
Als "Best of the rest", könnte man die Platzierung des VfB Eppingen nach der ersten Verbandsliga-Saisonhälfte beschreiben. Der Vorjahressechste hat sich im Lauf der Vorrunde leistungs- und ergebnistechnisch gesteigert, zu den Spitzenmannschaften fehlt jedoch ein kleines bisschen. Wir werfen einen Blick auf die Mannschaft von Trainer David Pfeiffer, der im Sommer nach zweijähriger Pause seine zweite Amtszeit als VfB-Coach in Angriff genommen hat.
Nachdem der Spielplan veröffentlicht wurde, musste man mit dem schlimmsten rechnen. Mühlhausen, Walldorf II, Bruchsal und Karlsruhe II hießen die ersten vier Gegner des VfB Eppingen – allesamt potenzielle Aufstiegskandidaten. Immerhin gelang gegen die U23 des FC-Astoria Walldorf ein dramatischer Last-Minute-Minute-Sieg (3:2), die anderen drei Duelle gingen jedoch verloren. Die Eppinger mussten fortan das Feld von hinten aufrollen.
Die Wende zum Besseren brachte der 2:0-Sieg beim VfB St.Leon am fünften Spieltag. Es folgten drei weitere Siege und insgesamt 19 von 21 möglichen Punkten zwischen Spieltag fünf und elf. Diese Serie genügte, um sich an die Spitzenteams zumindest heranzupirschen. Zu mehr sollte es vor der Winterpause allerdings nicht mehr reichen, da gegen Ende wieder ein paar Zähler liegen gelassen wurden.
"Es lief sehr ordentlich und war unterm Strich eine gute Vorrunde mit Höhen und Tiefen", sagte Oliver Späth. Sonst legt der Sportliche Leiter gerne den Finger in die Wunde und findet immer etwas Verbesserungswürdiges.
Es wäre fraglos mehr drin gewesen, wenn nicht immer mal wieder einer oder mehrere Leistungsträger ausgefallen wären. Allen voran die Knieverletzung von Torhüter und Kapitän Andreas Dups sorgte dafür, dass er es auf lediglich vier Einsätze brachte. Für den Routinier hütete in der Zwischenzeit der erst 18-jährige Nick Blabusch den Kasten und durfte sich in dieser Position mehrfach auszeichnen. Wohl dem, der so ein Talent in der Hinterhand weiß.
Drei Spieltage vor der Winterpause folgte ein weiterer großer Schock. Arnold Luck, zu diesem Zeitpunkt alleiniger Spitzenreiter in der ligaweiten Torschützenliste mit zwölf Treffern, verletzte sich schwer. Knöchelbruch sowie Syndesmosebandriss lautete die heftige Diagnose. Der 27-Jährige könnte bei einem optimalen Heilungsverlauf in der Rückrundenvorbereitung Stück für Stück ins Mannschaftstraining zurückkehren. Ob er zum Pflichtspielauftakt am 8. März in Walldorf schon wieder mit seinen Toren helfen kann, dürfte zeitlich jedoch sehr knapp werden.
Es ist nicht auszudenken, wo der VfB stehen würde, wenn er aus den letzten vier Spielen vor der Winterpause mehr als die erreichten vier Punkte gesammelt hätte. "Noch ist nichts verloren, aber für einen guten Rückrundenauftakt hätten wir gegen Mühlhausen gewinnen müssen", sagte Trainer David Pfeiffer nach dem abschließenden 1:3 gegen den FCM, ehe die Winterpause begann.
Seitdem sind es sechs Zähler Rückstand auf den Dritten, bei einem Sieg hätten die Eppinger auf selbigen aufschließen können. Rang zwei, den die Zweitliga-Reserve des KSC belegt, ist bereits um neun Zähler enteilt.
"Ab März geht es direkt gegen Topgegner", sagt Pfeiffer mit Bezug auf das Gastspiel in Walldorf, das Heimspiel gegen Primus Bruchsal und das darauffolgende Auswärtsspiel bei dessen direkten Verfolger aus Karlsruhe. Der Coach erläutert: "Das gilt es einfach Punkte zu sammeln, wenn wir dranbleiben wollen."