmiller am Ball. Foto: Hehmann

„Ein Sieg wäre die halbe Miete“

OSC-U-17-Fußballerinnen starten überzeugt gegen Favorit Kiel in Aufstiegsrunde

Einen wichtigen Schritt wollen die Fußballerinnen der U 17 des Osnabrücker SC am Samstag (14 Uhr) beim ersten Spiel der Aufstiegsrunde zur Bundesliga machen. Auch wenn mit Holstein Kiel ein großer Name an der Hiärm-Grupe-Straße zu Gast ist, will sich der OSC nicht verstecken.

„Wir waren vorher gut und sind auch jetzt gut“, sagt Trainer Udo Rabe-Konermann selbstbewusst. Über ein halbes Jahr musste er mit seiner Mannschaft auf die Möglichkeit zum Bundesligaaufstieg warten: „Die Mädchen sind heiß. Es kann ja nicht jeder von sich behaupten, mal in die Bundesliga aufgestiegen zu sein.“


Für die Aufstiegsrunde qualifizierten sich die Fußballerinnen als Meister der Niedersachsenliga, die nach dem Saisonabbruch mittels Quotientenregel entschieden wurde. In der Aufstiegsrunde wird nun mit den Osnabrückerinnen für den Bereich Niedersachsen/Bremen, dem ETV Hamburg und Holstein Kiel ein Aufsteiger in die Bundesliga gesucht. Den Auftakt macht das Duell mit den Kielerinnen am Samstag, eine Woche später geht es nach Hamburg. Kiel und Hamburg spielen am 16. Juni gegeneinander.


Dabei war lange unklar, ob die Entscheidung überhaupt auf dem Platz fallen kann. Bedingung dafür waren drei Wochen Vorbereitungszeit, die nun gerade so gegeben waren. Der OSC hat sich über den Winter zwar mit Läufen und Athletiktraining fit gehalten, kann die halbjährige Pause aber nicht in so kurzer Zeit aufholen. „Wir sind vielleicht bei 70 Prozent. Trotzdem verliere ich lieber sportlich, als mit Losglück aufzusteigen“, sagt Rabe-Konermann, der drei- bis viermal pro Woche mit der Mannschaft trainiert.


Die Kielerinnen hält Rabe-Konermann für die Favoritinnen, gerade weil diese offenbar schon länger wieder im Training sind. „Ich schätze unsere Chancen gut ein. Ein Sieg wäre die halbe Miete“, meint der Trainer, der gewohnt offensiv spielen lassen will. Verzichten muss er auf Torhüterin Greta Hübers (Knieverletzung), für die Alina Willmann im Tor stehen wird. In der Abwehr sind Luise Richter und Merle Raabe rechtzeitig wieder fit.


Für die passende Kulisse sollen 120 zugelassene Zuschauer am OSC-Platz sorgen. Die Kassen öffnen am Samstag um 12.30 Uhr. Die Tickets kosten vier Euro (ermäßigt zwei Euro). Auf der gesamten Anlage gilt eine Maskenpflicht. Außerdem muss jeder Zuschauer seinen eigenen Stuhl zum Spiel mitbringen.

Aufrufe: 11.6.2021, 07:35 Uhr
Lennart AlbersAutor

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