
Nach der knappen 3:4-Niederlage beim SV Harderberg steht der Osnabrücker SC weiterhin am Tabellenende der Frauen-Landesliga Weser-Ems. Trainer Philipp Mennemann spricht von klaren Fortschritten, warnt aber vor weiteren einfachen Fehlern. Am kommenden Wochenende soll gegen den Krusenbuscher SV der erste Saisonsieg her.
Der Osnabrücker SC bleibt nach vier Spieltagen ohne Punkt, doch Trainer Philipp Mennemann zieht aus dem 3:4-Derby in Harderberg positive Lehren. „Ich bin der Meinung, dass Harderberg im Grunde verdient gewonnen hat. Vier Tore ist vielleicht ein bisschen hoch, weil wir ja mal mindestens zwei Tore vorlegen“, analysierte der Coach.
Sein Team habe „einfach zu viele Fehler, zu viele einfache Fehler“ gemacht. „Da müssen wir einfach abgezockter und ein bisschen cleverer werden“, forderte Mennemann. Phasenweise habe seiner Mannschaft der letzte Wille gefehlt: „In manchen Spielphasen müssen wir es noch mehr wollen, noch mehr versuchen, Angebote zu schaffen, um uns da einfach auch gegenseitig ein bisschen zu entlasten.“
Trotz der Niederlage bewertet Mennemann den Auftritt als Schritt nach vorne: „Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ich das Spiel durchaus als Fortschritt sehe. Wir haben viele Dinge, an denen wir gearbeitet haben, ordentlich bis gut umgesetzt.“ Besonders lobte er die Moral: „Was mir am allerbesten gefallen hat, ist einfach, dass die Mannschaft sich wirklich bis zum Schluss gewehrt hat, dann ja auch noch mal bis auf ein Tor rangekommen ist.“
Doch am Ende fehlte die Zeit: „Das sind dann immer so diese Spiele, die du nachher einfach nicht mehr gewinnen kannst, weil die Zeit dir wegläuft, weil du mit zu vielen Toren hinten liegst.“ Für die kommenden Aufgaben sieht Mennemann vor allem die Defensive in der Pflicht: „Wir müssen einfach schauen, dass wir da besser werden und noch mehr an unserer defensiven Struktur arbeiten. Auch aufpassen, dass wir nicht zu hibbelig, nicht zu nervös werden – dass wir insgesamt ein bisschen strukturierter werden.“
Mit Blick auf die Tabelle, in der der OSC mit null Punkten auf Rang zwölf steht, sprach der Trainer Klartext: „Wir sind jetzt halt da unten drin und das ist super scheiße. Und wir müssen uns da einfach rausarbeiten.“ Dennoch gibt er sich optimistisch: „Dieses Spiel hat mir auch wieder gezeigt, dass die Mannschaft das kann und dass wir immer wieder Spielphasen haben, wo wir es auch zeigen. Und wenn wir noch so ein bisschen mehr Feuer ins Spiel kriegen, dann schaffen wir das auch.“
Weil das ursprünglich geplante Wochenende-Spiel verlegt wurde, hat der OSC nun Zeit, sich gezielt auf Krusenbusch vorzubereiten: „Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, uns vernünftig auf das Spiel gegen Krusenbusch vorzubereiten. Und dann werden wir sehen, wie weit wir sind. Und ich hoffe natürlich sehr stark, dass es dann für den ersten Dreier in dieser Saison reicht.“
Der Tabellenfünfte aus Krusenbusch (7 Punkte) gilt als robust und erfahren, wird dem OSC aber nach dem couragierten Auftritt in Harderberg nicht unverwundbar erscheinen. Für Mennemanns Team ist es die Chance, das Momentum mitzunehmen und endlich zu punkten.