
Was sich seit Monaten abgezeichnet hatte, ist nun besiegelt: Der SC Oberweikertshofen steigt nach vier Jahren aus der Landesliga ab und muss in die Bezirksliga. Am 32. Spieltag verlor die Mannschaft von Trainer Paolo Maiolo ihr vorletztes Heimspiel gegen den SV Manching mit 0:3. Nur 50 Zuschauer, so wenige wie nie in dieser Saison, verfolgten die Partie.
„Wir werden die letzten beiden Spiele in Aindling und gegen Rain noch anständig über die Bühne bringen“, sagte Maiolo. Zugleich richtete der Trainer den Blick bereits nach vorn. Einige Spieler würden den Verein verlassen, viele aber auch bleiben. Dann beginne der Neuaufbau. Namen wollte Maiolo nicht nennen. Auch Fußballvorstand Martin Steininger hatte bereits klargemacht, dass es vor Saisonende keine öffentlichen Aussagen zu Personalfragen geben werde.
Die Niederlage gegen Manching passte noch einmal ins Bild dieser Saison. „Und täglich grüßt das Murmeltier“, sagte Maiolo nach dem Schlusspfiff. Wieder zeigte sich, woran der SCO in dieser Spielzeit immer wieder gescheitert ist: an der Chancenverwertung und an individuellen Fehlern.
Statt mit Rückstand in die Pause zu gehen, hätte Oberweikertshofen eigentlich führen müssen. „Schreib auf: 26. Minute und wieder drei hundertprozentige Chancen vergeben“, rief Maiolo dem Berichterstatter zu. Kurz zuvor war Manching nach einem Eckball in Führung gegangen. Leon Bojaj kam im Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball. „Oje, oje, jede Woche das Gleiche“, rief Maiolo und schlug die Hände über dem Kopf zusammen.
Dabei hatte der SCO gut begonnen. Nico Scheibner hatte früh eine Möglichkeit, noch klarer waren die Chancen von Fabian Willibald und Dominik Widemann. Selbst Manchings Trainer Cüneyt Köz reagierte ungehalten und rief seiner Mannschaft zu: „Was ist jetzt los, werdet endlich wach.“
Die Gäste nahmen sich diese Worte offenbar zu Herzen. Nach dem 1:0 legten sie kurz vor der Pause durch Sebastian Graßl das 2:0 nach. Auch diesem Treffer war wieder eine vergebene Großchance der Gastgeber vorausgegangen. Im zweiten Durchgang war vom SCO dann kaum noch ein Aufbäumen zu sehen. Der Glaube an die Wende schien verloren. Graßl machte mit seinem zweiten Treffer zum 3:0 endgültig alles klar – und besiegelte damit auch rechnerisch den Abstieg des SC Oberweikertshofen. (Dieter Metzler)