
Nach dem bitteren Last-Minute-Rückschlag in Unterzahl spürt der FSV Optik Rathenow den Atem der Verfolger wieder deutlich im Nacken. Am Freitag, 03.04.2026, um 14 Uhr wartet mit dem Tabellenzweiten SV Lichtenberg 47 ein enormer Härtetest. Um wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sichern, muss das Team von Trainer Ingo Kahlisch seine beste Leistung abrufen.
Die Lage für die Mannschaft von Trainer Ingo Kahlisch ist weiterhin spannungsgeladen. Nach zuvor zwei Siegen in Folge musste der FSV Optik Rathenow beim SV Siedenbollentin eine enttäuschende 1:2-Niederlage hinnehmen. Zwar konnte Christiantus Nnanna Onu die frühe Führung der Gastgeber durch Ande-Finjas Müller in der 23. Minute ausgleichen, doch die zweite Halbzeit hielt einen herben Rückschlag bereit.
Nach einer Gelb-Roten Karte für Joshua Bateman in der 67. Minute schwanden in Unterzahl die Kräfte, was Lukas Möller mit einem späten Gegentreffer in der 85. Minute bestrafte. Damit verpasste Rathenow den erhofften Sprung auf den neunten Tabellenplatz, hat sich über die letzten Wochen aber insgesamt eine verbesserte Ausgangslage im Abstiegskampf erarbeitet.
Trotz der ordentlichen Ausgangsposition mit derzeit 26 Punkten auf dem elften Rang spürt Optik den Atem der Verfolger wieder deutlich im Nacken. Der Berliner AK ist punktgleich, während Tennis Borussia Berlin und die SG Dynamo Schwerin mit jeweils 23 Zählern noch Spiele in der Hinterhand haben und den Druck von unten stetig erhöhen.
Jeder Punktgewinn ist in dieser Phase der Saison elementar. Deshalb muss das Team um Torwart Simeon Hawwary am kommenden Freitag seine beste Leistung abrufen, um im Idealfall mindestens einen Punkt mitzunehmen.
Die Aufgabe könnte jedoch kaum schwerer sein, denn der SV Lichtenberg 47 geht als klarer Favorit in die Begegnung. Die Mannschaft des Trainerduos Nils Kohlschmidt und Rudy Raab ist seit fünf Spielen ungeschlagen und schielt als Tabellenzweiter mit 45 Punkten unübersehbar auf die Tabellenspitze, wo aktuell der SV Tasmania Berlin thront.
Mit beeindruckenden 17 Toren in den letzten fünf Partien präsentierte sich die Lichtenberger Offensive zuletzt in absoluter Topform. Akteure wie John Gruber, der bereits im Hinspiel seine Gefährlichkeit unter Beweis stellte, werden der Rathenower Defensive alles abverlangen.
Trotz der klaren Rollenverteilung reist der FSV Optik Rathenow nicht ohne Hoffnung an. Das Hinspiel, das mit einem umkämpften 2:2-Unentschieden endete, zeigte bereits, dass Rathenow gegen den Aufstiegskandidaten bestehen kann. Damals sorgten Yohji Irvan Koré und der eingewechselte Nima Amiri mit ihren Toren für einen verdienten Punktgewinn, nachdem Gruber die Hausherren zweimal in Führung gebracht hatte.
Ein weiterer Mutmacher ist das jüngste torlose Unentschieden von Dynamo Schwerin gegen Lichtenberg. Das Team von Trainer Jano Klempkow hat bewiesen, dass man als Abstiegskandidat den Tabellenzweiten mit Leidenschaft in Schach halten kann.