2026-03-10T10:11:42.421Z

Allgemeines

Optik will Revanche, Oberligist suspendiert aber auch Spieler

Nach drei sieglosen Rückrundenspielen braucht der FSV Optik Rathenow in der NOFV-Oberliga Nord bei Hansa Rostock II dringend Zählbares. Hingegen hat der Verein seinen Spieler Nima Amiri suspendiert.

von fue · Heute, 16:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Michel Grabowski

Der FSV Optik Rathenow steht am 21. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord vor einer wahrhaft existenziellen Aufgabe. Am Sonntag um 13 Uhr muss das Team von Trainer Ingo Kahlisch beim F.C. Hansa Rostock II antreten und dringend Punkte holen, denn die Tabellensituation spitzt sich langsam aber sicher zu. Mit 20 Punkten ist Rathenow punktgleich mit Tennis Borussia Berlin, die auf dem Relegationsrang 14 stehen. Dieser könnte allerdings, je nach Anzahl der Absteiger aus der Regionalliga, auch zum direkten Abstiegsplatz werden. Nicht mehr dabei sein wird ein Spieler. "Unsere 9 Nima Amiri wurde leider wegen disziplinarischen Gründen suspendiert und ist nicht mehr Teil des Oberliga-Kaders. Nima absolvierte 18 Pflichtspiele für uns und erzielte dabei 6 Treffer", teilt der FSV Optik Rathenow dazu mit.

Bittere Niederlage gegen Neustrelitz

Der Rückrundenstart ist für die Optik misslungen. Nach dem 0:0 gegen Eintracht Mahlsdorf setzte es gegen die TSG Neustrelitz am vergangenen Spieltag eine schmerzhafte 0:2-Heimniederlage. Die Tore von Nils Röth (15.) und Gabriel Ziegler (29.) besiegelten die achte Pleite in dieser Saison. Damit wartet Rathenow mittlerweile seit vier Partien auf einen Dreier und holten in der Rückrunde lediglich einen einzigen Punkt. Besonders bitter: Mit lediglich 24 erzielten Treffern stellt Rathenow die schlechteste Offensive der Liga – eine Entwicklung, die trotz der soliden Anzahl von 33 Gegentoren dringend ein Ende haben muss.

Hansa ebenfalls unter Druck

Auch der Gegner aus der Hansestadt kommt nicht als Überflieger in die Partie. Die Zweitvertretung von Hansa Rostock erlitt am 20. Spieltag beim BSV Eintracht Mahlsdorf eine deutliche 0:4-Klatsche. Tifferts Elf steht mit 23 Punkten nur drei Zähler vor Rathenow und konnte in der Rückrunde bisher lediglich ein Spiel gewinnen. Ebenso bewegen sich weitere Teams wie der FC Anker Wismar mit 24 Punkten noch in Reichweite. Für Rathenow bedeutet das: Jeder Zähler in Rostock kann das Pendel im engen Tabellenbild entscheidend in Richtung Klassenerhalt ausschlagen.

Hinspiel-Schmerz

Im Hinspiel vor eigenem Publikum erlebte Optik Rathenow die ganze Dramatik dieser Saison: Vor 219 Zuschauern brachte Nima Amiri die Hausherren in Führung, doch der Platzverweis für Salih Aktürk (wiederholtes Foulspiel) brachte die Partie ins Wanken. In der Schlussphase drehte der F.C. Hansa Rostock II das Spiel zum 1:3, ehe Amiri mit seinem Doppelpack nur noch zur 2:3 Heimniederlage verkürzen konnte. Positiv bleibt: Gegen die Hansa-Reserve traf man gleich doppelt - eine Leistung, die Optik im Rückspiel gerne wiederholen möchte.

Auswärtsstärke als Hoffnungsschimmer

Für den FSV Optik Rathenow bleibt die Auswärtsbilanz der größte Hoffnungsträger in dieser schwierigen Situation. Mit 14 von 20 möglichen Auswärtspunkten hat die Mannschaft bewiesen, dass sie auch auf fremden Plätzen punkten kann. Die Tabellensituation erlaubt keine weiteren Rückschläge mehr, denn der Sprung ans rettenden Ufer ist möglich, aber die direkten Konkurrenten lauern. Ein Erfolgserlebnis in Rostock wäre nicht nur sportlich wertvoll, sondern könnte den entscheidenden Mentalitätsschub für den Endspurt der Saison liefern.