
Der FC Ismaning rettet gegen den Vorletzten nur ein 2:2. Trainer Muriqi ist angefressen über die emotionslose Leistung seiner Mannschaft.
Nach der Winterpause sind die Fußballer des FC Ismaning richtig gut gestartet und haben sich im Eiltempo von der Abstiegszone abgesetzt, aber nun gab es einen kleinen Rückschlag. Gegen den Bayernliga-Vorletzten Türkspor Augsburg reichte es nur zu einem 2:2 (1:0). Bis kurz vor Schluss drohte sogar die überraschende Niederlage.
„Ich bin nicht sprachlos von dem Spiel“, sagt der Ismaninger Trainer Xhevat „Jacky“ Muriqi, „ich könnte schon einiges sagen.“ Er musste sich nur extrem auf die Zunge beißen, seine Gedanken nicht laut auszusprechen. Muriqi, der nach seiner Roten Karte von Deisenhofen diesmal als Zuschauer auf der Tribüne Platz nehmen musste, war so richtig angefressen. Obwohl die Ismaninger nach den 90 Minuten objektiv betrachtet eigentlich hätten gewinnen müssen, hatten sie den Kontrahenten sicherlich teilweise unterschätzt. Die Leistungen der vergangenen Wochen waren auf einem ganz anderen Level.
„Unsere erste Halbzeit war komplett ohne Emotion“, sagt der Ismaninger Trainer und schiebt nach, dass man sich wie in einem Freundschaftsspiel verhalten habe. Diesmal knüpfte das Team nicht an die fünf starken Leistungen in den bisherigen Spielen nach der Winterpause an. Dennoch hatten die Gastgeber, mehr vom Spiel, auch eine Handvoll Torabschlüsse und am Ende die Pausenführung. Nach einem ziemlich unstrittigen Foulspiel verwandelte Ilkan Atak den fälligen Elfmeter (38.).
Nach dem Seitenwechsel kam der Vorletzte mit einem schnellen Tor von David Anyaonu zurück (46.) und fünf Minuten später führte der Außenseiter. Ibrahim Capar hatte einen Foulelfmeter verwandelt (51.) und den Ismaningern damit endgültig eine Aufgabe gestellt.
In Rückstand liegend, schoben die Ismaninger dann richtig an und erarbeiteten sich einige Tormöglichkeiten. Der Augsburger Torwart hielt einiges, aber das ließ FCI-Coach Muriqi nicht gelten: „Wenn du vier hundertprozentige Chancen hast und daraus keine Tore machst, dann hast du auch keinen Anspruch auf den Sieg.“ Den Punkt rettete dann Ilkan Atak in der 84. Minute, als das 2:2 definitiv überfällig war. Für den Winter-Zugang war das bereits der dritte Doppelpack. Atak steht nun bei sechs Toren in sechs Spielen.
Nach dem Ausgleich hatte dann der eingewechselte Sandro Cazorla noch eine gute Möglichkeit zum 3:2. Trotz einer nicht so starken Leistung waren die Chancen da für den Sieg. Aber auch mit dem Unentschieden hält der FC Ismaning seine doch recht komfortablen elf Punkte Abstand zur Abstiegsrelegation. Die hinteren Mannschaften der Liga machen wenig Druck nach vorne. (nb)
FC Ismaning – Türkspor Augsburg 2:2 (1:0). FCI: da Silva-Pötzinger – Krizanac, Weber, Maxhuni, Wild – Streibl, P. Kuhn (85. Kozica), Vourtsis (66. Liuzza), Zehetbauer (66. Pollio) – Bashota (63. Cazorla), Atak. Tore: 1:0 Atak (38., Foulelfmeter), 1:1 Anyaonu (46.), 1:2 Capar (51., Foulelfmeter), 2:2 Atak (84.). Schiedsrichter: Felix Scharf (Nabburg) – Zuschauer: 180.